Ist Fleisch wirklich schlecht fürs Klima?

Aug, 2022

Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V.

“Weniger Fleisch für’s Klima”. Diese Forderung ist inzwischen überall zu hören. Sie impliziert, dass Fleischkonsum schlecht fürs Klima sei.

Doch stimmt diese Annahme überhaupt?

Oder ist sie ähnlich gelagert, wie die falsche Pauschalaussage “Fleisch ist schlecht für die Gesundheit.

In diesem Artikel schauen wir uns konkrete Daten und Fakten an. Außerdem erhältst du eine Einordnung und konkrete Empfehlungen, wie du deinen CO₂-Ausstoß senken kannst.

Wie viel CO₂ verursacht die Ernährung?

12 Tonnen CO* pro Jahr erzeugt ein Deutscher im Schnitt.1CO2-Rechner Umweltbundesamt

Davon sind aber lediglich 1,7 Tonnen CO* auf die Ernährung zurückzuführen.

Die Ernährung verursacht damit ~15 % unseres persönlichen CO-Ausstoßes. 85 % kommen aus anderen Quellen (siehe Abb 1.).2Direkte und indirekte CO₂-Emissionen in Deutschland (Statistisches Bundesamt)

Wer seinen CO₂-Ausstoß reduzieren will, muss aber natürlich an allen Emissionsquellen ansetzen. Damit auch an der Ernährung.

Wie viel CO₂ durch Fleisch?

Unterschiedliche Fleischsorten haben ganz unterschiedliche CO₂-Bilanzen.

Rindfleisch ist der große Übeltäter (+ andere Wiederkäuer wie bspw. Lamm, Ziegen usw.).

Rindfleisch erzeugt im Vergleich zu Puten- und Schweinefleisch 5x bis 10x mehr Treibhausgase.3Eshel G, Shepon A, Makov T, Milo R. Land, irrigation water, greenhouse gas, and reactive nitrogen burdens of meat, eggs, and dairy production in the United States. Proc Natl Acad Sci U S A. 2014 Aug 19;111(33):11996-2001. doi: 10.1073/pnas.1402183111. Epub 2014 Jul 21. PMID: 25049416; PMCID: PMC4143028.

In konkreten Zahlen bedeutet das:

  • 1000 kcal Rindfleisch produzieren ~10 kg CO,
  • 1000 kcal Pute oder Schwein nur ~2 kg CO. Übrigens genau so viel wie Milchprodukte oder Eier.

Auf dem folgenden Bild siehst du, wie viel mehr CO₂ durch Rindfleisch verursacht wird. Auch bei Land, Wasser und reaktivem Stickstoff sieht es für Rindfleisch schlecht aus.

Ressourcenverbrauch von Milchprodukten, Rind, Geflügel, Schwein und Eier pro 1000 kcal.

Wiederkäuer wie Rinder erzeugen durch ihre spezielle Verdauung große Mengen an Methan, welches besonders klimaschädlich ist.

Wichtig mitzunehmen: Neben der Menge kommt es also sehr stark darauf an, welche Art von Fleisch du genau isst.

O. K., aber was kannst du trotzdem mit deiner Ernährung gegen den Klimawandel tun?

Ist Fleisch also gar kein Problem für den CO₂-Ausstoß?

Nein, das kann man so auch nicht sagen.

Pflanzliche Lebensmittel produzieren im Schnitt weniger Treibhausgase als tierische Lebensmittel.

Aber auch hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen:

Abb. 2 – CO2 Ausstoß pro Kiologramm unterschiedliche Lebensmittel.

Wir sehen: 1 kg Rind und Lamm ganz rechts bei ca. 25 kg CO₂. Das ist zu erwarten.

Dann ein gewaltiger 70 % Sprung nach unten auf 8 kg CO₂ bei Butter und Käse. Kein Wunder, das sind Produkte, die Kuhhaltung erfordern.

Dann geht es auf 3–5 kg CO₂ nach unten für jeweils 1 kg Hühnchen, Schwein, Fisch, Eier, und nanu(!) Reis.

Auch Obst & Gemüse aus beheizten Gewächshäusern liegen in diesem CO₂-Bereich.4Clune, Stephen & Verghese, Karli & Crossin, Enda. (2016). Systematic review of greenhouse gas emissions for different fresh food categories. Journal of Cleaner Production. in press. 10.1016/j.jclepro.2016.04.082.

