[Mythos?] Die Wahrheit über Alkohol und Abnehmen

Dez, 2021

Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V.

Überall liest und hörst du, dass man beim Abnehmen keinen Tropfen Alkohol trinken dürfe. Die Fettabnahme würde dadurch sofort gestoppt.

Die komplette Abstinenz sei die einzige, wahre Lösung für erfolgreichen Fettverlust.

So einfach ist es jedoch (zum Glück) nicht.

Wir zeigen dir, was in deinem Körper geschieht, sobald du Alkohol konsumierst. Und wie du auch während einer Diät möglichst ohne “Schäden” etwas trinken kannst.

Was passiert im Körper, wenn du Alkohol zu dir nimmst?

Sobald Alkohol in dein Blut kommt, wird es sofort zur primären Energiequelle.

  1. Die Fettverbrennung wird unterdrückt.1Schutz Y. Role of substrate utilization and thermogenesis on body-weight control with particular reference to alcohol. Proc Nutr Soc. 2000 Nov;59(4):511-7. Review. Erratum in: Proc Nutr Soc 2002 May;61(2):319. PubMed PMID: 11115785.
  2. Auch die Verbrennung von Kohlenhydraten und Eiweiß wird heruntergefahren, wenngleich nicht so stark.2Shelmet JJ, Reichard GA, Skutches CL, Hoeldtke RD, Owen OE, Boden G. Ethanol causes acute inhibition of carbohydrate, fat, and protein oxidation and insulin resistance. J Clin Invest. 1988 Apr;81(4):1137-45. PubMed PMID: 3280601; PubMed Central PMCID: PMC329642.

Warum ist das so?

Alkohol wird in der Leber direkt zu Acetat umgewandelt. Acetat ist giftig, deshalb will es dein Körper schnellstmöglich loswerden.

Der Abbau von Alkohol bekommt daher sofort höchste Priorität. Alles andere kann warten.

Schauen wir uns nun an, wie viel Kalorien alkoholische Getränke haben. Damit können wir abschätzen, wie lange und wie stark unsere Fettabnahme beeinflusst wird.

Alkohol: Ein paar Fakten

1 g Alkohol hat 7,1 kcal.

In 500 mL Bier befinden sich ca. 20 g reiner Alkohol. Genau so viel wie in einem Glas Wein (200mL). Also insgesamt ca. 150 kcal.

Durch den Thermic Effect of Food (TEF) verbrennt der Körper jedoch gleich ca. 20% dieser Energie.3Suter PM, Jéquier E, Schutz Y. Effect of ethanol on energy expenditure. Am J
Physiol. 1994 Apr;266(4 Pt 2):R1204-12. PubMed PMID: 8184963.
Der wahre Kalorienwert, den du anrechnen musst, beträgt demnach 5,7 kcal pro Gramm.

Für die oben genannten Mengen Bier oder Wein also 120 kcal. 

Wichtig: Das sind nur die Kalorien aus der reinen Alkoholmenge.

Durch Kohlenhydrate (Zucker?) im Getränk, kommen noch weitere Kalorien dazu. Faustregel: Je süßer das Getränk, desto mehr Kohlenhydrate sind drin – Ausnahme von Bier.

*Vodka, Gin, Rum, Tequilla etc.
Getränk Alkohol Kohlenhydrate Kalorien
500 mL Bier (5 %) 19,5 g 17 g 240 kcal
150 mL Sekt/Champagner (10%) 15 g 7,5 g 140 kcal
200 mL Wein (trocken, 12%) 18,7 g 1 g 140 kcal
200 mL Wein (lieblich, 12%) 18,7 g 4 g 150 kcal
2 cl (20 mL) Schnaps* (40%) 6,2 g 0 g 44 kcal
2 cl (20mL) Likör (30%) 4,8 g 4,8 g 50 kcal

Alkoholabbau

Die Alkoholabbaurate beträgt ca. 0,1 bis 0,15 g / kg Körpergewicht pro Stunde.

Eine 70 kg schwere Person baut demnach 7 bis 10,5 g Alkohol pro Stunde ab.

Ein Bier (500 mL) oder ein Glas Wein (200 mL) benötigen also 2-3 h, bis der vorhandene Alkohol abgebaut ist.

Bei Männern geht das auf Grund des durchschnittlich höheren Körpergewichts schneller.

Was heißt das nun konkret für’s Abnehmen?

Während du Alkohol in deinem Blut hast und so lange er abgebaut wird, ist der Fettabbau vermindert. Aber glücklicherweise hat der Tag 24 h.

Vielleicht baust du in den paar Stunden nach dem Alkoholkonsum kaum Fett ab. Aber in der verbleibenden Stunden des Tages hast du genügend Zeit dafür.

Es ist die Kalorienbilanz, die unter dem Strich wirklich zählt.

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Nimmst du die Erhaltungskalorien zu dir und verzichtest beispielsweise auf 240 kcal vor oder nach dem Alkoholgenuss, kannst du 1 Liter Bier oder 2 Gläser Wein trinken ohne Fett zuzunehmen! Wenn du dich in einem Kaloriendefizit befindest, kannst du sogar weiter abnehmen.

