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Erkältung und Training: Wie gehst du am besten vor?

Geschrieben von Johannes Steinhart (M.Sc. Biomedizin & Ernährungswissenschaften)

Hast du dich erkältet? Oder spürst du, dass eine Erkältung im Anmarsch ist? Dann stellt sich die Frage, was du mit deinen geplanten Trainingseinheiten machen solltest. Wie du hier am besten vorgehst, hängt von der Intensität deiner Erkältung ab.

Bist du stark erkältet?

Hartes Training unterdrückt dein Immunsystem für einige Zeit nach der Trainingseinheit. Vor allem ein hohes Volumen und/oder eine hohe Intensität sind dafür verantwortlich.

Selbst wenn du dich während des Trainings noch „aufgeputscht“ und überhaupt nicht krank fühlst. Die Quittung kommt am Tag danach. In der Zeit der unterdrückten Immunfunktion können die Erreger ohne große Gegenwehr agieren.

Hat es dich richtig erwischt? Dann solltest du komplett auf Training verzichten. Kuriere dich komplett aus. Ansonsten wirst du nicht selten noch stärker krank oder verlängerst die Erkältungsdauer.

Leichter erkältet? Der „Neck-Check“

Sofern du nicht stark erkältet bist, sondern nur leichte Symptome hast, wird gerne der sogenannte „Neck Check“ empfohlen (src).

Der Neck-Check besagt:

  • Symptome oberhalb des Nackens? Laufende Nase, Niesen, leicht kratzen im Rachen -> Neck-Check positiv -> Du kannst vorsichtig versuchen weitertrainieren (siehe unten).
  • Symptome unterhalb des Nackens? Tiefes Halsweh, Fieber, Gliederschmerzen, Husten bis hin zu Übelkeit oder Durchfall? -> Neck-Check negativ -> Absolutes Trainingsverbot.

Selbst bei positivem Neck-Check solltest du jedoch sehr behutsam trainieren. Generell weit entfernt von deinem Limit.

Ich empfehle gerne, Volumen und Frequenz um 50% zu reduzieren. Auch die Intensität im sollte im niedrigen Bereich gehalten werden.

Beim Krafttraining zum Beispiel eine Einheit mit reduzierter Satzzahl und mit nur mit 60 % des 1 RM. Beim Ausdauertraining eine 20 Min Einheit mit niedriger Intensität (Zone 2).

Auf diese Weise entsteht wenig Trainingsstress.

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Sofern du nach 10-15 Min im Training merkst, dass du dich gut und leistungsfähig fühlst, kannst du die Intensität etwas erhöhen.

Ausnahmen von der Regel

Es gibt unterschiedlichste Möglichkeiten, wo du im Krankheitsverlauf stehst.

Ein richtiger grippaler Infekt kommt häufig 3 Tage, bleibt 3 Tage, geht 3 Tage. Deutet sich dieses Szenario an, solltest du selbst bei positivem Neck-Check auch auf leichtes Training verzichten. Jede potenziell zusätzliche Belastung des Körpers ist zu vermeiden.

Ist ein 9-tägiger grippaler Infekt am Abklingen? Dann gibt es viele Athleten, die bereits an Tag 8 oder 9 wieder mit leichtem Training einsteigen. Hier gilt es Erfahrung zu sammeln und den eigenen Körper gut zu verstehen.

Andererseits ist nicht jedes Niesen oder eine leicht verstopfte Nase sofort eine ausgewachsene Erkältung. Häufig werden kleinere Erreger vom Immunsystem abgewehrt, ohne dass du viel davon mitbekommst. Handelt es sich um diese Art von Erkältung ist, musst du dein Training nicht unbedingt ändern.

Fazit

  • Stark erkältet? Auskurieren! Kein Training.
  • Nur leichte Symptome -> „Neck-Check“ machen
  • Positiver Neck-Check? Leichtes Training möglich – sofern du nicht am Beginn eines grippalen Infekts stehst.
  • Negativer Neck-Check? Komplette Trainingspause.
  • Im Zweifelsfall lieber konservativer entscheiden und die nächsten Tage gut beobachten.

In jedem Fall wünsche ich dir gute Besserung und eine glückliche Hand bei der Entscheidung, wie du mit deinem Training vorgehst.

