
Xplode #ONE Trainingsplan
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Myo-Reps sind ein Rest-Pause-System, entwickelt von Borge Fagerli. Es ist eine Trainingsmethode für maximale Hypertrophie, die für fortgeschrittene Trainierende und darüber hinaus infrage kommt.
Freundlicherweise wurde FE die Erlaubnis erteilt, die Erklärung der Myo-Reps aus dem englischen Originalartikel anzubieten. In diesem Artikel sind noch einige Hintergründe zu finden, bevor die Myo-Reps genau erklärt werden. Wir steigen direkt mit dem Praxisteil ein:
Vereinfacht gesagt müssen wir ein ausreichend schweres Gewicht für eine ausreichende Anzahl von Sätzen und Wiederholungen ausreichend oft bewegen, um optimalen Muskelaufbau zu erzielen. Es gibt viele Möglichkeiten, dies zu erreichen. Myo-Reps sind ein sehr zeiteffizientes und produktives Werkzeug, das sich lohnt, im Repertoire zu haben.
Tipp: Verliebe dich nicht in EINEN Wiederholungsbereich oder EINE Trainingsmethode, wenn du maximale Ergebnisse erzielen willst. Geplante und strategische Variation, hohe und leichte Gewichte, hohes und niedriges Volumen, hohe und niedrige Frequenz sind erforderlich, wenn du maximale Ergebnisse willst. Aber das ist ein umfangreiches Thema und soll für spätere Artikel aufgehoben werden.
Schauen wir uns an, wie man ein Myo-Reps-Satz von Anfang bis Ende durchführt.
Ich empfehle 2-3 Aufwärmsätze mit progressiv ansteigendem Gewicht von 8-12 Wiederholungen vor dem Arbeitssatz. Damit wird eine neuronale Bereitschaft gewährleistet und zusätzliches Volumen erzielt. Außerdem bestimmst du mit diesem Satz dein Kraftniveau an diesem Trainingstag. (Mit leichten Gewichten kann man auch nach dem allgemeinen Aufwärmen direkt mit einem Myo-Reps-Satz beginnen.)
Beispiele (richtig):
Beispiele (falsch):
Schau dir den Unterschied zwischen traditionellem 3×20 Wdh.-Training gegenüber einem Myo-Reps-Satz an. „*“ bedeutet eine „effektive“Wiederholung:
Nun hättest du 54 Wiederholungen in 6 Minuten gemacht. 15 Wiederholungen davon waren „effektive“ Wiederholungen (= mit ausreichend hoher Muskelfaseraktivierung).
Nun ein Satz Myo-Reps:
So hättest du insgesamt 34 Wiederholungen in 2,5 Minuten gemacht. 29 Wiederholungen waren „effektive“ Wiederholungen.
Das Versprechen ist, Ermüdung gut zu managen und mehr Arbeit in weniger Zeit zu absolvieren. Daher müssen in einem Myo-Reps-Satz Wiederholungen und Pausenzeiten angemessen gemanagt werden.
Es gibt zwei Wege, um das Volumen zu regeln: Erstens kannst du eine Gesamtzahl an Wiederholungen für eine Übung festlegen. Ich empfehle mindestens 10 zusätzliche Wiederholungen nach dem Aktivierungssatz. Ein Beispiel: 12 +3 +3 +2 +2 (12 Wdh. Aktivierungssatz und insgesamt 10 Mini-Wiederholungen).
Ein leichteres Gewicht benötigt generell mehr Volumen: 20 +5 +5 +5 +5 +5 (20 +25), was ebenfalls ein sinnvoller Myo-Reps-Satz ist. Allgemein machst du einfach Mini-Sätze mit 2-5 Wiederholungen, bis du die Gesamtzahl an Wiederholungen erreichst.
Die zweite Vorgehensweise (von mir bevorzugt) ist Autoregulation. Dabei nutzt du einige Regeln, die die Gesamtzahl an Wiederholungen automatisch abhängig von deinem Befinden und deinem Erholungsgrad steuern.
Autoregulationsregeln:
Die ersten beiden Zahlen geben die Wiederholungen im Aktivierungssatz an. Die Zahl nach dem “+” zeigt, aus wie vielen Wiederholungen die Mini-Sätze bestehen.
Beispiel: 9-12 +3x sieht wie folgt aus: 100 kg x10 +3 +3 +3 +3 +2 – im letzten Satz war es nicht mehr möglich, alle 3 Wiederholungen zu absolvieren. Damit wird die Übung beendet.
So funktioniert Autoregulation:
Sagen wir, du hast gut geschlafen, gut gegessen und einen freien Tag gehabt. Du fühlst dich großartig und komplett erholt. Das 9-12 + 3x Protokoll würde dann so aussehen:
Aber wie würde es aussehen, wenn du in der Nacht davor beim Junggesellenabschied deines Bruders ein wenig zu viel getrunken hast, deine Freundin mit dir Schluss gemacht hat, die Katze vom Nachbarn dich wach gehalten hat und du schon seit 3 Monaten ein strenges Kaloriendefizit fährst? Eher so:
Weniger Arbeit zu verrichten, wenn deine Erholungs- und Adaptationsreserven beeinträchtigt sind, macht logisch und praktisch betrachtet sehr viel Sinn. Du wirst sehr wahrscheinlich das nächste Mal stärker zurückkommen (sofern du nüchtern bleibst, aufhörst abzunehmen und mit deiner Freundin wieder zusammenkommst) anstatt dich mit der gleichen Arbeitslast zu quälen, die du geplant hattest. Oder statt dich für dein Versagen mit mehr Arbeitssätzen und sogar Reduktionssätzen zu bestrafen.
Stimulieren, nicht zerstören, das ist die Devise.
Du wirst mit der Zeit bemerken, dass verschiedene Muskeln und Übungen unterschiedliche Erholungsraten und Volumentoleranzen haben. Wenn du immer etwas wie 8 +3+2 herausbekommst, empfehle ich folgende Anpassungen:
Wenn deine Erholungsgeschwindigkeit und deine Volumentoleranz außergewöhnlich gut ist und du einfach immer mit +3x weiter vorankommst, empfehle ich die gegenteilige Strategie: +4x, kürzere Pausen, näher am Muskelversagen arbeiten.
Übrigens kannst du auch mehr Wiederholungen im Myo-Reps-Satz machen, indem du deinen Bewegungsradius verkürzt und Teilwiederholungen machst.
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