Der Sixpack ist hauptsächlich durch einen niedrigen Körperfettanteil sichtbar. Durch Training lassen sich die Bauchmuskeln vergrößern und auch die Genetik spielt eine Rolle.
Diese 3 Faktoren bestimmen hauptsächlich, ob du einen Sixpack hast bzw. ob dieser auch sichtbar ist. Der Körperfettanteil ist mit Abstand der wichtigste Faktor.
Ab welchem KFA habe ich einen Waschbrettbauch?
Bei Männern: < 10-12 % KFA
Bei Frauen: < 18-20% KFA
Das sind aber nur Richtwerte. Die Fettverteilung kann zwischen Individuen sehr stark variieren. Manche haben sehr gleichmäßige Fettverteilung oder sehr ungleichmäßig (z.b. nur am Bauch). Das macht es je nachdem einfacher oder schwerer.
So sehen unterschiedliche Körperfettanteile aus:
Körperfettanteil Männer
Willst du einen sichtbaren Sixpack, musst du deinen KFA entsprechend senken.
Zusätzlich kannst du mit gezieltem Training deiner Bauchmuskeln diese besser sichtbar machen.
Bauchmuskeltraining: wie genau?
Der Bauchmuskel ist ein Muskel wie jeder andere auch. Wenn du ihn zur Hypertrophie anregen willst, trainieren ihn mit schweren Gewichten.
Als Richtwert eignet sich 2 x/ Woche (oder zumindest jeden 5.Tag), 2-4 Sätze mit 8-12 Wiederholungen. Am besten nach der auf den unteren Körper fokussierten Trainingseinheit.
Erst am Ende der Trainingseinheit: Da die Bauchmuskeln bei vielen schweren Grundübungen stabilierend wirken, ist es sinnvoll diese erst am Ende des Trainings direkt zu belasten. Damit vermeidest du eine unsaubere Übungsausführung der großen Übungen, die zu Verletzungen führen kann.
Welche Übungen? Schwere Crunches sind generell absolut ausreichend als Isolationsübung. Viele verschiedene Bauchübungen sind fast immer nur verschwendete Zeit, sofern du nicht für eine spezielle Sportart trainierst.
Gute Ausführung:
Wie Muskeln erhalten in einer Diät?
Wenn du abnehmen willst und dabei deine Muskulatur erhalten willst (in diesem speziellen Fall hier vor allem die Bauchmuskulatur) hälst du dich an folgenden Artikel:
Warum wird soviel Unsinn über Sixpack Training verbreitet?
Irrsinnig viele Wiederholungen, verschiedenste Übungsvariationen … Unsinn sieht man an jeder Ecke.
Warum ist das so?
Wenn dir jemand die magische Formel verkaufen will, sollte es sich nach Möglichkeit nicht zu simpel anhören. Deswegen werden die wildesten Trainingsprogramme und Spezialmethoden erfunden, die nicht nur totale Zeitverschwendung sind, sondern oft nicht einmal funktionieren.
Es ist ein hochemotionales Thema. Sixpacks werden gerne mit Attraktivität gleichgesetzt (obwohl man sie unter der Kleidung gar nicht sehen kann). Wir verhalten uns alle irrational bei emotionalen Themen – und unsere Brieftaschen sitzen dann meist auch lockerer.
Es ist schwer Fortschritte zu sehen bis du runterdiätet hast. Bei einer Schulterübung siehst du Fortschritte eher als bei einer Bauchübung, da sich dort von Natur aus viel weniger Fett unter der Haut befindet.
So bekommst du einen Sixpack
Du siehst einen Sixpack bei einem geringen Körperfettanteil (Männer <10%, Frauen <20%) je nach Veranlagung. Durch hypertrophierte (durch Training zum Wachsen gebrachte) Bauchmuskeln siehst du sie schon etwas früher oder ausgeprägter.
1.) Senke deinen Körperfettanteil durch intelligente Diäten!
