[{"data":1,"prerenderedAt":216},["ShallowReactive",2],{"magazin-current-issue":3,"article-ernaehrung-rotes-fleisch":155,"related-ernaehrung-rotes-fleisch":171,"comments-rotes-fleisch":202},{"issueNumber":4,"ym":5,"issueDate":6,"coverTitle":7,"coverSub":8,"coverDesc":9,"coverImage":10,"manifestUrl":11,"previewPdf":12,"previewPages":13,"pageCount":42,"lockAfterPage":43,"sections":44},1,"2026-04","April 2026","Training, Ernährung und Gesundheit für die zweite Lebenshälfte"," Abnehmen ab 50, Kollagen, Koffein, Schlaf","","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fcover.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fmanifest.json","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpublic-preview.pdf",[14,15,16,17,18,19,20,21,22,23,24,25,26,27,28,29,30,31,32,33,34,35,36,37,38,39,40,41],"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-01.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-02.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-03.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-04.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-05.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-06.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-07.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-08.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-09.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-10.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-11.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-12.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-13.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-14.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-15.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-16.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-17.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-18.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-19.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-20.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-21.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-22.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-23.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-24.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-25.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-26.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-27.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-28.jpg",28,6,[45,65,83,111,134],{"issueNumber":4,"order":46,"slug":47,"type":48,"label":49,"title":50,"subtitle":9,"articleImage":51,"teaserText":53,"teaserParagraphs":54,"wordCount":62,"gating":63,"firstPage":64},2,"abnehmen-ab-50-was-sich-veraendert-hat","eingeordnet","Deep Dive","Abnehmen ab 50: Was sich verändert hat — und was jetzt funktioniert",{"src":52,"alt":50},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F02-abnehmen-ab-50-was-sich-veraendert-hat-hero.jpg","Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.\n\nDie naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.\n\nWarum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht\n\nEine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.\n\nDas Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:\n\nNur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. Das heißt: Diese Frauen bräuchten nach der Diät noch weniger Kalorien als vorher, um ihr neues, niedrigeres Gewicht zu halten.\n\nDiät + Ausdauer: Der Gesamtgewichtsverlust war nur marginal größer als bei Nur-Diät. Entscheidend: Der Muskelverlust bewegte sich auf demselben Niveau wie in der Nur-Diät-Gruppe — etwa 2 kg. Laufen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen Kalorien, aber sie liefern keinen ausreichenden Stimulus für Muskelerhalt. Der Reiz, den Muskeln brauchen, um nicht abgebaut zu…",[55,56,57,58,59,60,61],"Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.","Die naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.","Warum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht","Eine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.","Das Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:","Nur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. Das heißt: Diese Frauen bräuchten nach der Diät noch weniger Kalorien als vorher, um ihr neues, niedrigeres Gewicht zu halten.","Diät + Ausdauer: Der Gesamtgewichtsverlust war nur marginal größer als bei Nur-Diät. Entscheidend: Der Muskelverlust bewegte sich auf demselben Niveau wie in der Nur-Diät-Gruppe — etwa 2 kg. Laufen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen Kalorien, aber sie liefern keinen ausreichenden Stimulus für Muskelerhalt. 