[{"data":1,"prerenderedAt":205},["ShallowReactive",2],{"article-muskelaufbau-unendliches-volumen-fuer-hypertrophie-i-dont-buy-it-die-pelland-studie-teil-2-2":3,"magazin-current-issue":19,"related-muskelaufbau-unendliches-volumen-fuer-hypertrophie-i-dont-buy-it-die-pelland-studie-teil-2-2":170,"comments-unendliches-volumen-fuer-hypertrophie-i-dont-buy-it-die-pelland-studie-teil-2-2":203},{"id":4,"slug":5,"title":6,"content":7,"excerpt":8,"date":9,"modified":10,"categories":11,"tags":13,"featured_media":14,"featured_image_url":15,"featured_image_alt":16,"primary_category_slug":17,"seo_description":18,"sources":18},255895,"unendliches-volumen-fuer-hypertrophie-i-dont-buy-it-die-pelland-studie-teil-2-2","Unendliches Volumen für Hypertrophie? I don&#8217;t buy it. (Die Pelland-Studie) &#8211; Teil 2\u002F2","\u003Ch2>Rückblick: Was Teil 1 gezeigt hat\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Dies ist Teil 2 der Analyse. \u003Ca href=\"\u002Fmuskelaufbau\u002Funendliches-volumen-fuer-hypertrophie-teil-1-2\">Teil 1 findest du hier\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Kurz zur Einordnung: Pelland et al. (2025) ist eine \u003Cstrong>Meta-Regression\u003C\u002Fstrong> — also eine statistische Zusammenfassung vieler einzelner Trainingsstudien. Die Autoren haben die Daten gepoolt und untersucht, wie sich das wöchentliche Trainingsvolumen (Sätze pro Muskelgruppe) auf Muskelwachstum und Kraft auswirkt. Die durchschnittliche Studiendauer lag bei etwa \u003Cstrong>10 Wochen\u003C\u002Fstrong>.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Das zentrale Ergebnis für Hypertrophie sah so aus:\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"mx-auto block\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002FScreenshot-2026-01-05-110317.png\" alt=\"Pelland-Studie: Hypertrophie vs. Volumen — die Kurve steigt scheinbar ohne Limit\" width=\"470\" height=\"457\" \u002F>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Die Kurve steigt und steigt — mehr Volumen scheint immer zu mehr Muskelwachstum zu führen, praktisch ohne obere Grenze.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Am Ende von Teil 1 blieb aber ein offensichtlicher Widerspruch offen: Wenn der Muskel mit mehr Volumen immer weiter wächst, warum steigt die Kraft dann nicht im gleichen Maß mit?\u003C\u002Fp> \u003Cp>Genau dieser Frage gehen wir jetzt nach.\u003C\u002Fp> \u003Ch2>Kraft vs. Hypertrophie: Der Widerspruch\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Pelland et al. haben nicht nur die Effekte auf Muskelwachstum untersucht, sondern auch die Effekte auf die reine Kraftentwicklung. Und hier sehen die Ergebnisse ganz anders aus:\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"mx-auto block\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002FBildschirmfoto-2026-01-09-um-22.53.55.png\" alt=\"Pelland-Studie: Kraftentwicklung vs. Volumen — die Kraft stagniert ab ca. 8-10 Sätzen pro Woche\" width=\"470\" height=\"464\" \u002F>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Was sehen wir bei der Kraftentwicklung?\u003C\u002Fp> \u003Col> \u003Cli>Ein ziemlich steiler Anstieg von 0 bis 3 Sätze pro Woche.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Ein langsamerer Anstieg von 4 bis 8 Sätzen pro Woche.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Darüberhinaus eigentlich fast eine nicht mehr steigende Linie.\u003C\u002Fli> \u003C\u002Fol> \u003Cp>\u003Cstrong>Interpretation:\u003C\u002Fstrong> 50% der Ergebnisse bekommt man schon mit 2 oder 3 Sätzen pro Woche. Mehr als 8 oder 10 Sätze bringen praktisch keine weiteren Kraftsteigerungen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Wenn wir Muskelwachstum und Kraftsteigerung nebeneinander legen, wird der Widerspruch deutlich:\u003C\u002Fp> \u003Ctable class=\"muscle-growth-table\"> \u003Cthead> \u003Ctr> \u003Cth>Sätze pro Woche\u003C\u002Fth> \u003Cth>Muskelwachstum\u003C\u002Fth> \u003Cth>Kraftsteigerung\u003C\u002Fth> \u003C\u002Ftr> \u003C\u002Fthead> \u003Ctbody> \u003Ctr> \u003Ctd>5\u003C\u002Ftd> \u003Ctd>3.0%\u003C\u002Ftd> \u003Ctd>hoch\u003C\u002Ftd> \u003C\u002Ftr> \u003Ctr> \u003Ctd>10\u003C\u002Ftd> \u003Ctd>4.7%\u003C\u002Ftd> \u003Ctd>fast am Maximum\u003C\u002Ftd> \u003C\u002Ftr> \u003Ctr> \u003Ctd>20\u003C\u002Ftd> \u003Ctd>7.1%\u003C\u002Ftd> \u003Ctd>kaum noch Zuwachs\u003C\u002Ftd> \u003C\u002Ftr> \u003Ctr> \u003Ctd>30\u003C\u002Ftd> \u003Ctd>8.7%\u003C\u002Ftd> \u003Ctd>praktisch null\u003C\u002Ftd> \u003C\u002Ftr> \u003Ctr> \u003Ctd>40\u003C\u002Ftd> \u003Ctd>9.9%\u003C\u002Ftd> \u003Ctd>praktisch null\u003C\u002Ftd> \u003C\u002Ftr> \u003C\u002Ftbody> \u003C\u002Ftable> \u003Cp>\u003Cspan style=\"font-size: 10pt;\">Muskelwachstum vs. Kraftsteigerung nach 10 Wochen Training bei steigendem Volumen. Hypertrophie-Werte aus der Pelland-Studie; Kraftsteigerung grob abgelesen.