Regelmäßig mit einem sehr guten Trainingsplan trainieren (empfehlenswerte findest du hier). Dieser enthält meist schon verschiedenste Arten von Bauchmuskeltraining.
Ein paar Sätze direktes Sixpacktraining – bspw. 2-4 Sätze Crunches mit 8-12 Wiederholungen – kannst du ans jeden jedes anderen Trainingsplanes stellen.
Lass unnötigen Übungen weg. Sind nur Zeit- und Energieverschwendung.
Autor
Johannes Steinhart
Biomediziner (M.Sc.) und Trainer der deutschen Fitnesslehrervereinigung
Seine Mission: Abnehmen, Muskelaufbau und Gesundheit verständlich und praxisnah vermitteln – ohne Bullshit und Mythen.
Johannes ist Gründer von science-fitness.de und erreicht jährlich über 2+ Mio. Leser.
Super hilfreich erklärt. Wirklich riesen Dank an Sie!
Gerd und Christine Spranger•
Vielen Dank für Ihre guten Gedankenanstöße zum Abnehmen. Ohne es selbst wirklich zu wollen fällt es sehr schwer abzunehmen. Also bei uns war es so, dass wir zuerst selbst davon überzeugt sein mussten, es wirklich ernst zu meinen mit dem Abnehmen. Zu verlockend sind die täglichen Leckereien aus dem Supermarkt, vom Bäcker oder sonst wo.
Das größte Problem beim Abnehmen ist: Sich nicht ablenken lassen von dem Entschluss. Wer sich mit Essen selbst gern belohnt, hat es besonders schwer. Bei uns war das so. Wir mussten uns einen Ersatz für das gute Essen überlegen, das unser Belohnungszentrum im Gehirn stattdessen aktivierte.
In unserem Fall war es Sport. Wir nutzten jede Gelegenheit, um etwas für unseren Body und unsere Gesundheit zu tun. Wir gingen abends hinaus zum Walken, am Wochenende auf die Berge und wenn schlechtes Wetter war, machten wir zuhause Gymnastik.
Aber das alles bewirkte noch nicht das Abnehmen bei uns. Am Wichtigsten war die Ernährungsumstellung und zwar so, dass wir sie auch durchhalten konnten. Dazu gehörte es, dass das Essen auch weiterhin gut schmecken sollte. Irgendetwas essen wollten wir nicht. Da wir Genussmenschen sind, sollte die Ernährungsumstellung unseren Geschmack treffen.
Eines war klar: Wir verzichteten von nun an auf Alkohol, Zucker und Fertiggerichte. Es sollten nur noch frische, selbst zubereitete Lebensmittel auf den Tisch. Und für den kleinen Hunger zwischendurch gab es bei uns Studentenfutter, Joghurt oder Obst.
Natürlich achteten wir auch darauf, bewusst zu essen und nicht nebenbei schnell etwas in uns hineinzustopfen. Das war manchmal schwierig, weil unser Alltag – wie bei vielen anderen Menschen – sehr stressig ist. Wir schafften es langsam, über Wochen, 4 Kilo abzunehmen. Noch heute achten wir auf eine gesunde und natürlich Ernährung. Es gibt gesündere Phasen und ungesündere. Bis heute ist das so.
Roman•
Hallo!
Stimmt es, dass schnelles Abnehmen dazu führt, dass mehr lose Haut übrig bleibt? Ist lose Haut bei größeren Gewichtsverlusten überhaupt vermeidbar?
LG
Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V.•
Lose Haut hat erst mal nichts mit der Abnehm-Geschwindigeit zu tun. Dafür ist selbst „schnelles Abnehmen“ immer noch zu langsam.
Bei großen Gewichtsverlusten gibt es verschiedene Szenarien. Manchmal bildet sich dich Haut über viele Monate zurück. Manchmal hilft nur ein operativer Eingriff. Ist alles sehr individuell -> Alter, Genetik usw.