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Hinzu kommt der spürbare Puls-Kick nach einer grossen Dosis — das fühlt sich nach Belastung an, und von dort ist es gedanklich nur ein kurzer Weg zu \"schadet dem Herzen\".\n\nAuch die Fachlogik klingt zunächst plausibel. Koffein blockiert den Adenosin-Rezeptor und regt das zentrale Nervensystem an. Gleichzeitig hat es eine ausgesprochen variable Halbwertszeit von 1,5 bis 9,5 Stunden (Antonio et al., 2024). Wer langsam metabolisiert, spürt die Wirkung stundenlang — und deutet jedes Herzklopfen als Warnsignal. Nachvollziehbar, aber eben nicht gleichbedeutend mit Schaden.\n\nDehydriert Koffein? Nein — nicht in moderaten Mengen\n\nDer narrative Review von Antonio et al. (2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.\n\nDie zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). Kaffee zählt also zur Flüssigkeitsbilanz, er zieht sie nicht…",[75,76,77,78,79,80,81],"Zwei Vorwürfe in einem Satz: Die Tasse Kaffee entwässere dich und setze deinem Herzen zu. Klingt nach einem Doppelschlag, der Koffein endgültig ins Reich der Sünden verbannt. 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(2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.","Die zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). 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Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).\n\nSkelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.\n\n22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind\n\nNulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.\n\nKollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.\n\nPlacebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.\n\nDie Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein\n\nWas bei allen gleich war:\n\nMaximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht\n\nKein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.\n\nWas bei der Kollagengruppe besser war:\n\nQuerschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)\n\nDie Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.\n\nDer Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen\n\nHier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",[92,93,94,95,96,97,98,99,100,101,102,103,104,105,106,107,108],"Kollagen ist eines der meistverkauften Supplements im Fitnessbereich. Die Versprechen reichen von besserer Haut über gesunde Gelenke bis zu stärkeren Sehnen. Aber was sagt die Forschung wirklich? Eine aktuelle Studie liefert interessante Ergebnisse — und macht gleichzeitig die Grenzen der bisherigen Evidenz deutlich.","Sehnen bestehen fast komplett aus Kollagen","Zum Verständnis: Sehnen sind zu 60–85 % aus Kollagen aufgebaut (Kjaer, 2004). Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).","Skelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.","22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind","Nulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.","Kollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.","Placebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.","Die Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein","Was bei allen gleich war:","Maximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht","Kein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.","Was bei der Kollagengruppe besser war:","Querschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)","Die Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.","Der Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen","Hier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",298,19,{"issueNumber":4,"order":112,"slug":113,"type":85,"label":86,"title":114,"subtitle":9,"articleImage":115,"teaserText":117,"teaserParagraphs":118,"wordCount":132,"gating":63,"firstPage":133},5,"whey-protein-vor-dem-laufen","Whey Protein vor dem Laufen – wie viel verträgt der Magen wirklich?",{"src":116,"alt":114},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F05-whey-protein-vor-dem-laufen-hero.jpg","Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.\n\nAber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.