\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Diese Ergebnisse sind für sich genommen schon interessant. Entscheidend ist aber vor allem der folgende Punkt:\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>Warum soll die Entwicklung von Muskelwachstum (Querschnitt des Muskels) so stark von der Kraftsteigerung entkoppelt sein?\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Grundlegend sind die \u003Cstrong>Typ-2 Muskelfasern\u003C\u002Fstrong>, die am meisten Kraft erzeugen können auch gleichzeitig diejenigen, die hauptsächlich für die Muskelgröße verantwortlich sind. Es sollte also ein starker Zusammenhang sichtbar sein, auch wenn es kein 1:1 Zusammenhang sein muss (wegen neuronale Effekte, Typ-1 Muskelfaserwachstum oder bessere Technik bei den Übungen). Nichtsdestotrotz erwarte ich einen starken und deutlichen Zusammenhang zwischen Kraft und kontraktiler Masse.\u003C\u002Fp> \u003Ch2>Praxischeck: Wer trainiert wirklich so?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Bei solchen Hochvolumen-Studien habe ich immer dieselbe Frage: Sieht man diese Effekte auch, wenn man mit vernünftigem Gewicht und 5-8 Wiederholungen trainiert? Oder werden hier praxisferne Trainingsmethoden getestet — 40 Sätze Beinstrecker bis zum Muskelversagen, wofür man allein über eine Stunde braucht? Allein 20 Sätze mit 1,5 Minuten Pause kosten dich 45 Minuten — für \u003Cem>eine\u003C\u002Fem> Muskelgruppe. Nirmand kann so den ganzen Körper trainieren.\u003C\u002Fp> \u003Ch2>Die Sub-Gruppenanalysen\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Pelland et al. haben einige Zusatzanalysen veröffentlich, bei dem die Ergebnisse zwischen zwei Kategorien verglichen wurden. Wenn wir uns diese Sub-Gruppenanalysen anschauen, die nach Pausen zwischen den Sätzen und Wiederholungen unterscheiden, schwächt sich auf einmal das &#8222;unbegrenzte Muskelwachstum&#8220; deutlich ab.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Kurze vs. lange Pausen zwischen den Sätzen\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Hier sehen wir die Volumen-Hypertrophie-Kurve bei zwei verschiedenen durchschnittlichen Satzpausen (kontinuierlicher Moderator):\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>\u003Cstrong>Ø 1 Minute Pause:\u003C\u002Fstrong> Der Muskel &#8222;wächst&#8220; scheinbar immer weiter mit mehr Sätzen — die Kurve steigt steil an.\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Cstrong>Ø 3 Minuten Pause:\u003C\u002Fstrong> Die Kurve ist deutlich flacher.\u003C\u002Fli> \u003C\u002Ful> \u003Cp>Da die Sätze immer bis zum oder kurz vor dem Muskelversagen ausgeführt wurden, müssen die Satzpausen mit leichtem oder schwerem \u002F vielen oder wenigen Wiederhlolungen zusammenhängen. Mit 1 Min Pausen kann man schlicht keine Sätze mit schwerem Gewicht bis zum Muskelversagen ausführen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"mx-auto block\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fpelland-moderator-hyp-interset-rest-continuous.png\" alt=\"Moderator-Analyse: Satzpausen (kontinuierlich) — Hypertrophie. Links 1 Minute Pause, rechts 3 Minuten Pause. Bei kurzen Pausen steigt die Hypertrophie-Kurve steil an. Bei langen Pausen ist die Steigung deutlich geringer.\" \u002F>\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Höhere vs. niedrigere Wiederholungszahlen\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Hier sehen wir ie Volumen-Hypertrophie-Kurve bei zwei verschiedenen durchschnittlichen Wiederholungszahlen:\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>\u003Cstrong>Ø 12 Wiederholungen pro Satz:\u003C\u002Fstrong> Steilere Kurve — mehr Sätze scheinen immer mehr Wachstum zu bringen.\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Cstrong>Ø 8 Wiederholungen pro Satz:\u003C\u002Fstrong> Deutlich flachere Kurve.\u003C\u002Fli> \u003C\u002Ful> \u003Cp>12 Wdh sind jetzt noch nicht wahnsinnig hoch und 8 Wdh nicht sehr niedrig. Aber wir sehen hier wieder den gleichen Trend. Diese stark steigende Hypertrophie wird vor allem bei höheren Wdh deutlcher. \u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"mx-auto block\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fpelland-moderator-hyp-rep-range.png\" alt=\"Moderator-Analyse: Wiederholungszahlen — Hypertrophie. Höhere Wiederholungszahlen zeigen eine steilere Volumen-Hypertrophie-Kurve.