Roman•
Tausend Dank für die Antwort, lieber Johannes. Im Internet habe ich nämlich immer wieder von besagter Behauptung gelesen. Eine Behauptung, die ich für mich wieder einmal als „pseudowissenschaftlichen Klatsch der übelsten Sorte“ verbuche. :-)
LG
Petko•
Guter Artikel, Danke
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Etwas Neues kommt — speziell für alle 50+
Keine Influencer-Tipps von 25-Jährigen. Evidenzbasiert. Du erfährst es zuerst.
Super hilfreich erklärt. Wirklich riesen Dank an Sie!
Vielen Dank für Ihre guten Gedankenanstöße zum Abnehmen. Ohne es selbst wirklich zu wollen fällt es sehr schwer abzunehmen. Also bei uns war es so, dass wir zuerst selbst davon überzeugt sein mussten, es wirklich ernst zu meinen mit dem Abnehmen. Zu verlockend sind die täglichen Leckereien aus dem Supermarkt, vom Bäcker oder sonst wo.
Das größte Problem beim Abnehmen ist: Sich nicht ablenken lassen von dem Entschluss. Wer sich mit Essen selbst gern belohnt, hat es besonders schwer. Bei uns war das so. Wir mussten uns einen Ersatz für das gute Essen überlegen, das unser Belohnungszentrum im Gehirn stattdessen aktivierte.
In unserem Fall war es Sport. Wir nutzten jede Gelegenheit, um etwas für unseren Body und unsere Gesundheit zu tun. Wir gingen abends hinaus zum Walken, am Wochenende auf die Berge und wenn schlechtes Wetter war, machten wir zuhause Gymnastik.
Aber das alles bewirkte noch nicht das Abnehmen bei uns. Am Wichtigsten war die Ernährungsumstellung und zwar so, dass wir sie auch durchhalten konnten. Dazu gehörte es, dass das Essen auch weiterhin gut schmecken sollte. Irgendetwas essen wollten wir nicht. Da wir Genussmenschen sind, sollte die Ernährungsumstellung unseren Geschmack treffen.
Eines war klar: Wir verzichteten von nun an auf Alkohol, Zucker und Fertiggerichte. Es sollten nur noch frische, selbst zubereitete Lebensmittel auf den Tisch. Und für den kleinen Hunger zwischendurch gab es bei uns Studentenfutter, Joghurt oder Obst.
Natürlich achteten wir auch darauf, bewusst zu essen und nicht nebenbei schnell etwas in uns hineinzustopfen. Das war manchmal schwierig, weil unser Alltag – wie bei vielen anderen Menschen – sehr stressig ist. Wir schafften es langsam, über Wochen, 4 Kilo abzunehmen. Noch heute achten wir auf eine gesunde und natürlich Ernährung. Es gibt gesündere Phasen und ungesündere. Bis heute ist das so.
Hallo!
Stimmt es, dass schnelles Abnehmen dazu führt, dass mehr lose Haut übrig bleibt? Ist lose Haut bei größeren Gewichtsverlusten überhaupt vermeidbar?
LG
Lose Haut hat erst mal nichts mit der Abnehm-Geschwindigeit zu tun. Dafür ist selbst „schnelles Abnehmen“ immer noch zu langsam.
Bei großen Gewichtsverlusten gibt es verschiedene Szenarien. Manchmal bildet sich dich Haut über viele Monate zurück. Manchmal hilft nur ein operativer Eingriff. Ist alles sehr individuell -> Alter, Genetik usw.
Tausend Dank für die Antwort, lieber Johannes. Im Internet habe ich nämlich immer wieder von besagter Behauptung gelesen. Eine Behauptung, die ich für mich wieder einmal als „pseudowissenschaftlichen Klatsch der übelsten Sorte“ verbuche. :-)
LG
Guter Artikel, Danke
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