\n\nDas Setup\n\nShaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. Das ist submaximal, aber nah genug an der Realität, dass Verdauungsprobleme relevant werden.\n\n60 Minuten vor dem Lauf bekamen die Teilnehmer einen Shake. In einem Crossover-Design durchlief jeder Teilnehmer beide Bedingungen:\n\nNiedrig-Protein (LP): 0,15 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + Kohlenhydrate Moderat-Protein (MP): 0,4 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + dieselbe Kohlenhydratmenge\n\nDa die Kohlenhydrate identisch gehalten wurden, hatte der MP-Shake mehr Gesamtkalorien. Das ist ein bewusster Kompromiss: Man wollte den ergogenen Kohlenhydrat-Effekt konstant halten, kann aber nicht ausschließen, dass die zusätzliche Energie an sich einen Einfluss hat.\n\nGI-Symptome wurden per Fragebogen erfasst (vor Shake, 60 Minuten nach Shake, nach Lauf), Völlegefühl per visueller Analogskala, Blutzucker per Kapillarblutprobe.\n\nDie Ergebnisse\n\nVier zentrale Befunde:\n\n1. GI-Symptome nahmen beim Laufen zu — unabhängig vom Protein. In beiden Bedingungen stiegen die Symptome zwischen Nüchternzustand und Lauf. Aber der Proteingehalt hatte keinen Einfluss auf die Gesamtsymptomatik (p = 0,85).\n\n2. Der einzige Unterschied: Blähungen. Die MP-Bedingung führte zu stärkerem Blähgefühl während des Laufs (1,23 vs. 0,54 auf der Skala; p = 0,03). Alle anderen Symptome — Übelkeit, Krämpfe, Durchfall, Sodbrennen — unterschieden sich nicht.\n\n3. Kein Unterschied im Blutzucker. Beide Shakes führten 30 Minuten nach dem Trinken zu einem Blutzuckeranstieg, aber es gab keinen Unterschied zwischen den Dosen (p = 0,20). Die Hypothese, dass Protein die Blutzuckerregulation verbessern könnte (Gunnerud et al., 2013), bestätigt sich hier nicht.",[119,120,121,122,123,124,125,126,127,128,129,130,131],"Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.","Aber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.","Das Setup","Shaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. 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Schlaf.\n\nWas Schlaf eigentlich macht\n\nNedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.\n\nUnterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.\n\nIdentisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf\n\nZwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:\n\n8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse\n\nBei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.\n\nHerz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. Umgekehrt verlor die Dauer ihre Bedeutung, sobald man für Regelmässigkeit adjustierte.\n\nHeisst: Wer jede Nacht sechs Stunden schläft, aber immer zur gleichen Zeit, fährt besser als wer mal sieben und mal fünf bekommt.\n\nUnd dann der Kopf. Sabia hat 7.959 britische Staatsbedienstete über 25Jahre begleitet (Sabia et al., 2021). Wer mit 50 sechs Stunden oder weniger schlief, hatte ein um 22% erhöhtes Demenzrisiko; mit 60 waren es 37%; wer dauerhaft kurz schlief, landete…",[143,144,145,146,147,148,149,150,151,152,153],"Es gibt ein Werkzeug für Gewicht, Herz und Kopf, das nichts kostet, keine Nebenwirkungen hat und in fast jeder Studie besser abschneidet als das, was man dafür kaufen kann. Schlaf.","Was Schlaf eigentlich macht","Nedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.","Unterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.","Identisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf","Zwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:","8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse","Bei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.","Herz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. Umgekehrt verlor die Dauer ihre Bedeutung, sobald man für Regelmässigkeit adjustierte.","Heisst: Wer jede Nacht sechs Stunden schläft, aber immer zur gleichen Zeit, fährt besser als wer mal sieben und mal fünf bekommt.","Und dann der Kopf. Sabia hat 7.959 britische Staatsbedienstete über 25Jahre begleitet (Sabia et al., 2021). Wer mit 50 sechs Stunden oder weniger schlief, hatte ein um 22% erhöhtes Demenzrisiko; mit 60 waren es 37%; wer dauerhaft kurz schlief, landete…",25,{"id":156,"slug":157,"title":158,"content":159,"excerpt":160,"date":161,"modified":162,"categories":163,"tags":165,"featured_media":167,"featured_image_url":168,"featured_image_alt":9,"primary_category_slug":169,"seo_description":170,"sources":170},235846,"rotes-fleisch","Ist rotes Fleisch wirklich ungesund? Faktencheck und konkrete Empfehlungen!","\u003Cp>Oft ist zu hören, man solle aus gesundheitlichen Gründen weniger rotes Fleisch essen. Der Zeitgeist ist sich sicher: Fleisch ist ungesund. \u003C\u002Fp> \u003Cp>Eine Vielzahl von Beobachtungsstudien zeigt tatsächlich, dass Krankheiten wie \u003Cstrong>Krebs, Herzkrankheiten und Typ 2 Diabetes\u003C\u002Fstrong> gehäuft bei hohem Konsum von \u003Cstrong>rotem Fleisch\u003C\u002Fstrong> auftreten.