\" \u002F>\u003C\u002Fp> \u003Ch2>Was zeigen die Daten wahrscheinlich?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Das Muster ist klar: Die Trainingsvariablen, die die \u003Cstrong>metabolische Belastung\u003C\u002Fstrong> erhöht — wie kurze Pausen, hohe Wiederholungen — treibt die Hypertrophie-Kurve steil nach oben.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Was beeinflusst die Muskelgröße?\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Hier müssen wir uns nochmal klarmachen, wie die Größe eines Muskels hier wirklich beeinflusst wird:\u003C\u002Fp> \u003Col> \u003Cli>\u003Cstrong>Kontraktiles Protein: \u003C\u002Fstrong>myofibrilläre Hypertrophie — das &#8222;echte Wachstum&#8220;, das auch für die Kraftentwicklung verantwortlich ist)\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Cstrong>Sarkoplasmatischer Inhalt: \u003C\u002Fstrong>Glykogen, Wasser, Enzyme &#8211; stark an der Energieversorgun beteiligt)\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Cstrong>Extrazelluläres Wasser \u002F Ödem: \u003C\u002Fstrong>akute Schwellung durch Trainingsbelastung durch Schdädigungen, Entzündungen usw.)\u003C\u002Fli> \u003C\u002Fol> \u003Ch3>Der entscheidende Unterschied\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Bei schwerem Krafttraining spiegeln die Messung hauptsächlich echtes kontraktiles Wachstum wider. Daher sehen wir hier viel mehr Ähnlichkeit zwischen Kraftentwicklung und Hypertrophie.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Unter hoher metabolischer Belastung — viele Wiederholungen, kurze Pausen — kommt es auch zu &#8222;echtem Wachstum&#8220;, aber darüberhinaus auch zu sarkoplasmatischen Hypertrophie und Wassereinlagerungen. Das bläht die Messungen unverhältnismäßig auf.\u003C\u002Fp> \u003Ch2>Fazit\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Die &#8222;echte&#8220; myofibrilläre Hypertrophie — das Wachstum, das deinen Muskel dauerhaft größer und stärker macht — folgt wahrscheinlich einer Kurve, die der Kraftkurve viel ähnlicher sieht: Steile Zuwächse bis ~3-4 Sätzen pro Woche, danach immer noch merkliche mehr herauszuholen bis 6-8 Wdh. Darüberhinaus deutlich abnehmende Erträge und eher fraglich ob sich der Mehraufwand lohnt.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Die Standardmäßigen Empfehlungen für Hypertrophie lauten ja 10-20 Wdh pro Woche und Muskelgruppe. Dabei würde ich weiterhin bleiben, denn wer die maximale Muskelgröße möchte, benötigt auch immer auch etwas sarkoplasmatische Hypertrophie und extrazelluläres Wasser.\u003C\u002Fp>","Rückblick: Was Teil 1 gezeigt hat Dies ist Teil 2 der Analyse. Teil 1 findest du hier. Kurz zur Einordnung: [&hellip;]","2026-03-13T09:39:56","2026-03-13T11:02:33",[12],5,[],0,"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Funendliches_volumen_teil2.jpg","","muskelaufbau",null,{"issueNumber":20,"ym":21,"issueDate":22,"coverTitle":23,"coverSub":24,"coverDesc":16,"coverImage":25,"previewCoverImage":26,"manifestUrl":27,"previewPdf":28,"previewPages":29,"pageCount":58,"sections":59},1,"2026-04","April 2026","Training, Ernährung und Gesundheit für die zweite Lebenshälfte"," Abnehmen ab 50, Kollagen, Koffein, Schlaf","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fcover.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fcover-leseprobe.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fmanifest.json","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fsf-magazin-2026-04-leseprobe.pdf",[30,31,32,33,34,35,36,37,38,39,40,41,42,43,44,45,46,47,48,49,50,51,52,53,54,55,56,57],"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-01.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-02.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-03.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-04.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-05.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-06.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-07.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-08.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-09.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-10.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-11.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-12.