Wenn Kohlenhydrate oder Fett durch die gleiche Energiemenge (kcal) Alkohol ersetzt werden, führt das zu keiner Fettzunahme.4Schutz Y. Role of substrate utilization and thermogenesis on body-weight control with particular reference to alcohol. Proc Nutr Soc. 2000 Nov;59(4):511-7. Review. Erratum in: Proc Nutr Soc 2002 May;61(2):319. PubMed PMID: 11115785.

Trotz allem ist es natürlich extrem einfach, sich in einer durchsoffenen Nacht mit einer Mischung aus Bier, Cocktails, Schnaps, Wein und diversen Mitternachtssnacks in einen ansehnlichen Kalorienüberschuss zu schießen. Nicht selten ist das nächtliche Fressgelage für 1000 bis 2000+ kcal verantwortlich.

Übrigens kommt ein Bierbauch eher nicht vom vielen Bier. Sondern von einem allgemein schlechten Lebensstil mit miserabler Ernährung und kaum Bewegung. Der viele Alkohol hilft natürlich auch nicht weiter.

How to: Alkohol trinken und Abnehmen

Nachdem du einige Hintergründe zum Alkoholkonsum gelernt hast, wollen wir dir ein paar konkrete Tipps an die Hand geben, wie du etwas Alkohol trinken und dabei trotzdem abnehmen kannst.

Es geht hier darum, wie man den Alkoholkonsum möglichst ohne Folgen für die Fettabnahme übersteht.

Protokoll 1 ist für das Trinken von kleinen Mengen Alkohol während des Abnehmens gedacht. Protokoll 2 findet Anwendung, wenn du an einem Abend wirklich richtig viel trinken willst.

Protokoll 1: Hier und da ein Glas Sekt/Wein/Bier

Berechne den Energiegehalt von dem, was du trinkst und achte darauf, einen Kalorienüberschuss zu vermeiden.

Sektglaesser

Ein Bier (500 mL) oder ein Glas Wein (200 mL) haben selten mehr als 200-250 kcal. Dadurch hast du keine negativen Effekte im Bezug auf die Fettabnahme zu erwarten.

Protokoll 2:  Ein harter Abend

Nun zur Königsklasse. Es steht ein Abend bevor, an dem mehr als nur das ein oder andere Gläschen konsumiert wird.

バー

Martin Berkhan (Link) hat genau für diese Situation ein Protokoll entwickelt, das dich hervorragend für so einen Abend rüstet:

  1. Reduziere deine Fettaufnahme an diesem Tag auf 0,3 g / kg Körpergewicht. Da Alkohol die Fettverbrennung unterdrückt, kann aufgenommenes Fett durch die Nahrung sehr leicht eingespeichert werden. Wenn wenig über die Nahrung zugeführt wird, kann auch nicht viel in die Reserven gepackt werden.

  2. Nimm an diesem Tag maximal 1,5 g / kg Kohlenhydrate zu dir. Schau, dass du die meisten Kohlenhydrate über Gemüse zu dir nimmst. Das sättigt dich und erspart dir einen knurrenden Magen nach dem Suff.

  3. Esse so viel Eiweiß wie du willst! Da du nicht viel Fett zu dir nehmen kannst, musst du magere Eiweißquellen wählen (Puten- und Hähnchenbrustfilet gegrillt oder gekocht bspw.) – Eine Reihe von anderen geeigneten Eiweißquellen findest du hier (sortiere die Liste nach dem Fettgehalt).

  4. Wähle die richtigen Getränke: Am idealsten für dieses Protokoll sind trockene Weine und Schnäpse (Wodka, Gin, Rum, Tequila etc.), da sie außer Alkohol kaum Kohlenhydrate, und damit keine unnötigen Kalorien, enthalten. Falls nötig, kannst du Diätlimonade (Zero/Light-Produkte) zum Mischen verwenden.

Somit musst du möglichst nur Nährstoffe zuführen, die unter Alkohol und Energieüberschuss eine Fetteinlagerung schwierig machen. Die direkte Einlagerung von Nahrungsfett ist minimiert. Kohlenhydrate, Alkohol und vor allem Eiweiß können nur zu unbedeutenden Anteilen in Fett (De novo Lipogenese) umgewandelt werden.

Führe dieses Protokoll nicht öfter als 1 Mal pro Woche aus. Es ist kein Freifahrtschein, um sich jeden Tag zu betrinken. Es geht darum, wie du einen feuchtfröhlichen Abend mit deinen optischen Zielen vereinbaren kannst und damit auf nichts verzichten musst.

Fazit

Wenn du es richtig machst, musst du durch Alkoholkonsum keine negativen Konsequenzen für deine Fettabnahme fürchten.

Nur damit wir uns richtig verstehen: Wir wollen niemanden dazu animieren ständig zu trinken. In diesem Artikel zeigen wir nur, wie du das Optimum herausholen kannst, wenn du etwas trinken willst, aber trotzdem abnehmen möchtest.