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_235846\">1\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_235846-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">Carr PR, Walter V, Brenner H, Hoffmeister M. Meat subtypes and their association with colorectal cancer: Systematic review and meta-analysis. Int J Cancer. 2016 Jan 15;138(2):293-302. doi: 10.1002\u002Fijc.29423. Epub 2015 Feb 24. Review. PubMed PMID: 25583132.\u003C\u002Fspan>\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_235846\">2\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_235846-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Farvid MS, Stern MC, Norat T, Sasazuki S, Vineis P, Weijenberg MP, Wolk A, Wu K, Stewart BW, Cho E. Consumption of red and processed meat and breast cancer incidence: A systematic review and meta-analysis of prospective studies. Int J Cancer. 2018 Dec 1;143(11):2787-2799. doi: 10.1002\u002Fijc.31848. Epub 2018 Oct 3. PubMed PMID: 30183083. \u003C\u002Fspan>\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_235846\">3\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_235846-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">Kim K, Hyeon J, Lee SA, Kwon SO, Lee H, Keum N, Lee JK, Park SM. Role of Total, Red, Processed, and White Meat Consumption in Stroke Incidence and Mortality: A Systematic Review and Meta-Analysis of Prospective Cohort Studies. J Am Heart Assoc. 2017 Aug 30;6(9). pii: e005983. doi: 10.1161\u002FJAHA.117.005983. Review. PubMed PMID: 28855166; PubMed Central PMCID: PMC5634267.\u003C\u002Fspan>\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_235846\">4\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_235846-4\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Schwingshackl L, Hoffmann G, Lampousi AM, Knüppel S, Iqbal K, Schwedhelm C, Bechthold A, Schlesinger S, Boeing H. Food groups and risk of type 2 diabetes mellitus: a systematic review and meta-analysis of prospective studies. Eur J Epidemiol. 2017 May;32(5):363-375. doi: 10.1007\u002Fs10654-017-0246-y. Epub 2017 Apr 10. Review. PubMed PMID: 28397016; PubMed Central PMCID: PMC5506108.\u003C\u002Fspan> \u003C\u002Fp> \u003Cp>Nicht zuletzt deshalb empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), nicht mehr als \u003Cstrong>300-600 g Fleisch und Wurst\u003C\u002Fstrong> pro Woche zu verzehren. Für jeden Fleischesser sind das natürlich geradezu homöopathische Mengen.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_235846\">5\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_235846-5\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\">https:\u002F\u002Fwww.dge.de\u002Ffileadmin\u002Fpublic\u002Fdoc\u002Ffm\u002F10-Regeln-der-DGE.pdf\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cp style=\"text-align: center\">\u003Cstrong>Aber fußt diese Empfehlung und der weit verbreitete Glaube an Fleisch als Übeltäter wirklich auf qualitativer Evidenz?\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cdiv class=\"card mb-3\"> \u003Cdiv class=\"card-body\">\u003Cstrong>Was zählt zu rotem Fleisch?\u003C\u002Fstrong> Rind, Schwein, Lamm und weiteres Muskelfleisch von Säugetieren.\u003C\u002Fdiv> \u003C\u002Fdiv> \u003Cp>Eine neue Studie des NutriRECS-Konsortiums stellt diese Empfehlungen in Frage.