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-13.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-14.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-15.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-16.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-17.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-18.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-19.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-20.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-21.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-22.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-23.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-24.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-25.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-26.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-27.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-28.jpg",28,[60,80,98,126,148],{"issueNumber":20,"order":61,"slug":62,"type":63,"label":64,"title":65,"subtitle":16,"articleImage":66,"teaserText":68,"teaserParagraphs":69,"wordCount":77,"gating":78,"firstPage":79},2,"abnehmen-ab-50-was-sich-veraendert-hat","eingeordnet","Deep Dive","Abnehmen ab 50: Was sich verändert hat — und was jetzt funktioniert",{"src":67,"alt":65},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F02-abnehmen-ab-50-was-sich-veraendert-hat-hero.jpg","Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.\n\nDie naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.\n\nWarum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht\n\nEine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.\n\nDas Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:\n\nNur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. Das heißt: Diese Frauen bräuchten nach der Diät noch weniger Kalorien als vorher, um ihr neues, niedrigeres Gewicht zu halten.\n\nDiät + Ausdauer: Der Gesamtgewichtsverlust war nur marginal größer als bei Nur-Diät. Entscheidend: Der Muskelverlust bewegte sich auf demselben Niveau wie in der Nur-Diät-Gruppe — etwa 2 kg. Laufen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen Kalorien, aber sie liefern keinen ausreichenden Stimulus für Muskelerhalt. Der Reiz, den Muskeln brauchen, um nicht abgebaut zu…",[70,71,72,73,74,75,76],"Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.","Die naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.","Warum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht","Eine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.","Das Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:","Nur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. Das heißt: Diese Frauen bräuchten nach der Diät noch weniger Kalorien als vorher, um ihr neues, niedrigeres Gewicht zu halten.","Diät + Ausdauer: Der Gesamtgewichtsverlust war nur marginal größer als bei Nur-Diät. Entscheidend: Der Muskelverlust bewegte sich auf demselben Niveau wie in der Nur-Diät-Gruppe — etwa 2 kg. Laufen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen Kalorien, aber sie liefern keinen ausreichenden Stimulus für Muskelerhalt. 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Hinzu kommt der spürbare Puls-Kick nach einer grossen Dosis — das fühlt sich nach Belastung an, und von dort ist es gedanklich nur ein kurzer Weg zu \"schadet dem Herzen\".\n\nAuch die Fachlogik klingt zunächst plausibel. Koffein blockiert den Adenosin-Rezeptor und regt das zentrale Nervensystem an. Gleichzeitig hat es eine ausgesprochen variable Halbwertszeit von 1,5 bis 9,5 Stunden (Antonio et al., 2024). Wer langsam metabolisiert, spürt die Wirkung stundenlang — und deutet jedes Herzklopfen als Warnsignal. Nachvollziehbar, aber eben nicht gleichbedeutend mit Schaden.\n\nDehydriert Koffein? Nein — nicht in moderaten Mengen\n\nDer narrative Review von Antonio et al. (2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.