Fasten Mythos #7: “Nicht zu frühstücken ist schlecht und macht dick!”

Johannes Steinhart
Johannes SteinhartBiomedizin (M.Sc.) & Trainer (DFLV)
Aktualisiert: 22. Juli 2025

Das Auslassen des Frühstücks wird mit einem höheren Körpergewicht der Bevölkerung in Verbindung gebracht. Die Erklärung dafür ist die gleiche wie die von der niedrigeren Mahlzeitenfrequenz und höherem Körpergewicht.

Wer auf das Frühstück verzichtet, hat meist schlechtere Essensgewohnheiten und lebt weniger gesundheitsbewusst. Darüberhinaus sind die „Frühstücksauslasser“ oft in einer Diät und dadurch mit höherer Wahrscheinlichkeit übergewichtig.

Man sollte sich immer bewusst sein, dass sich dieser Personenkreis höchstwahrscheinlich nicht die ganze Zeit mit Ernährungswissenschaften beschäftigen. Wie die meisten Menschen versuchen sie mit schlechten Diäten abzunehmen. Wir reden hier von dem Typus, der sich motiviert in eine 800 kcal Crashdiät stürzt, dann alles über den Haufen wirft und dank des Jojo Effekts das verlorene Gewicht wieder zunimmt (und noch etwas mehr).

Manchmal hört man das Argument, man solle ein Frühstück zu sich nehmen, da unsere Insulinsensitivität am Morgen erhöht ist. Das ist wahr: man hat immer eine höhere Insulinsensitivität nach einer Fastenphase über die Nacht. Oder anders gesagt, man ist eher insulinsensitiv während der ersten Mahlzeit des Tages. Sie erhöht sich nachdem die Glykogenspeicher aufgebraucht sind. Wenn man über Nacht 8-10 Stunden nichts gegessen hat, ist das Glykogen in der Leber größtenteils verbraucht. Genau das führt zu der gesteigerten Insulinsensitivität – nicht jedoch eine magische Phase in den Morgenstunden des Tages.

Das gleiche gilt für das Krafttraining. Durch die mechanische Arbeit deiner Muskeln werden die lokalen Kohelnhydratspeicher verbraucht. Die Insulinsensitivität ist erhöht – solange die Glykogenvorräte in den Muskeln nicht voll sind. Sie bleibt erhalten, wenn man die Kohlenhydrate nach dem Training weglässt.

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