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"6\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_235846\">6\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_235846-6\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"6\">Johnston BC, Zeraatkar D, Han MA, et al. Unprocessed Red Meat and Processed Meat Consumption: Dietary Guideline Recommendations From the Nutritional Recommendations (NutriRECS) Consortium. Ann Intern Med. 2019; [Epub ahead of print 1 October 2019]. doi: 10.7326\u002FM19-1621 \u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fannals.org\u002Faim\u002Ffullarticle\u002F2752328\u002Funprocessed-red-meat-processed-meat-consumption-dietary-guideline-recommendations-from\">Link\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fspan> Die ZEIT titelt sogleich: “\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.zeit.de\u002Fwissen\u002Fgesundheit\u002F2019-09\u002Fgesunde-ernaehrung-rotes-fleisch-fleischkonsum-gesundheit\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Forscher sehen keinen Grund, auf rotes Fleisch zu verzichten\u003C\u002Fa>”.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Kann man nun wieder mit dem Segen der Wissenschaft ungezügelt rotes Fleisch vertilgen? Schauen wir uns das genauer an:\u003C\u002Fp> \u003Cfigure class=\"my-6\">\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002FNutriRECS-Studie.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"176\" \u002F>\u003Cfigcaption class=\"text-sm text-gray-500 mt-2 text-center\">Diese Veröffentlichung vom 1.10.2019 sorgt für großes Aufsehen.\u003C\u002Ffigcaption>\u003C\u002Ffigure> \u003Cp>Die Hauptaussage der NutriRECS-Studie lautet zusammengefasst:\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>Die \u003Cstrong>Beweislage\u003C\u002Fstrong> für die bisherigen Empfehlungen, weniger rotes Fleisch zu essen, ist \u003Cstrong>sehr dünn\u003C\u002Fstrong>.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Legt man die höchsten Qualitätsstandards an die Auswertung der bisherigen Studien an, sieht der \u003Cstrong>statistische Zusammenhang\u003C\u002Fstrong> auf einmal doch \u003Cstrong>“schwach” bis “sehr schwach”\u003C\u002Fstrong> aus.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Rotes Fleisch ursächlich verantwortlich für negative Gesundheitseffekte? \u003Cstrong>Sehr unsicher!\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fli> \u003C\u002Ful> \u003Cp>Das Forscher-Team kommt aufgrund dieser Datenlage zu dem Schluss: \u003Cstrong>Keine Empfehlung zur Änderung des bisherigen Roten Fleisch-Konsums. \u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Die NutriRECS-Studie schaut dafür, was eine Reduktion des Fleischkonsums um 3 Portionen pro Woche bringen würde. Ergebnis: Es sind \u003Cstrong>keine positiven Gesundheitseffekte zu erwarten\u003C\u002Fstrong>.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Das ist natürlich eine starke Aussage!\u003C\u002Fp> \u003Cp>Hört man doch auf der einen Seite ständig die Empfehlung, den Konsum von rotem Fleisch zu reduzieren. Und jetzt soll das gar nicht mehr notwendig sein?\u003C\u002Fp> \u003Cfigure class=\"my-6\">\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Frind_chop.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"265\" \u002F>\u003Cfigcaption class=\"text-sm text-gray-500 mt-2 text-center\">Ein Stück rotes Rindfleisch. Wirklich gesundheitsschädlich?\u003C\u002Ffigcaption>\u003C\u002Ffigure> \u003Cp>Diese widersprüchlichen Statements sind natürlich Wasser auf die Mühlen der Wissenschaftsskeptiker, die schon immer zu wissen glauben: “\u003Cem>Heute sagen die Wissenschaftler dies, morgen das\u003C\u002Fem>”.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Bei genauerer Betrachtung löst sich dieser Widerspruch aber auf: Das NutriRECS-Forscherteam hat keine anderen Daten als diejenigen, die auch die Wissenschaftler der bisherigen Studien verwendet hatten. Nur hat das NutriRECS-Forscherteam die\u003Cstrong> höchsten Qualitätsansprüche\u003C\u002Fstrong> für ihre Interpretation der Daten angelegt. Dafür verwendeten sie die “GRADE-Kriterien”, wie es auch bei der Zulassung von Medikamenten üblich ist.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"7\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_235846\">7\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_235846-7\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"7\">https:\u002F\u002Fbestpractice.bmj.com\u002Finfo\u002Fus\u002Ftoolkit\u002Flearn-ebm\u002Fwhat-is-grade\u002F\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Die Vertreter des etablierten Paradigmas sind jedoch nicht ganz einverstanden mit diesem Vorgehen. Gegenwind kommt von der &#8222;weniger rotes Fleisch&#8220;-Fraktion: Die \u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.hsph.harvard.edu\u002Fnutritionsource\u002F2019\u002F09\u002F30\u002Fflawed-guidelines-red-processed-meat\u002F\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Harvard Universität nimmt Stellung\u003C\u002Fa> und betont:\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>Für optimale Gesundheit und Umweltverträglichkeit ist eine \u003Cstrong>pflanzenbasierte Ernährung mit relativ wenig rotem und verarbeitetem Fleisch\u003C\u002Fstrong> nach wie vor die erste Wahl.