Und wieder musste ein Mythos sterben. Zum Wohl!

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Über den Autor

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Johannes Steinhart ist Master of Science (M.Sc.) in Biomedizin & Ernährungswissenschaften sowie Fitnesstrainer der Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung (DFLV). Seine Passion ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu Abnehmen, Muskelaufbau und Gesundheit unabhängig, verständlich und praxisnah darzustellen und verbreitete Unwahrheiten zurückzudrängen. Johannes ist Gründer von science-fitness.de (SF). Jedes Jahr erreicht er über 2 Mio. Leser. Außerdem ist er Autor von aktuell 6 Büchern. Mehr.

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Kommentare (53)

  1. Louis Schmidt sagt:

    Sehr guter Artikel. Endlich mal einer der einem sagt, dass Alkohol getrunken werden kann und abnehmen trotzdem möglich ist. Gute Protokolle dazu. Ist es nicht sogar so, dass man durch die reduzierte Fettaufnahme weniger Alkohol verträgt und so weniger trinkt also ergo noch weniger Kalorien zu sich nimmt? Oder ist das auch wieder ein Mythos?

    1. Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V. sagt:

      Die Aufnahme ist auf jeden Fall schneller bei leerem im Vergleich zu einem vollen Magen. Habe hier (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/labs/pmc/articles/PMC543875/) die Aussage gefunden, dass es vor allem Kohlenhydrate sind, die die Aufnahme um bis zu 75 % verlangsamen. Kann also durchaus sein, dass du mit weniger Alkohol stärkere Effekte erzielst und damit an der Gesamtmenge sparen kannst.

  2. Sen Ta sagt:

    Toller Artikel. Danke für eure Mühe. Ich liebe und lebe den Kraftsport doch nebenher Gibt es auch noch anderes.. so zb. 2 große Festivals im Jahr in dem ich nicht Ernährungstagebuch führe oder Kalorien zähle. Da gibt es am Tag auch gut mal etwas mehr Alkohol über 4 Tage . Ich denke dem Körper mal eine Pause gönnen ist elementar und wichtig. Trinke unter dem Jahr Sonst keinen Alkohol..

  3. baender sagt:

    Zwei (meiner Kenntnis nach) wesentliche Problem werden hier offenbar ignoriert:
    1.) Alkoholkonsum senkt den Blutzuckerspiegel, weshalb man früher oder später einen echten Heißhunger bekommt.
    2.) Je nach Menge stört der Abbau des Alkohols die Regeneration des Körpers und beeinträchtigt somit indirekt den Trainingsplan.

  4. Olivia sagt:

    Wow, ergibt wirklich Sinn wenn man mal drüber nachdenkt… Und ich Volldepp hab bis jetzt immer anständig fettig gegessen vor einer Party oÄ, damit man mehr verträgt :D So kann man alles falsch machen ;) Mittlerweile verzichte ich aber sowieso fast komplett auf Alkohol, wenn ich zweimal im Jahr feiern gehe ist alles beisammen :) Mittlerweile besuche ich allerdings regelmäßig mein FS [Link entfernt] in Hamm, dann kann man sich zu feierlichen Anlässen auch mal zu Mittag ein Gläschen Wein gönnen, oder?
    Übrigens: Mit 16 arbeitete ich auswärts für eine Saison in der Gastro. Wir gingen mindestens alle zwei Tage aus, und konsumierten dementsprechend einiges an Alkohol. Trotzdem nahm ich in dieser Zeit sehr gut ab, da ich „am Tag danach“ einfach gar nichts essen kann. So bekommt man die Kalorien auch wieder rein ;)

    1. Dr. med. Dominik Dotzauer sagt:

      Wohl nicht – aber hoffentlich wird der Versuch noch mehrfach repliziert!

  5. Kathleen sagt:

    Danke für die Erklärug und die Tipps. Heute Abend wird ein klarer Fall für Protokoll 2 und ich fühl mich jetzt gut vorbereitet! VG

  6. Max sagt:

    Ich ernähre mich seit ca. 2 Monaten No Carb-Low Carb. Die ersten 2 Wochen meiner Diät, verzichtete ich auf Alkohol in jeglicher Form. Da ich ein leidenschaftlicher Biertrinker bin, und auf Dauer nicht auf das Getänk verzichten möchte, habe ich folgendes gemacht: Immer wenn ich Lust auf Bier hatte, meistens abends, habe ich das Abendmahl weggelassen und stattdessen 2-4 Halbe Bier getrunken. Als Frühstück meistens 2-3 Eier, Wurst, Käse, Gurken, Sellerie,….vormittags 2 Kiwi, Mittag (13:00), abends entweder gegrilltes Steak oder Heimkehrer, oder eben Bier! Stand im März waren 83kg, jetzt im Mai bringe ich 75 auf die Waage! Toller Nebeneffekt: Auch wenn ich am Wochenende mal 7 Biere :-) saufe, habe ich am nächstenTag keine Katerbeschwerden! Das ist meine eigene Erfahrung, die ich mit allen Bierfans tauschen möchte. Alleine der Verzicht auf Zucker in Sätzen, Fast Food, generell Kohlenhydrate (außer die vom Bier) lässt bei mir die Kilos purzeln und ich bekomme einen flachen Bauch!