Es scheint auf einmal gar nicht mehr so eindeutig, ob Fleisch oder andere Lebensmittel weniger klimaschädlich sind.

Zudem gilt es, noch etwas Wichtiges zu beachten. Die CO₂ kg Angaben in Abb. 2 oben beziehen sich immer auf 1 kg Lebensmittel. Butter, Sahne und Käse rangieren zwar höher als Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst. Aber oft haben diese Milchprodukte 10-20x so viele Kalorien. Daher isst du davon mengenmäßig auch wesentlich weniger.

Beispiel: 10 g Butter sind schon ein Brotaufstrich. 500 g Erdbeeren oder Brokkoli sind hingegen schnell konsumiert.

Wie viel du von den jeweiligen Lebensmitteln tatsächlich isst, spielt also auch keine geringe Rolle.

Welche Ernährungsmuster für weniger CO₂-Emissionen?

Anstatt auf einzelne Lebensmittel zu schauen, ist ein Blick auf dein gesamtes Ernährungsmuster konkret hilfreicher.

Auf folgendem Bild siehst du das %-uale Einsparungspotential an CO₂ für verschiedene Ernährungsformen:5Aleksandrowicz L, Green R, Joy EJ, Smith P, Haines A. The Impacts of Dietary Change on Greenhouse Gas Emissions, Land Use, Water Use, and Health: A Systematic Review. PLoS One. 2016 Nov 3;11(11):e0165797. doi: 10.1371/journal.pone.0165797. PMID: 27812156; PMCID: PMC5094759.

Was sehen wir auf dem Bild?

Generell führen pflanzliche Ernährungsmuster im Vergleiche zu einer Ernährung mit vielen tierischen Produkten zu einem geringeren CO₂-Ausstoß.

  • Vegan: 45 % weniger CO: Nichts schlägt eine vegane Ernährung. Mit einer veganen Ernährung reduziert man die Treibhausgasemissionen um ca. 45 %.
  • Vegetarisch: 30 % weniger CO gelingt mit einer vegetarischen Ernährung. Als Pesco-Vegetarier (vegetarischen Ernährung + Fisch) rangiert man immerhin auch noch bei 25 % weniger Emissionen.
  • Sustainable Diet: 30–35 % weniger CO: Eine beachtliche 20 %-Reduktion bekommst du bereits, wenn du Rindfleisch durch Geflügel, Schwein und Fisch austauschst. Ersetzt du zusätzlich noch Fleisch und Milchprodukte zum Teil durch pflanzliche Lebensmittel, bist du insgesamt bei 30–35 % weniger CO₂.

Um wie viel reduzieren sich deine gesamten CO₂-Emissionen?

20 bis 45 % CO₂-Einsparungen bei der Ernährung entsprechen jährlich ca. 0,3 bis 0,8 t weniger CO₂.

Deine jährlichen Gesamtemissionen verringerst du damit aber nur um 2,5 bis knapp 7 %.

CO-2 Einsparungen der Ernährung Entspricht CO₂ Reduktion deiner Gesamtemissionen
20 % 0,3 t – 2,5 %
25 % 0,4 t – 3,3 %
30 % 0,5 t – 4,2 %
35 % 0,6 t – 5,0 %
40 % 0,7 t – 5,8 %
45 % 0,8 t – 6,6 %

Eine Reduktion von  ~5 %  ist natürlich besser als nichts!

Aber sind wir ehrlich: Der große Durchbruch ist das nicht.

Diese Erkenntnis hat zwei wichtige Implikationen für die Diskussion über den Klimawandel:

  1. Die persönliche Ernährung kann einen kleinen Beitrag auf dem Weg zu weniger Emissionen leisten.
  2. Diskussionen über die Ernährung können von Klima-Gegnern leicht als Ablenkungsmanöver benutzt werden, um von den wirklich großen CO₂-Schleudern (wie Wohnen oder Verkehr) abzulenken.

Fazit

Ist “Fleisch” nun schlecht fürs Klima?

Wichtig ist zu unterscheiden, ob wir von Rind, Lamm, Schwein oder Geflügel sprechen.