Johannes Steinhart

Autor

Johannes Steinhart

Biomediziner (M.Sc.) und Trainer der deutschen Fitnesslehrervereinigung

Seine Mission: Abnehmen, Muskelaufbau und Gesundheit verständlich und praxisnah vermitteln – ohne Bullshit und Mythen. Johannes ist Gründer von science-fitness.de und erreicht jährlich über 2+ Mio. Leser.

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Egal

(Da ich nicht weiß, ob es als Antwort zum richtigen Beitrag erscheint…)

@Johannes
„Wäre super, wenn du dort an Ort und Stelle deinen Beitrag postest.“

Meine Forenzeiten sind vorbei.

Ich kann dazu auch sonst nicht viel schreiben. Dein Forenbeitrag passt halt inhaltlich nicht ganz, weil die zitierten Empfehlungen für Sportler quasi „alt“ sind und nichts mit den frisch aktualisierten Empfehlungen zu tun haben. Die waren bei den alten Empfehlungen auch bereits so. Inwieweit sich die (zeitnah) noch einmal ändern (ebenso wie die anderen Positionspapiere) kann man vermutlich nur spekulieren.
Ob die Quellen zu den Aussagen passen, kann ich nicht sagen. Dazu fehlen mir die Möglichkeiten das zu prüfen. Ist vermutlich immer eine Frage der Voraussetzungen bzw. Annahmen, die die DGE bei den Empfehlungen ansetzt (Blick in die FAQ dazu hilft*). Beim Positionspapier für Sportler schreiben sie von Leistungssportlern und „ambitionierten Freizeitsportlern“. Letzteres ist sicher schwammig, könnte aber deine Frage im Thread erklären. Die DGE scheint auf Basis ihrer Daten zu glauben, dass die allermeisten „normalen“ Menschen (mit normaler täglicher Bewegung und etwas Sport) eben zur Abwehr von Mangelerscheinungen mit den aktuell angegebenen Eiweißmengen klar kommen und dass gewisse „Schwankungsbreiten“ damit ausreichend abgedeckt sind.

*“Die lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE gelten für gesunde Erwachsene in Deutschland im Alter von 18-65 Jahren, die sowohl pflanzliche als auch tierische Lebensmittel essen (Mischkost). Lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen richten sich immer an die gesunde Allgemeinbevölkerung, also Personen ohne besondere Bedürfnisse oder Ansprüche an die Ernährung.“

Und: „…Die DGE hat sich als Erstes mit gesunden Erwachsenen, die auch tierische Lebensmittel verzehren, beschäftigt. Diese Personengruppe macht den größten Anteil der in Deutschland vertretenden Ernährungsweisen aus und ist Grundlage für die Entwicklung des Optimierungsmodells (siehe Frage 3, Frage 4). Es ist geplant, sukzessive angepasste lebensmittelbezogene Ernährungsempfehlungen für weitere Ernährungsweisen, z. B. vegetarisch und vegan, und weitere Bevölkerungsgruppen, wie Kinder und Jugendliche, Senior*innen, bereitzustellen. Bis dahin können die derzeitig vorhandenen lebensmittelbezogenen Ernährungsempfehlungen der DGE als Orientierung zur Lebensmittelauswahl für alle gesunden Bevölkerungsgruppen, auch für Schwangere/Stillende, dienen…“

(Wenn es dir wichtig ist, kannst du diese Gedanken gerne ins Forum kopieren.)

Egal

Sorry für OT, aber der aktuelle Forenbeitrag zur DGE von heute…

mWn gibt es noch keine aktualisierten Empfehlungen für Sportler (o. a. „spezielle“ Bevölkerungsgruppen), seit die neuen Empfehlungen raus sind.

Zitierst du da das alte Papier aus 2020?

(Ist doch wohl kein Aprilscherz? ;) )

Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V.

Nope, ist kein Aprilscherz :) Wäre super, wenn du dort an Ort und Stelle deinen Beitrag postest.

Fred Iken

Ich verfolge Deine Veröffentlichungen seit einigen Jahren und bin immer wieder begeistert über Deine fachliche Kompetenz und Erfahrung im sportmedizinischen Bereich – freue mich auf weitere praktische Empfehlungen!

RK

Toller Beitrag !

Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V.

Vielen Dank!

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