    1. Pelto sagt:

      Dein Bauch scheint das kleinere Problem zu sein.
      Du solltest dir eher um dein Alkoholproblem Sorgen machen.

    2. Junisonne57 sagt:

      Wenn Du so gerne Bier trinkst wie ich, kann ich Dir das Edelhopfen Extra von Maisel empfehlen. Es hat nur 38 kcal und 0,52 g Kohlenhydrate pro 100 ml Bier.Bei 4.8 % Alkohol, schmeckt unheimlich lecker bzw. wie normales Bier. Sollte halt kalt sein, wie jedes andere Bier auch….Prost

  7. Felix sagt:

    Hallo zusammen,

    ich bin sehr dankbar für diesen Artikel (und die anschließenden Diskussionen).

    Der Trick aus meiner persönlichen Sicht ist zusätzlich zum Bierkonsum am Abend nichts zu essen – möglichst gar nichts, auch auf Parties oder Festivitäten. Entweder mehrere Biere oder ordentlich Essen. Das ist zumindest meine jahrelange Erfahrung und Einschätzung,

    Ich ernähre mich meinem Dafürhalten nach einigermassen vernünftig/gesund, treibe seit ein paar Jahren gerne Sport als Hobby (Laufen, Biken, Studio) und geniesse regelmässig sehr gerne Bier am Abend. Mein KFA (Körperfettanteil) bewegt sich seitdem zwischen 6-8%. Alles gut also nach allen Regeln der Ernährungswissenschaften.

    Meine Meinung: entspannt Euch – das Problem an Bier ist nicht der Kaloriengehalt/Gewichtszunahme sondern die schleichende Abhängigkeit, die durch die Droge Alkohol entsteht. Dessen muss man sich sehr bewusst sein und sehr aufmerksam in sich hineinhorchen. Jede Woche und jeder für sich.

  8. Philipp sagt:

    Da ihr das in eurem Artikel behauptet, solltet ihr da wohl eher ne Studie parat haben als ich.

    1. Dr. med. Dominik Dotzauer sagt:

      Warum? Du hast behauptet, dass „Alkoholeinnahme eine Verlangsamung des Stoffwechsels produziert“. Dementsprechend musst du erstmal Evidenz dafür anführen.

      „Rosa Elefanten kämpfen mit gelben Eisbären in der Arktis. Findet mir eine Studie, die die Nichtexistenz belegt! Sonst stimmt das.“ Siehst du das Problem?

      „Eine Studie parat haben“ ist auch keine wissenschaftliche Vorgehensweise. Du musst die gesamte verfügbare Evidenz verstehen und analysieren. Mit einem Link jmd. „totzuschlagen“, ist zwar im Internet sehr beliebt. Aber ultimativ nicht hilfreich. Es kommt dann immer zum „für jede Studie gibt es eine Gegenstudie“ und dann hält jeder an seiner Meinung fest.

    2. chris sagt:

      Philipp, wenn dich interessiert, was da mit reinspielt, weshalb immer derjenige etwas belegen, bzw falsifizieren muss, der etwas behauptet: gibts – abgesehen von den sehr eindrucksvollen gelben Eisbären und roten Elefanten ;) das klassische Beispiel der „Schwarzen Schwäne“: http://en.wikipedia.org/wiki/Falsifiability oder den kurzen Text im Schwanbildkasten beim dt. Wiki-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Falsifikationismus

  9. Philipp sagt:

    Müsste nicht durch die Alkoholeinnahme und die dadurch hervorgerufene Verlangsamung des Stoffwechsels der Tagesumsatz sinken?

    1. Dr. med. Dominik Dotzauer sagt:

      Welche Evidenz zeigt denn dieses Absinken des Tagesumsatzes konkret? (nicht ein populärwissenschaftlicher Artikel, sondern eine wissenschaftliche Untersuchung)

  10. susanne sagt:

    Hallo,

    ich versuche seit ca. 10 Wochen mit fett- und kohlehydratarmer Kost abzunehmen. Ich mache dreimal die Woche Sport, nehme bis spätestens 15 Uhr Kohlenhydrate zu mir und esse am Abend höchstens entweder einen Salat, einen Frischkäse oder ein Ei, aber ich trinke eben gerne mal 2 Gläser Wein. Nach eurem Artikel nach zu urteilen, dürfte ich ja kein Fett einlagern und abnehmen, jedoch tut sich bei mir nichts auf der Waage, woran kann das liegen?

    1. Dr. med. Dominik Dotzauer sagt:

      Nein, das sagt der Artikel nicht so aus. Lies bitte: https://fitness-experts.de/abnehmen + alle Artikel drumherum.

      Die Waage ist nur ein sehr grober Indikator um Fortschritte zu messen.
      Es ist egal bis wann du Kohlenhydrate zu dir nimmst. Am Ende zählt vor allem anderen die Bilanz und dass die Diät gut in dein Leben passt.