  • Rindfleisch und andere Wiederkäuer sehen bezüglich CO₂-Bilanz wirklich miserabel aus (25 kg CO₂).
  • Geflügel und Schweinefleisch haben aber viel bessere Klimabilanzen (3-5 kg CO₂). Auch Fisch steht mit 3–4 kg CO₂ nicht so schlecht da.
  • Eine 20 % Co2-Reduktion erreichst du bereits, indem du kein Rind und Lamm (nicht Fleisch generell!) mehr isst.
  • Ersetzt du zusätzlich Milchprodukte, Schwein, Geflügel und andere tierische Produkte öfter durch pflanzliche Produkte,  kannst du weitere 10–15 % einsparen.
  • Den maximalen Effekt einer ca. 45 % Reduktion gibt es nur mit einer veganen Ernährung und dem kompletten Verzicht auf tierische Lebensmittel.

Endlich mehr Muskeln, weniger Fett und eine bessere Fitness? Jetzt durchstarten mit unseren Programmen

Trainingspläne

Xplode #ONE – Als Anfänger optimal Muskeln aufbauen. 3x Training pro Woche. Alternierender Ganzkörperplan.
Fitladies #ONE – Speziell für Frauen. 3x Training pro Woche. Alternierender Ganzkörperplan.

Diäten

So schnell wie möglich Fett verlieren. Als Kickstart und für schnelle Ergebnisse. Wissenschaftlich fundiert, Anti-Jojoeffekt, kein Muskelverlust. 2x Krafttraining pro Woche. Inkl. 3 Trainingspläne. Kein Cardio. Fest integrierte Refeeds und kontrolliertem Diätende.
Langsam aber hocheffizient abnehmen. Mit allen Formen von zyklischen Diäten. Regelmäßige Refeeds & Diet Breaks. Optinal mit Intermittent oder Protein Fasting.

Rekomposition

Muskeln aufbauen & Fett abbauen – gleichzeitig! Als Anfänger/in musst du dich nicht mit langen Masse- oder Diätphasen herumquälen.

Welches Ziel/Programm ist das Richtige für dich?


👋 Willkommen auf Science-Fitness.de - Hier findest du wissenschaftlich fundierte Infos zu Fitness, Muskelaufbau, Abnehmen, Ernährung etc. Ohne Mythen und Dogmatismus.
- Johannes, Biomediziner (M.Sc.) & Trainer der dt. Fitnessleherer Vereinigung

Neu hier? Immer erst mal den kostenlosen "no Bullshit" Fitness E-Mailkurs machen.

Nützliche Tools

Neueste Kommentare

Mana

* ... lesen

nfawyyomqt

ostqwnaxoqcszzpuhsjadodinizfzl ... lesen

Fsalantimokypsamssufwycgczskoduafehjwzwsuveedlcyidf gsergrfhdsrghj3arsay2w2 p Expeld

Smart Communications ... lesen

Über den Autor

Sample avatar

Johannes Steinhart ist Master of Science (M.Sc.) in Biomedizin & Ernährungswissenschaften sowie Fitnesstrainer der Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung (DFLV). Seine Passion ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu Abnehmen, Muskelaufbau und Gesundheit unabhängig, verständlich und praxisnah darzustellen und verbreitete Unwahrheiten zurückzudrängen. Johannes ist Gründer von science-fitness.de (SF). Jedes Jahr erreicht er über 2 Mio. Leser. Außerdem ist er Autor von aktuell 6 Büchern. Mehr.

Folge mir:

Kommentare (7)

  1. Caro sagt:

    Und ich glaube immer noch nicht, dass 10000e ha Monokultur, größtenteils bewässerungs- und düngeintensiv, die den Boden extrem auslaugen und nach der Ernte gnadenlos der Erosion und Austrocknung überlassen sind, besser sind als eine gut gepflegte Wiese, deren Grasnarbe den Boden vor Erosion und Austrocknung schützt, die nicht bewässert werden muss und durch Viehhaltung natürlich nachgedüngt wird.
    Diese größtenteils naturbelassene Wiese erzeugt ein Lebensmittel, das hochenergiedicht und bedeutend vitalstoffreicher und besser verwertbar als das meiste Grünzeug ist, das wir aber verlernt haben, möglichst in all seinen Facetten zu nutzen (man biete mal jemandem Leber oder Herz an… Aufschreie garantiert!). Noch dazu gibt es diese Lebensmittel meist beim Bauern nebenan! Eine grüne Wiese bindet mit Sicherheit auch eine Menge CO2! Ganzjährig! Kann das ein brach liegender Acker??
    Und was tut der ach so umweltbewusste Großkonzern oder Kleinbauer, wenn seine Sojafelder von Insekten und/oder größerem hungrigen Wildgetier belagert werden??? Ist das vegan???