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Die geringen negativen Auswirkungen in der NutriRECS-Analyse seien in der Annahme eines geringen roten Fleischkonsums von 2-4 mal pro Woche begründet. Daher kam auch keine Reduktionsempfehlung heraus. Für jemanden, der 6-7x rotes Fleisch pro Woche äße, seien die negativen Gesundheitseffekte von rotem Fleisch vermutlich sehr deutlich.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Die Anlegung von höchsten Qualitätsstandards an die Ernährungsforschung wie mit den GRADE-Kriterien sei ungerechtfertigt. Würde man dies bei Obst, Gemüse, Zucker-Limonaden, körperlicher Aktivität oder passivem Rauchen genauso rigoros tun, wäre der statistische Zusammenhang auch nicht viel besser.\u003C\u002Fli> \u003C\u002Ful> \u003Cp>Ist die neue NutriRECS-Studie also nur das Ergebnis einiger Wissenschaftler, die mal ordentlich\u003Cstrong> in die Schlagzeilen\u003C\u002Fstrong> kommen wollten? Oder wird hier gerade das \u003Cstrong>vorherrschende Paradigma\u003C\u002Fstrong> aus den Angeln gehoben und man kann so viel rotes Fleisch essen, wie man will?\u003C\u002Fp> \u003Cp>Auf jeden Fall sind die neuen Ergebnisse eine Erinnerung daran, dass die \u003Cstrong>Beweislage oft umstrittener und weniger eindeutig\u003C\u002Fstrong> ist, als von der Anti-Fleisch-Fraktion dargestellt.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Alle Daten bedürfen noch der menschlichen Interpretation. Dies eröffnet die Möglichkeit für unterschiedliche Perspektiven.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Nichtsdestotrotz sind auch die vielen etablierten Wissenschaftler nicht auf den Kopf gefallen. Rotes (verarbeitetes) Fleisch wie Salami, Würstchen, Speck und Co. sticht doch in vielen großen Beobachtungsstudien immer wieder negativ heraus &#8211; auffälligerweise nicht nur für Krebs, sondern parallel auch für andere Krankheitsbilder.\u003C\u002Fp> \u003Cfigure class=\"my-6\">\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fverarbeitetes_rotes_fleisch.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"287\" \u002F>\u003Cfigcaption class=\"text-sm text-gray-500 mt-2 text-center\">Verarbeitetes Fleisch: gepökelt, gesalzen, fermentiert, geräuchert usw.\u003C\u002Ffigcaption>\u003C\u002Ffigure> \u003Cp>Die Effekte sind also für \u003Cstrong>verarbeitetes Fleisch\u003C\u002Fstrong> da, auch wenn sie klein sind.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Beobachtungsstudien sind jedoch nicht dazu geeignet, Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zu belegen. Es kann zum Beispiel immer sein, dass Menschen, die viel rotes (verarbeitetes) Fleisch essen, gleichzeitig öfter rauchen, übergewichtig sind oder wenig Sport treiben.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Diese Störfaktoren versucht man zwar herauszurechnen. Doch ob das immer zu 100% bewerkstelligt werden kann, ist fraglich.\u003C\u002Fp> \u003Cp>So bleibt es sehr schwer einzuschätzen, wie die Gesundheitsrisiken für jemanden aussehen, der zwar 5x pro Woche mageres rotes Fleisch, dazu aber sehr viel Gemüse und Obst isst und außerdem Kraft- und Ausdauertraining betreibt.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Warum sollte rotes Fleisch auf einmal ungesund sein? Die evolutionäre Perspektive\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Aus einer evolutionshistorischen Sicht halten einige Wissenschaftler die \u003Cstrong>Gesundheitsgefahren\u003C\u002Fstrong> von rotem Fleisch für \u003Cstrong>unwahrscheinlich\u003C\u002Fstrong> und sehen diese \u003Cstrong>keineswegs\u003C\u002Fstrong> durch solide wissenschaftliche Beweise gestützt.