  11. marina sagt:

    vielen vielen dank für diese tipps! bin schon seit längerem auf der suche nach einer methode, bei der ich abnehmen und trinken kann; denn es kommt schon mal vor dass mehr konsumiert wird
    trotzdem gibt es leute, wie z.b. meine fitnesstrainerin, die mir schon den hals umdreht, wenn ich nur ein bier trinke…
    Jetzt hab ich noch eine frage: Ihr schreibt oben Wein und Schnapps. Ist es nicht besser, Bier anstatt anderes zu trinken?

    1. Dr. med. Dominik Dotzauer sagt:

      Nein.

    2. Jürgen Sander sagt:

      Nein, siehe meinen Text weiter oben vom 14. Januar. Bier macht jede Diät zunichte, seit ich komplett auf Bier verzichte bin ich ohne weitere Änderungen meines Essverhaltens im Idealgewicht.

      1. Dr. med. Dominik Dotzauer sagt:

        Es ist nicht spezifisch das Bier bzw. der Alkohol dadrin. Es ist die Tatsache, dass du jetzt dauerhaft weniger Energie zu dir nimmst. Genau durch solche Annekdotenbasierte Evidenz wie deine Erfahrung entsteht ja der Mythos. Es gibt viele Leute, die gerne Bier trinken (auch in der Diät) und großartige Erfolge haben – weil sie auf den Rest des Trainings und der Ernährung achten. Verständlich, dass du dich jetzt sehr davon überzeugt fühlst, dass jeder das Bier weglassen sollte. Es hat ja für dich geklappt. Aber es ist keinesfalls die beste Lösung für alle Leute einfach Bier/Alkohol wegzulassen. Das wäre so als würde jemand als Schreiner Geld verdienen und meint alle müssten ab jetzt so ihr Geld verdienen. Nur so kann man Geld verdienen. Du merkst wie absurd das ist?

      2. chris sagt:

        Bier oder anderer Alkohol hat eben nichts inhärent Magisches, das die Naturgesetze außer Kraft setzt. Die da wären Kalorienzufuhr du nimmst ab!

        Er hat selbst ein paar Kalorien, regt den Appetit an; nach höheren Dosen lässt er einen schonmal die guten Ernährungsvorsätze über Bord werfen und den Muskelaufbau die nächsten Stunden stören. Nur wissen wir das ja alles, und können es geschickt umschiffen. :)

      3. chris sagt:

        Da hat der code was verschluckt: „Kalorienzufuhr kleiner als Kalorienverbrauch bedeutet: du nimmst ab!“

  12. Bianca Nagl sagt:

    Ich danke für die guten Tipps oben! Hab mit eurer „Strategie“ auf 6 mon. 18kg verloren ohne Fitness-Studio und so kram.
    Fett mercie

  13. Jürgen Sander sagt:

    Für mich ist das absolut kein Mythos und mir stehen eigentlich die Haare zu Berge wenn ich lese was hier geschrieben wird.
    Ich gehe seit Jahren regelmäßig 2 mal in der Woche schwimmen, fahre häufig mit dem Rad (8 KM) in die Firma und fahre im Winter so oft es geht Ski, versuche mich ausgewogen und gesund zu ernähren und verzichte eigentlich schon ewig Abends auf Kohlenhydrate. Trotzdem hatte ich Gewichtsprobleme und lag zeitweise bis 15 Kg über meinem Idealgewicht. Ich hab zweimal mühsam versucht mit Diäten abzunehmen, und hatte damit nur kurzzeitigen, mäßigen Erfolg. Mein Problem war eindeutig Bier ! Ich habe fast täglich nach Feierabend ein- bis zwei Flaschen Bier getrunken, am Wochenende zusammen mit meiner Frau oder Freunden kam auch mal Rotwein dazu (Spirituosen trinke ich nie). Vor rund zwei Jahren hab ich das Bier komplett weggelassen (ein, oder zwei Gläser Rotwein am Wochenende trinke ich aber noch) und ohne jede weitere Änderungen in meinen Essgewohnheiten, oder Aktivitäten, war ich ein halbes Jahr später im Idealgewicht und fühle mich seitdem bestens. Soviel meinerseits zum Thema Alkohol und Abnehmen.

    1. Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V. sagt:

      Dann hast du wohl mit dieser Änderung deiner Trinkgewohnheiten deine Kalorienzufuhr dauerhaft nach unten verschoben.
      Wenn du dauerhaft 500 kcal mehr oder weniger pro Tag zu dir nimmst, kann das ziemlich genau den Unterschied zwischen 15 kg haben oder nicht haben ausmachen.

  14. Sahasrahla sagt:

    Es wird ja immer gesagt, dass während Alkohol im Körper ist, die Fettverbrennung oder Fettabbau (was denn jetzt?) gehemmt/gestoppt wird. Aber der Logik nach, ist dies doch bei allen Nährstoffen der Fall, oder?

    Egal ob giftigen Alkohol der dem Körper keinen Mehrwert liefert, hochwertigste Proteine oder die besten Kohlehydrate aus Vollkorn – der Körper geht IMMER ZU ERST an den frei verfügbaren Kalorien, erst dann an die Reserven.