    Und ohne diese Massen an Hektar Monokulturen werden wir eine Weltbevölkerung nicht vegan satt bekommen! Von Transportwegen und allem, was da noch dranhängt, mal ganz abgesehen!

    Mit Viehhaltung lassen sich übrigens durch Rodung und viel zu intensive landwirtschaftliche Nutzung als Anbaufläche wüst gefallene, ausgelaugte, erodierte Böden renaturieren, womit sie wieder CO2 binden können!
    Wird das alles mit einberechnet??? Und wer finanziert eigentlich solche Studien?

    Fazit: Ich esse (Rind-)fleisch!!! Weil mir die Umwelt wichtig ist! Ich hol mir die Stücke, die kaum einer will, vom Bauern aus meinem Ort. Da weiß ich wie die Tiere gehalten werden, wo sie geschlachtet werden und wie lang sie transportiert wurden. Die meisten Kleinbauern achten da mittlerweile wieder sehr penibel drauf! Sicher ist Massentierhaltung absolut verachtenswert, aber die Kuh ist kein Klimakiller!!

    1. Tobias sagt:

      Wenn wir über die heute real existierende Fleischproduktion reden, hat die mit dem beschriebenen Kleinbauern-Idyll mehrheitlich wenig zu tun. Das sollte man bei solchen Diskussionen im Hinterkopf haben. Aber gut, es gibt durchaus Konsumenten wie dich, die ihr Fleisch direkt an der Quelle besorgen, sich Gedanken machen, wo ihr Essen her kommt, und Massentierhaltung ablehnen. Finde ich lobenswert und du hast damit vermutlich einen kleineren ökologischen Fußabdruck als der typische deutsche Fleischesser.

      Die ökologischen Probleme mit der Kuhhaltung schafft man so aber nur zum Teil aus der Welt. Die artgerecht gehaltene Kuh auf der Weide produziert genauso Methan wie ihre Artgenossin in der Massentierhaltung und eine Wiese bindet unter dem Strich nicht allzu viel CO2 im Vergleich zu dem Wald, den wir dort in Mitteleuropa sonst meist hätten.

      Das empfinde ich auch als ein Grundproblem an deinem Vergleich: Du stellst zumindest rhetorisch einen Hektar Weide und einen Hektar intensiv bewirtschafteten Acker gegenüber. Und ja, da wirkt das Weideland deutlich grüner und idyllischer und ist sicher auch tatsächlich ein besseres Ökosystem. Nur: Man braucht sehr viel mehr Weide um dieselbe Menge Nahrung zu produzieren. Da gibt es ja auch direkt im Artikel die Grafik „Ressourcenverbrauch von Milchprodukten, Rind, Geflügel, Schwein und Eier pro 1000 kcal“. Und da ist beim Landverbrauch der rot-weiß gestreifte Balken für Rindfleisch aus Weidehaltung rechts abgeschnitten, weil er bis 147 geht und die Grafik dann 10x so breit sein müsste…

      Wir reden also über den Vergleich: 147 Hektar Weidefläche? Oder 2 Hektar Acker und 145 Hektar naturnaher Wald? Mit dem Bild im Kopf fällt es mir nicht mehr so schwer, zu glauben, dass die Wissenschaftler keineswegs vergessen haben, etwas einzuberechnen, sondern die zweite Lösung eben doch noch mal ressourcenschonender ist als selbst eine verantwortungsbewusste Tierhaltung.

  2. Anna sagt:

    Müsste dann nicht die Conclusion lauten: „Ja, tierische Produkte sind im Vergleich zur veganen Ernährung deutlich schlechter fürs Klima.“ Und nicht: „Geflügel und Schwein sind aber viel weniger schlecht.“ Der Artikel riecht nach Cherrypicking für mich…

    1. Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V. sagt:

      Hi Anna, ist meiner Meinung nach Wortspielerei, egal welcher Konklusion man zuneigt. Mein Ziel war es, relativ objektive Zahlen auf den Tisch zu legen. Damit sollte dann eine bessere Entscheidung möglich sein, wie man sich verhalten möchte.

