Insulinsensitivität einschätzen

Johannes Steinhart, M.Sc.
Aktualisiert: 10. Dezember 2025
Johannes Steinhart·Biomedizin (M.Sc.) & Trainer (DFLV)

Im Anschluss an der Artikel „Was ist die Insulinsensitivität?“ soll hier eine Methode beschrieben werden, wie man herausfinden kann, ob man eine niedrige oder hohe Insulinsensitivität hat.

Leider gibt es keine praktikable Möglichkeit, außer mit Blutanalyesen, die persönliche Insulinsensitivität oder die ausgeschüttete Insulinmenge direkt zu messen. Es gibt allerdings Möglichkeiten die Zeichen einer hohen oder niedrigen Insulinsensitivität zu erkennen und somit auf die eigene Insulinsensitivität schließen zu können. Dabei richtet man ein Hauptaugenmerk auf die Reaktion des Körpers bei einer kohlenhydratreichen Ernährung.

Zwei einfache Fragen helfen weiter:

1.) Wie fühlst Du dich kurz nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit*?

a) energiegeladen/ fokusiert und aktiv? b) eher müde und aufgebläht?

2.) Wie fühlst Du dich einige Zeit nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit*?

a) über mehrere Stunden auf einem stabilen Energieniveau? b) oder fällst du innerhalb kurzer Zeit in ein Energieloch, wirst schläfrig und bekommst Hunger?

*Beispielsweise: Ein Teller Nudeln, Kartoffeln oder Reis

Die Antworten a) deuten auf eine hohe Insulinsensivität, die Antworten b) auf eine niedrige Insulinsensitivität.

Falls die Antworten b) auf dich zutreffen und zusätzlich ein oder mehrere der folgenden Gesundheitsprobleme auf zutreffen, kannst du von einer schlechten Insulinsensivität ausgehen:

  1. Übergewicht, vor allem Bauchfett
  2. Bluthochdruck (≥ 140/90 mmHg)
  3. erhöter Nüchternblutzucker (> 110 mg/dL)
  4. schlechte Blutfettwerte (Triglyceride > 150 mg/dl)

Dies sind die Risikofaktoren eines metabolischen Syndroms, mit Insulinresistenz als Leitsymptom.

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