    Und wenn ich 3000 Kalorien pro Tag brauche bzw. verbrauche, dann brauch ich sie doch. Der Körper kann weder Energie herzaubern noch lässt er sie verschwinden. Gesetze der Thermodynamik.
    Oder habe ich ein falsches Verständnis vom Stoffwechsel?

    Irgendwie liest man überall, dass ein Tropfen Vodka reicht und schon setzt alles an… ?.? Mythos?

    1. Dr. med. Dominik Dotzauer sagt:

      Du verstehst das richtig.

      Ja, klar ist das ein Mythos. Geht das aus obigem artikel noch nicht klar genug hervor? Was kann man verbessern, damit es klar wird?

  15. Steff sagt:

    Danke für die schnelle Antwort :-) dachte mir schon das es so klappt , dann brate ich mir wohl jetzt immer Pute vor :-)

    Ich denke auch das es besser ist am nächsten Tag nur Eiweiß zu essen , da man ja noch Rest Alkohol im Blut hat . Dabei dann noch Trainieren und es kann nichts schief gehen .

  16. Steff sagt:

    Finde den Artikel echt klasse , genau nach so einem habe ich gesucht , finde es Super das man trotz Alkoholkonsum nicht auf sein Sixpack verzichten muss. Es steht ja überall das es unmöglich ist aber endlich mal ein Artikel wo auch beschrieben wird das es doch möglich ist , zumindest was die Fett Zunahme angeht . Mal angenommen ich habe ein Gesamtumsatz von 2100kcal und trinke an einem Wochenendtag 3 L Bier (ca.1200kcal) esse dabei 700g Pute ( ca.750 kcal ) sind zusammen 1950kcal würde ich trotzdem Fett ansetzten oder sogar noch „abnehmen“ weil ich ja 150 Defizit hätte . Die frage würde mich mal interessieren . Super Artikel weiter so !!!

    1. Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V. sagt:

      Nein, bei deinem Beispiel würdest du kein Fett ansetzen. Energie kann nicht aus nichts entstehen.

      Viele machen eher folgendes: Ihren normalen Tagesumsatz essen (bspw. 2100 kcal) + 3 L Bier (1200 kcal) + noch ein paar Snacks (800k kcal) + McDonalds am frühen Morgen (1000 kcal).
      Und dann nimmt man auch zu.

  17. Dirk sagt:

    Ich finde Alkohol einfach ekelhaft. Trinke ihn gelegentlich nur aus gesellschaftlichem Druck. Gut wenn ich mit dem Auto unterwegs bin. Da habe ich dann eine akzeptierte Ausrede keinen trinken zu müssen.

    So geringe Mengen wie z.B. in Bananen stört mich nicht; ich esse gerne Bananen. Aber die bekannten alkoholischen Getränke schmecken mir nicht. Auch in Kuchen oder in Bratensoße mag ich kein Alkohol. Kann nicht verstehen, was viele Leute an Alkohol gut finden.

    1. Dr. med. Dominik Dotzauer sagt:

      Alkohol ist auch ein soziales Schmiermittel und in geringen Mengen sogar gesünder (Kardiovaskuläre Gesundheit) als vollkommene Abstinenz. Ist eine Frage des persönlichen Geschmacks – genauso wie manche lieber Psychologie als Bauingenieurwesen studieren.

  18. Bor Chok sagt:

    Das ist wahrlich das Fundierteste was ich über Alkohol und Diät gelesen habe. Während andere „Expertenseiten“ pauschal Alkohol verdammen, ohne richtig konkret einzugehen was Alkohol im Körper bewirkt, habt Ihr schlüssig Details über das Vorgehen im Körper aufgezählt und wirklich für jeder Mann verwendbare Anleitungen wie man die genüssliche Diätkiller für jedermann vorher abschwächen kann.

    Hut ab!

    Es gibt aber auch überall Leserkritiker, die Alkohol verdammen und es als menschlicher Schwäche darstellen, will man sich in geselliger Runde eine genehmigen. Alkoholische Getränke gehört seit Menschengedenken zur Kulturgut, sogar in den abgelegensten Urwälder brauen sich Menschen gegärte Getränke zusammen und trinken das in geselliger Runde. Wenn jemand Alkoholkonsum für sich nicht missen will, dann ist es seine Sache. Es zeugt eher von Willensstärke bewusst davor KH und Fette vermindern, und geplant ein paar Schnäpse oder Gläser Wein am Abend zu genehmigen. Das steigert die Vorfreude.

    Wenn man allerdings ein paar Bier trinkt und zu McDoof geht, wird natürlich ein Rückschlag erleben. Aber wenn man innerlich vorher sein eigenes Okay dafür gibt … so what, für manche lohnt es sich mal eine Woche strenger Diät dafür einzuhalten ;-)

    1. Dr. med. Dominik Dotzauer sagt:

      Super! Freut uns sehr, dass dir der Artikel gefallen hat!

