Magnesium – Wirkung, Studien, Einnahme
Geschrieben von Johannes Steinhart (M.Sc. Biomedizin & Ernährungswissenschaften)
Wie viel Magnesium brauchst du?
Die empfohlene Magnesiumzufuhr der DGE liegt bei ca. 300-400 mg / Tag.1https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/magnesium Link Ca. 1/3 der Bevölkerung erreicht diesen Wert nicht.
Ob man als Sportler einen höheren Bedarf an Magnesium hat, ist spekulativ, kann aber vermutet werden.
Welche Lebensmittel enthalten viel Magnesium?
- Grünes Gemüse (sehr viel),
- Nüsse, Samen und Vollkornprodukte (viel),
- Hülsenfrüchte, Früchte, Fleisch und Fisch (mittel),
- Milchprodukte (wenig).2Jahnen-Dechent W, Ketteler M. Magnesium basics. Clin Kidney J. 2012 Feb;5(Suppl 1):i3-i14. doi: 10.1093/ndtplus/sfr163. PubMed PMID: 26069819; PubMed Central PMCID: PMC4455825.
Schau in unserer Liste magnesiumreicher Lebensmittel für mehr Details.
Von dem Magnesium in deiner Ernährung nimmst du ca. 20-30% auf.3Siener R, Hesse A. Influence of a mixed and a vegetarian diet on urinary magnesium excretion and concentration. Br J Nutr. 1995 May;73(5):783-90. PubMed PMID: 7626596. Link Aus grünem Blattgemüse werden sogar 40-60% resorbiert.4Schwartz R, Spencer H, Welsh JJ. Magnesium absorption in human subjects fromleafy vegetables, intrinsically labeled with stable 26Mg. Am J Clin Nutr. 1984Apr;39(4):571-6. PubMed PMID: 6711467. Link
Was ist die beste Form von Magnesium-Supplementen?
Magnesiumcitrat und Aspartatformen haben die höchste Bioverfügbarkeit. Im Gegensatz zu Magnesiumoxid, was du z.B. in den Brausetabletten der Discounter findest.Die Bioverfügbarkeit gibt an, in welchem Umfang der Stoff aufgenommen (resorbiert) wird und am Wirkort (Blutkreislauf) zur Verfügung steht.
Magnesiumoxid wird von den Herstellern gerne verwendet, da man relativ viel Magnesium in kleine Tabletten pressen kann und es sehr billig ist. Magnesiumoxid wird größtenteils wieder ausgeschieden und wird deswegen in der Medizin auch als Abführmittel verwendet.
Für die Wahl des richtigen Magnesium-Supplements musst du auf den Verpackungen nach „elementarem Magnesium“ schauen. Das ist die Menge an reinem Magnesium unabhängig von der genauen Form. Im Anschluss sagt dir die jeweilige Bioverfügbakeiten, wie viel davon in deinem Blut ankommen wird.
Bioverfügbarkeit von Magnesiumformen:
- Magnesiumoxid: 4-5%5Firoz M, Graber M. Bioavailability of US commercial magnesium preparations. Magnes Res. 2001 Dec;14(4):257-62. PubMed PMID: 11794633. Link
- Magnesiumcitrat: 25-30%6Lindberg JS, Zobitz MM, Poindexter JR, Pak CY. Magnesium bioavailability from magnesium citrate and magnesium oxide. J Am Coll Nutr. 1990 Feb;9(1):48-55. PubMed PMID: 2407766 Link7Walker AF, Marakis G, Christie S, Byng M. Mg citrate found more bioavailable than other Mg preparations in a randomised, double-blind study. Magnes Res. 2003 Sep;16(3):183-91. PubMed PMID: 14596323. Link
- Magnesium L-Aspartat: Bioverfügbarkeit höher als Mg-Oxid, geringer als Mg-Citrat
- Magnesium Monoaspartat: 40% 8Ranade VV, Somberg JC. Bioavailability and pharmacokinetics of magnesium after administration of magnesium salts to humans. Am J Ther. 2001 Sep-Oct;8(5):345-57. Review. PubMed PMID: 11550076 Link
- Magnesium Orotate: Keine Daten vorhanden zum aktuellen Zeitpunkt.
Nicht sicher, welcher Ansatz für dich der richtige ist?
Aus Sicht der Bioverfügbarkeit greifst du daher am besten zu Magnesium in Form von Citrat, Monoaspartat oder auch L-Aspartat.
365 x 400 mg elementares Magnesium.
Entspricht 1000 x 200 mg elementarem Magnesium – einfach in Wasser auflösen.
Falls du andere Produkte kaufst, achte darauf, dass die Hersteller oft die Menge pro Tagesration angeben, für die du dann 2-3 Tabletten benötigst. So werden aus 180 Kapseln schnell mal nur 60 oder 90 Rationen.
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