      „Cherrypicking“ wäre ja, wenn ich mir Zahlen heraussuchen würde, die eine bestimmte gewünschte Position unterstützen. Oder bestimmte Zahlen bewusst ignorieren würde. Ich denke nicht, dass ich das tue.

      1. Anna sagt:

        Ich sehe das nicht als Wortspielerei, es impliziert eine andere Aussage als die Zahlen darlegen, nämlich, dass der Konsumvon Huhn und Schwein irgendwie doch ok ist fürs Klima. Es gibt KEINEN wissenschaftlichen Grund FÜR den Konsum von tierischen Produkten. Alle Gegenargumente sind Meinung und Glaubensätze. Der Name „scienceFitness“ impliziert Wissenschaftlichkeit.
        Meiner Meinung wird der Schluss des Artikels nicht anhand der Zahlen gezogen. Wäre ja auch ok zu sagen: Vegan ist besser fürs Klima, MÖCHTE/KANN/WILL nicht drauf verzichten. Die Argumentation von Kilogramm auf Kalorien ist halt totaler Unsinn. Ein Burgerpatty benötigt 25kg Getreide in der Herrstellung.
        Hinzu kommt natürlich noch: die „guten/niedrigen“ CO2 Werte von tierischen Produkten sind natürlich nur unter extremster Massentierhaltung möglich, da bei besseren Haltungsformen auch ein höherer Platz/Futter/Wasserbedarf hinzu kommt = Je schneller man die Tiere Mässtest und je mehr man die ausbeutet, desto besser die Klimabilanz. Muss man halt wollen.

      2. Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) & Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V. sagt:

        Es kann sein, dass man es hier oder da anders ausdrücken könnte. Ich hoffe aber, dass du auch wahrnimmst, dass der letzte Satz des Fazits lautet:

        Den maximalen Effekt einer ca. 45 % Reduktion gibt es nur mit einer veganen Ernährung und dem kompletten Verzicht auf tierische Lebensmittel.

        Und noch ein Satz zur Wissenschaftlichkeit. Die Wissenschaft sagt nie, was zu tun ist. Diese Interpretation ist immer subjektiv durch den Menschen gesetzt.

        Du implizierst bspw. das Ziel, dass man bei der Ernährung maximal CO₂ einsparen sollte. Ob die 0,25 Tonnen Mehreinsparung von einer „Sustainable Diet“ zu einer veganen Ernährung den Aufwand wert sind, lasse ich den Leser entscheiden … indem ich beide Konsequenzen darstelle.

        Und wenn du auf die wissenschaftlichen Zahlen pochst, solltest du dich genau so vehement für den Verzicht auf Reis oder Gemüse aus Gewächshäusern einsetzen. Warum die Linie genau bei Huhn und Schwein ziehen?

        Übrigens liegen bei den CO₂-Werten der Lebensmittelkategorien sogenannten Lifecycle-Analysen zugrunde. Da müsste dann auch das Futtermittel für der Burger-Patty drin sein.

      3. Anna sagt:

        Der Aufwand sich vegan zu ernährenn besteht darin morgen einfach ein nicht tierisches Produkt in den Einkaufswagen zu legen (worum es ja auch hier geht auf der Seite geht: Ernährung und Gewohnheitsänderung).Wohnen und Transport sind deutlich schwierigere Veränderungen für den Otto-Normalverbraucher. Und 0,25 Tonnen sind bei einem Ziel von 1-2Tonnen /Kopf in D doch recht viel. Sonst geht die Welt halt unter🤷‍♀️🤞
        Wissenschaft sagt uns nicht was wir tun sollen, sondern richtig schlaue Köpfe, die die Zahlen zu Ratschlägen verwursten: „The special report on climate change and land by the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) describes plant-based diets as a major opportunity for mitigating and adapting to climate change ― and includes a policy recommendation to reduce meat consumption.“ doi: https://doi.org/10.1038/d41586-019-02409-7
        https://www.nature.com/articles/d41586-019-02409-7
        Der Artikel ist aus DER nature von 2019, der IPPC bericht aus 2022 stellt katastrophalere Auswirkungen in Aussicht + weniger Zeit. Ich empfehle „Time ist up“ ein Vortrag von Benecke.
        Und ja Reis und Gemüse aus Gewächshäusern ist auch nicht gut (Whataboutism…), besser ist regional und saisonales Gemüse und Getreide :-)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.