    2. Alex sagt:

      Sogar unsere Vorfahren, die Affen, essen überreife Früchte, um sich mal einen zu „genehmigen“.

      DIeser Wirkstoff passt halt zu unserem GEhirn. Wer es verdammt, ist ein Idiot und weiß nicht woher er/sie kommt.

      Übermäßigen Konsum sollte man vermeiden, aber ist das nicht mit allen schönen Dingen so?

  19. Stefan sagt:

    Kann man grundsätzlich sagen, ob es besser ist an Trainingstagen oder an nicht-Trainingstagen zu trinken? Ich werde am Wochenende auf einem Geburtstag sein und überlege schon die ganze zeit, ob ich wie sonst Freitag morgens trainieren soll oder das Training auf den Vortag oder Folgetag verschieben sollte.
    Mfg Stefan

  20. Rob sagt:

    Erstmal danke für die vielen guten und fundierten Hinweise auf dieser und anderer Seite hier! Toll gemacht. Nun zum eigentlichen Kommentar:

    Ein besonders hinterhältiger Nebeneffekt von Alkohol wenn es ums Abnehmen geht ist seine appetitanregende Wirkung. Daher wird er z. B. vor größeren Mahlzeiten auch gerne als Aperitif genommen. In größeren Mengen gibt das dann eher einen Heißhunger auf Fettiges, gerade wenn man in einer Diätphase ist. Den K.O. verschafft einem letztlich dann die enthemmende Wirkung, so dass man sich um 2 Uhr morgens wider Willen doch bei der Frittenbude den Bauch vollschlägt.
    Fazit: Strategie 2 ist möglich, aber nur für die aller charakterstärksten unter uns.. ;)

    1. Dr. med. Dominik Dotzauer sagt:

      Oder wenn du dir den Ausrutscher schwerer machst. Dann brauchst du weniger Willenskraft. ;)

      Bzw. du siehst es als Training deiner Willenskraft, die du dann in anderen dir wertvollen Dingen einsetzen kannst.

  21. Al sagt:

    Ich vermisse in dem Artikel den Hinweis auf den negativen Effekt Alkohols auf die Proteinbiosynthese. Alokohl stoppt bzw. reduziert nicht nur den Fettabbau, sondern auch den Muskelaufbau. Was sich wiederum negativ auf den Fettabbau auswirkt.

    Man sieht in den Studios hunderte junge Männer mit den besten Anlagen, die eigentlich nicht schlecht trainieren und sich wahrscheinlich auch gut ernähren, aber jeden Fortschritt mit Alkohol zunichte machen.

    Wer nur von den Kalorien und vom Fett her denkt, denkt meiner Ansicht nach zu kurz.

    1. Dr. med. Dominik Dotzauer sagt:

      Nein.
      Du müsstest die konkreten Effekte in Vivo sehen. Und das tun wir nicht. Diese jungen Männer (die gut trainieren und sich gut ernähren und gut schlafen und dann mit etwas Alkohol ihre Resultate komplett verhindern) möchte ich sehen. Sind mir nie begegnet.

      Und die Forschung spricht sich auch nicht für einen signifikanten Effekt auf die MPS aus: http://www.leangains.com/2010/07/truth-about-alcohol-fat-loss-and-muscle.html

      1. Al sagt:

        Ich finde es gut, dass ihr Eure Ansichten verteidigt, aber frei nach Rippetoe, es gibt Ansichten die wissenschaftlichen untermauert zu sein scheinen, aber in der Realität einfach nur Schwachsinn sind.

        Es dürfte durchaus der Wahrheit entsprechen, dass LC-Getränke besser sind – kann jeder der mal ketogen gelebt hat nachprüfen – aber Alkohol dahingehend zu „timen“, dass man sich mal ordentlich zuballern kann, halte ich für verfehlt. Das macht ihr nicht, aber viele Typen um die 20 werden genau das denken.

        Ich bin kein Bodybuilder, kein Alkoholfeind, aber Eure Begründung ist einfach fahrlässig. In der Regel sind Eure Tipps gut und auf dem neuesten Stand, aber Alkohol ist ein Muskelfeind. Feinde muss man ausschalten, ein Waffenstillstand ist für Pussies! :-P

    2. Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V. sagt:

      In diesem Artikel geht es 1. um Alkohol und Fettabnahme.
      Du unterstellst dass sich der nicht vorhandene Muskelaufbau negativ auf den Fettabbau auswirken würde. Schon hier hake ich gleich mal ein: Der Muskelaufbau ist für die Fettabnahme relativ irrelevant. Die Vorstellung 1kg Muskelmasse würde 50-100 kcal pro Tag verbrauchen ist eine Behauptung aus Bodybuilderkreisen. Wissenschaftliche Untersuchungen kommen auf 13 kcal / kg Muskelmasse. Hier mehr: https://fitness-experts.de/abnehmen/training-noetig-um-abzunehmen

      Man sieht in den Studios hunderte junge Männer mit den besten Anlagen, die eigentlich nicht schlecht trainieren und sich wahrscheinlich auch gut ernähren, aber jeden Fortschritt mit Alkohol zunichte machen.