\n\nDie zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). Kaffee zählt also zur Flüssigkeitsbilanz, er zieht sie nicht…",[90,91,92,93,94,95,96],"Zwei Vorwürfe in einem Satz: Die Tasse Kaffee entwässere dich und setze deinem Herzen zu. Klingt nach einem Doppelschlag, der Koffein endgültig ins Reich der Sünden verbannt. Nur — die Datenlage sagt etwas anderes.","Warum die Behauptung sich so hartnäckig hält","Koffein ist pharmakologisch aktiv, und wer einmal nach drei doppelten Espressi auf der Toilette stand, hält die diuretische Wirkung für ausgemacht. Hinzu kommt der spürbare Puls-Kick nach einer grossen Dosis — das fühlt sich nach Belastung an, und von dort ist es gedanklich nur ein kurzer Weg zu \"schadet dem Herzen\".","Auch die Fachlogik klingt zunächst plausibel. Koffein blockiert den Adenosin-Rezeptor und regt das zentrale Nervensystem an. Gleichzeitig hat es eine ausgesprochen variable Halbwertszeit von 1,5 bis 9,5 Stunden (Antonio et al., 2024). Wer langsam metabolisiert, spürt die Wirkung stundenlang — und deutet jedes Herzklopfen als Warnsignal. Nachvollziehbar, aber eben nicht gleichbedeutend mit Schaden.","Dehydriert Koffein? Nein — nicht in moderaten Mengen","Der narrative Review von Antonio et al. (2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.","Die zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). 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Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).\n\nSkelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.\n\n22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind\n\nNulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.\n\nKollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.\n\nPlacebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.\n\nDie Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein\n\nWas bei allen gleich war:\n\nMaximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht\n\nKein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.\n\nWas bei der Kollagengruppe besser war:\n\nQuerschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)\n\nDie Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.\n\nDer Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen\n\nHier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",[107,108,109,110,111,112,113,114,115,116,117,118,119,120,121,122,123],"Kollagen ist eines der meistverkauften Supplements im Fitnessbereich. Die Versprechen reichen von besserer Haut über gesunde Gelenke bis zu stärkeren Sehnen. Aber was sagt die Forschung wirklich? Eine aktuelle Studie liefert interessante Ergebnisse — und macht gleichzeitig die Grenzen der bisherigen Evidenz deutlich.","Sehnen bestehen fast komplett aus Kollagen","Zum Verständnis: Sehnen sind zu 60–85 % aus Kollagen aufgebaut (Kjaer, 2004). Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).","Skelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.","22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind","Nulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.","Kollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.","Placebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.","Die Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein","Was bei allen gleich war:","Maximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht","Kein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.","Was bei der Kollagengruppe besser war:","Querschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)","Die Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.","Der Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen","Hier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",298,19,{"issueNumber":20,"order":12,"slug":127,"type":100,"label":101,"title":128,"subtitle":16,"articleImage":129,"teaserText":131,"teaserParagraphs":132,"wordCount":146,"gating":78,"firstPage":147},"whey-protein-vor-dem-laufen","Whey Protein vor dem Laufen – wie viel verträgt der Magen wirklich?",{"src":130,"alt":128},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F05-whey-protein-vor-dem-laufen-hero.jpg","Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.\n\nAber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.\n\nDas Setup\n\nShaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. Das ist submaximal, aber nah genug an der Realität, dass Verdauungsprobleme relevant werden.\n\n60 Minuten vor dem Lauf bekamen die Teilnehmer einen Shake. In einem Crossover-Design durchlief jeder Teilnehmer beide Bedingungen:\n\nNiedrig-Protein (LP): 0,15 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + Kohlenhydrate Moderat-Protein (MP): 0,4 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + dieselbe Kohlenhydratmenge\n\nDa die Kohlenhydrate identisch gehalten wurden, hatte der MP-Shake mehr Gesamtkalorien. Das ist ein bewusster Kompromiss: Man wollte den ergogenen Kohlenhydrat-Effekt konstant halten, kann aber nicht ausschließen, dass die zusätzliche Energie an sich einen Einfluss hat.