- Mo/Di/Do/Fr
- Mo/Mi/Fr/So
- Usw.
Jede Woche hat vier Trainingseinheiten:
Training A: Kniebeugen + Assistance
Training B: Bankdrücken + Assistance
Training C: Kreuzheben + Assistance
Training D: Schulterdrücken + Assistance
3 Trainingstage pro Woche
Wem diese Aufteilung nicht genug Zeit zur Regeneration gibt (und das wird nicht wenigen so gehen), kann auf drei Tage/Woche reduzieren. Das macht es allerdings nötig, den Zyklus auf 5 Wochen zu strecken. Es werden z.B. trotzdem alle vier Workouts mit 3×5 nacheinander ausgeführt, nur das letzte rutscht in die nächste Woche. Die fünfte Woche ist dann die Deload Woche.
Alle vier Hauptübungen werden mit den Intensitäten aus Tabelle 1 durchgeführt (% des 1 Rep Max). Im letzten Satz von Woche 1 bis Woche 3 werden so viele Wiederholungen wie möglich absolviert. Aus Gründen der Regeneration sollte nicht bis zum Muskelversagen gegangen werden, sondern 1-3 Wiederholungen davor.
Intensitäten als Prozent des 1 Rep Max. | 5/3/1 Zyklusübersicht |
| Woche 1 | Woche 2 | Woche 3 | Woche 4 (Deload) |
| 65% x 5 Wdh | 70% x 3 Wdh | 75% x 5 Wdh | 40% x 5 Wdh |
| 75% x 5 Wdh | 80% x 3 Wdh | 85% x 3 Wdh | 50% x 5 Wdh |
| 85% x 5+ Wdh | 90% x 3+ Wdh | 95% x 1+ Wdh | 60% x 5 Wdh |
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Als Startgewicht schlägt Wendler das aktuelle 1 Rep Max der jeweiligen Übung minus 10% vor. Also 90% des 1rm. Auch wenn es die wenigsten schaffen, ihr Ego abzulegen und diesen Rat zu befolgen, ist es der erste Baustein um dieses Programm erfolgreich zu starten. Bsp.: 1rm liegt bei 100kg. Davon 90% sind 90kg. In der ersten Woche macht man also 3×5, den ersten Satz mit 65% von 90kg, den zweiten Satz mit 75% von 90kg, usw. Wer zu hoch einsteigt, stagniert und brennt nach kürzester Zeit aus. Ihr wurdet gewarnt!
Steigerungen
Am Ende jedes Zyklus wird das 1rm der jeweiligen Übungen erhöht. Unterkörperübungen um 5kg, Oberkörperübungen um 2.5kg. Hier erkennt man die Ausrichtung auf Fortgeschrittene Athleten. Anfänger können sich wesentlich schneller steigern und sind mit anderen Trainingsprogrammen besser beraten.
Für Fortgeschrittene sind langsame aber kontinuierliche Steigerungen ideal. Und wer es in 8 Monaten im Jahr schafft, 2.5kg beim Bankdrücken aufzulegen, hat seine Bestleistung um 20kg verbessert. Nicht viele können das aus dem vergangenen Jahr behaupten.
Assistance Übungen
Die einzige Aufgabe der Assistance Übungen ist es, bei den Hauptübungen Steigerungen zu fördern. Dies geschieht durch die gezielte Bearbeitung von Schwachstellen oder durch eine Erhöhung des Trainingsvolumens der entsprechenden Muskelgruppe.
Typischerweise werden von Wendler 5 Sätze à 10 Wiederholungen empfohlen – mit 1min Pause zwischen den Sätzen. Dadurch wird zusätzlich zum Kraftreiz durch die komplexen Grundübungen ein Ermüdungsreiz gesetzt. Als Assistance Übung kann auch die Hauptübung verwendet werden, allerdings mit ~50% des 1 Rep Max.
Programme
Assistance Work #1: Boring But Big Programm
Einfaches Setup, aber hammerhart. Man sollte bei Boring But Big unbedingt gut essen und viel schlafen, dafür wird man aber auch entsprechend belohnt. Wenn du das Programm zum ersten Mal machst, starte bei den Assistance Übungen mit 30-40% des 1rm für die 5×10 Wdh.
Training A:
- Kniebeugen 3×5 – 3×3- 5/3/1
- Kniebeugen 5×10
- Beincurl (Beinbeuger) 5×10
Training B:
- Bankdrücken 3×5 – 3×3- 5/3/1
- Bankdrücken 5×10
- Rudern 5×10
Training C:
- Kreuzheben 3×5 – 3×3- 5/3/1
- Kreuzheben 5×10
- Hanging Leg Raise 5×15
Training D:
- Schulterdrücken 3×5 – 3×3- 5/3/1
- Schulterdrücken 5×10
- Klimmzüge 5×10
Assistance Work #2: Triumvirate Programm
Hier wird als Assistance Übung eine ähnliche Übung aber nicht dieselbe gewählt. Dies bietet Platz, um zu experimentieren und zu optimieren. Das Setup bringt allerdings die Gefahr mit sich, dass der Athlet in Optimierungswut ausbricht und sich den Kopf darüber zerbricht, wie er jede Muskelgruppe ideal einbinden kann. Grundsätzlich gilt: Leg dich auf wenige Übungen fest und werde konstant stärker darin. Ständiges Wechseln der Übungen sollte vermieden werden.
Training A:
- Kniebeugen 3×5 – 3×3- 5/3/1
- Beinpresse 5×10
- Beincurl (Beinbeuger) 5×10
Training B:
- Bankdrücken 3×5 – 3×3- 5/3/1
- Kurzhantel-Bankdrücken 5×10
- Rudern 5×10
Training C:
- Kreuzheben 3×5 – 3×3- 5/3/1
- Good Morning 5×10
- Hanging Leg Raise 5×15
Training D:
- Schulterdrücken 3×5 – 3×3- 5/3/1
- Dips 5×15
- Klimmzüge 5×10
Assistance Work #3: I’m Not Doing Jack Shit
Nur das Allernötigste. Es wird von Wendler nicht empfohlen, ist aber vor allem für erfahrene Trainierende eine Möglichkeit, bei Zeitmangel in Form zu bleiben. Es können auch zwei Trainingseinheiten zusammengelegt werden. Z.B: Kniebeugen/Bankdrücken und Kreuzheben/Schulterdrücken.
Training A:
- Kniebeugen 3×5 – 3×3- 5/3/1
Training B:
- Bankdrücken 3×5 – 3×3- 5/3/1
Training C:
- Kreuzheben 3×5 – 3×3- 5/3/1
Training D:
- Schulterdrücken 3×5 – 3×3- 5/3/1
5/3/1 Wendler – automatische Trainingsplan-Erstellung
Nur die Kraftwerte eingeben und der Trainingsplan wird automatische erstellt? Kein Problem mit diesem Rechner. Unter dem Link: http://www.liftcalculator.com/ ist ein Rechner zu finden, mit dem es möglich ist, einen individuellen 5/3/1 Trainingsplan automatisch errechnen zu lassen.
Einfach die aktuellen Kraftleistungen eingeben und das 1RM wird (wie mit unserem 1RM Rechner) automatisch berechnet.
Anschließend kann das gewünschte Assistance Programm ausgewählt werden:
- Boring But Big
- The Triumvirate
- I’m Not Doing Jack Shit
- Dave Tate’s Periodization Bible
- Body Weight
Ausdrucken. Trainieren. Fertig!