      Das nimmst du einfach mal, weil du sehen willst, was du du glaubst. Siehe dazu was Dominik geschrieben hat.
      Was ich oft sehe sind Leute mit völlig ungeeignetem Trainingsplan, einer schlechten Ernährung und ordentlichem Alkoholkonsum. Das Resultat ist das Selbe wie du siehst.

      1. Al sagt:

        Ich habe nie etwas von 50-100 kcal geschrieben. Aber dennoch, selbst bei 70kg FFM wären das nach Deiner Rechnung pro kg etwa 3.500 kcal pro Jahr, also ein halbes Kilogramm Körperfett. Wenn man schon argumentiert, dann in den richtigen Zeiträumen. Grüner Tee erhöht den Tagesumsatz um 70 kcal, was aber 25.500 kcal, also über 3 Kilogramm Körperfett entspricht.

        Wer immer nur in kleinen Schritten denkt, wird niemals groß.

      2. Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V. sagt:

        Al dein Engagement gegen den Alkohol in allen Ehren. Aber ich denke wir wollen nicht unseren Artikel verteidigen, sondern einfach nur das was wir beobachten und auf Grund unseres Blicks auf das große Ganze schlussfolgern.

        Ich habe nur den Kcal-Verbrauch von Muskelmasse auf Grund dieses Satzes angeführt

        Alokohl stoppt bzw. reduziert nicht nur den Fettabbau, sondern auch den Muskelaufbau. Was sich wiederum negativ auf den Fettabbau auswirkt.

        Aber lassen wir das mal dahingestellt. Das, was du beim Muskelaufbau sagst, ist genau das, was wir beim Fettabbau widerlegen wollen. Nämlich dass der akute Effekt im Großen und Ganzen nicht so entscheidend ist.
        Ja die Lipogenese ist bei Alkoholkosum unterdrückt, ist das im Gesamtbild wichtig? Nicht wirklich.

        Ich kenne einige Leute, die sich jede Woche 1-2 mal die Kante geben und mit sonst gutem Training und Ernährung top aussehen. Ist das optimal? Vermutlich nicht. Geht es trotzdem? Scheint so.

        Uns geht es um eine gemäßigte Sichtweise. Fitness ist nicht alles im Leben. Und für viele geht es darum wie sie mehrere Ziele vereinen können (soziales Leben & Fitness bspw.).

        Und für die, die das unter einen Hut bekommen wollen haben wir in diesem Artikel ein paar Strategien zusammengestellt (wichtig: es geht hier primär um die Fettabnahme).

        Wir schreiben sogar extra:

        Führe dieses Protokoll nicht öfter als 1 Mal pro Woche aus. Es ist kein Freifahrtschein, um sich jeden Tag zu betrinken. Es geht darum, wie du einen feuchtfröhlichen Abend mit deinen optischen Zielen vereinbaren kannst und damit auf nichts verzichten musst.

  22. Suse sagt:

    Hallo,
    ich mach gerade die HSD und würde am Wochenende gerne mal ein, zwei Gläser Wein trinken.
    Wenn ich jetzt an diesem Tag einen Trainingstag habe, kann ich dann die vorgeschriebenen KH (Refeed) auch teilweise in Form von Wein zu mir nehmen oder geht das nur mit fester Nahrung?

    1. Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V. sagt:

      Nein, du kannst die KHs nicht durch Alkohol ersetzen. Aber du kannst einfach für dich beschließen, dass 1-2 Gläser Wein im Gesamtkontext gesehen nicht viel ausmachen.
      Hast eben dann 400 kcal mehr. Aber wie viel macht das aus schon bei 10000 kcal oder mehr Defizit pro Woche?

      1. chris sagt:

        wobei 400kal die traditionellen zwei viertel wein sind, also 2*250ml. die gastronomie schenkt ja inzwischen schon 100ml (80kal) einheiten wein aus für vorsichtige und zur gewinnsteigerung ;)

  23. Jana sagt:

    Hallo!
    Was haltet ihr eigentlich von Getränken wie Cola Zero oder jetzt auch neu Red Bull Zero? Generell und während einer Diät?
    LG Jana

    1. Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V. sagt:

      Wir sehen kein großes Problem mit kalorienfreien Limonaden, sowohl generell als auch während einer Diät.
      Vermutlich hast du irgendwo gelesen, dass Diätlimonaden dick machen oder ähnliches?

      Für mehr Hintergrundinfos: http://examine.com/faq/is-diet-soda-bad-for-you.html

  24. andreas sagt:

    hi,
    es ist gut das dieses thema angegangen wurde.
    nun zu mir ich habe in 4 monaten 18 kg abgenommen mit bier und gutes essen, proteine, ohne kohlenhydrate aus mehlen, kartoffeln, reis und sonst viel gemüse gedünstet und rohkostsalate. habe zum bier essen vermieden. natürlich hab ich ein knackiges progressives widerstandstraining im studio gemacht, als wenn ich muskelaufbau betreibe. 4x die woche für 45 min ohne cardio.
    mfg
    andreas

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