\n\nGI-Symptome wurden per Fragebogen erfasst (vor Shake, 60 Minuten nach Shake, nach Lauf), Völlegefühl per visueller Analogskala, Blutzucker per Kapillarblutprobe.\n\nDie Ergebnisse\n\nVier zentrale Befunde:\n\n1. GI-Symptome nahmen beim Laufen zu — unabhängig vom Protein. In beiden Bedingungen stiegen die Symptome zwischen Nüchternzustand und Lauf. Aber der Proteingehalt hatte keinen Einfluss auf die Gesamtsymptomatik (p = 0,85).\n\n2. Der einzige Unterschied: Blähungen. Die MP-Bedingung führte zu stärkerem Blähgefühl während des Laufs (1,23 vs. 0,54 auf der Skala; p = 0,03). Alle anderen Symptome — Übelkeit, Krämpfe, Durchfall, Sodbrennen — unterschieden sich nicht.\n\n3. Kein Unterschied im Blutzucker. Beide Shakes führten 30 Minuten nach dem Trinken zu einem Blutzuckeranstieg, aber es gab keinen Unterschied zwischen den Dosen (p = 0,20). Die Hypothese, dass Protein die Blutzuckerregulation verbessern könnte (Gunnerud et al., 2013), bestätigt sich hier nicht.",[133,134,135,136,137,138,139,140,141,142,143,144,145],"Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.","Aber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.","Das Setup","Shaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. 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Schlaf.\n\nWas Schlaf eigentlich macht\n\nNedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.\n\nUnterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.\n\nIdentisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf\n\nZwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:\n\n8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse\n\nBei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.\n\nHerz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. Umgekehrt verlor die Dauer ihre Bedeutung, sobald man für Regelmässigkeit adjustierte.\n\nHeisst: Wer jede Nacht sechs Stunden schläft, aber immer zur gleichen Zeit, fährt besser als wer mal sieben und mal fünf bekommt.\n\nUnd dann der Kopf. Sabia hat 7.959 britische Staatsbedienstete über 25Jahre begleitet (Sabia et al., 2021). Wer mit 50 sechs Stunden oder weniger schlief, hatte ein um 22% erhöhtes Demenzrisiko; mit 60 waren es 37%; wer dauerhaft kurz schlief, landete…",[158,159,160,161,162,163,164,165,166,167,168],"Es gibt ein Werkzeug für Gewicht, Herz und Kopf, das nichts kostet, keine Nebenwirkungen hat und in fast jeder Studie besser abschneidet als das, was man dafür kaufen kann. Schlaf.","Was Schlaf eigentlich macht","Nedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.","Unterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.","Identisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf","Zwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:","8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse","Bei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.","Herz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. Umgekehrt verlor die Dauer ihre Bedeutung, sobald man für Regelmässigkeit adjustierte.","Heisst: Wer jede Nacht sechs Stunden schläft, aber immer zur gleichen Zeit, fährt besser als wer mal sieben und mal fünf bekommt.","Und dann der Kopf. Sabia hat 7.959 britische Staatsbedienstete über 25Jahre begleitet (Sabia et al., 2021). Wer mit 50 sechs Stunden oder weniger schlief, hatte ein um 22% erhöhtes Demenzrisiko; mit 60 waren es 37%; wer dauerhaft kurz schlief, landete…",25,[171,181,193],{"id":172,"slug":173,"title":174,"excerpt":175,"date":176,"modified":177,"categories":178,"tags":179,"featured_media":14,"featured_image_url":180,"featured_image_alt":16,"primary_category_slug":17,"seo_description":18,"sources":18},255857,"unendliches-volumen-fuer-hypertrophie-teil-1-2","Unendliches Volumen für Hypertrophie? Why I don’t buy it. (Die Pelland-Studie) – Teil 1\u002F2","In den letzten Jahren wird die Auswirkung des Volumens im Krafttraining auf die Muskelhypertrophie immer genauer unter die Lupe genommen. [&hellip;]","2026-01-23T10:51:33","2026-03-13T10:30:49",[12],[],"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Funendliches_volumen.jpg",{"id":182,"slug":183,"title":184,"excerpt":185,"date":186,"modified":187,"categories":188,"tags":190,"featured_media":14,"featured_image_url":192,"featured_image_alt":16,"primary_category_slug":17,"seo_description":18,"sources":18},244031,"pausezeiten","Wie viel Pausenzeit zwischen den Sätzen ist optimal?","Gehen wir mal von folgendem Beispiel aus: In deinem Trainingsplan stehen 3&#215;6 Kreuzheben oder 3&#215;12 Bizepscurls. 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