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"8\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_235846\">8\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_235846-8\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"8\">https:\u002F\u002Fwww.tandfonline.com\u002Fdoi\u002Ffull\u002F10.1080\u002F10408398.2019.1657063\u003C\u002Fspan> Hier einige Zitate:\u003C\u002Fp> \u003Cblockquote> \u003Cp class=\"tw-data-text tw-text-large XcVN5d tw-ta\" dir=\"ltr\" data-placeholder=\"Übersetzung\">\u003Cspan lang=\"de\">„Obwohl Fleisch seit Millionen von Jahren ein zentraler Bestandteil der menschlichen Ernährung ist, fördern einige Ernährungsbehörden, die häufig enge Verbindungen zu Tierschützern oder anderen Formen des ideologischen Vegetarismus &#8211; wie dem \u003C\u002Fspan>Seventh-day Adventist Church \u003Cspan lang=\"de\">haben (\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.mdpi.com\u002F2077-1444\u002F9\u002F9\u002F251\">Banta et al. , 2018\u003C\u002Fa>) &#8211; die Ansicht, dass Fleisch eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen verursacht und keinen postiven Wert habe.&#8220;\u003Cbr \u002F> \u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003C\u002Fblockquote> \u003Cp dir=\"ltr\" data-placeholder=\"Übersetzung\">Das ist ein gewichtiger Gedanke: Warum soll Fleisch, das seit Millionen Jahren ein zentraler Bestandteil unserer Ernährung ist, auf einmal ungesund sein? Ist das wahrscheinlich?\u003C\u002Fp> \u003Cp dir=\"ltr\" data-placeholder=\"Übersetzung\">Das bezieht sich natürlich vor allem auf \u003Cstrong>unverarbeitetes Fleisch\u003C\u002Fstrong>, wie es auch dem Jäger und Sammler früher zugänglich war. Nicht gemeint sind damit Würstchen, Frikadellen und Co.\u003C\u002Fp> \u003Cblockquote> \u003Cp class=\"tw-data-text tw-text-large XcVN5d tw-ta\" dir=\"ltr\" data-placeholder=\"Übersetzung\">\u003Cspan lang=\"de\">&#8222;Wir behaupten: ein großer Teil dieser Erzählung beruht auf herausgepickten Beobachtungsstudien von geringer Qualität. Die plumpe Behauptung, rotes Fleisch sei ein „ungesundes Lebensmittel“ (\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Flinkinghub.elsevier.com\u002Fretrieve\u002Fpii\u002FS0140673618317884\">Willett et al., 2019\u003C\u002Fa>), wird nicht unterstützt. \u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cp class=\"tw-data-text tw-text-large XcVN5d tw-ta\" dir=\"ltr\" data-placeholder=\"Übersetzung\">\u003Cspan lang=\"de\">Aufgrund falscher Darstellungen des Standes der Wissenschaft versuchen einige Organisationen, die politischen Entscheidungsträger dazu zu bewegen, Maßnahmen zur Reduzierung des Fleischkonsums zu ergreifen.&#8220;\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003C\u002Fblockquote> \u003Cp dir=\"ltr\" data-placeholder=\"Übersetzung\">Das ist derselbe Punkt wie bei der NutriRECS-Studie: Studien von geringer Qualität werden passend zum gewünschten Ergebnis \u003Cstrong>verzerrt\u003C\u002Fstrong> dargestellt. Unpassende Studien gezielt weggelassen.\u003C\u002Fp> \u003Cblockquote> \u003Cp class=\"tw-data-text tw-text-large XcVN5d tw-ta\" dir=\"ltr\" data-placeholder=\"Übersetzung\">\u003Cspan lang=\"de\">„Fleisch war und ist eine wichtige Quelle für qualitativ hochwertige Ernährung. Die Theorie, dass es durch Hülsenfrüchte und Nahrungsergänzungsmittel ersetzt werden kann, ist reine Spekulation. \u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cp class=\"tw-data-text tw-text-large XcVN5d tw-ta\" dir=\"ltr\" data-placeholder=\"Übersetzung\">\u003Cspan lang=\"de\">Während sich fleischreiche Diäten in der langen Geschichte unserer Spezies als erfolgreich erwiesen haben, sind die Vorteile vegetarischer Diäten noch lange nicht bekannt, und ihre Gefahren wurden von denjenigen, die sie aufgrund fragwürdiger Beweise vorzeitig befürwortet haben, weitgehend ignoriert.&#8220;\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003C\u002Fblockquote> \u003Cp dir=\"ltr\" data-placeholder=\"Übersetzung\">Vegetarismus und vor allem Veganismus bleibt evolutionär gesehen ein \u003Cstrong>Experiment\u003C\u002Fstrong>. Auch wenn erste Studien beispielsweise positive Effekte für Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebs plausibel erscheinen lassen.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"9\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_235846\">9\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_235846-9\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"9\">Dinu M, Abbate R, Gensini GF, Casini A, Sofi F. Vegetarian, vegan diets and multiple health outcomes: A systematic review with meta-analysis of observational studies. \u003Ci>Crit Rev Food Sci Nutr\u003C\u002Fi>. 2017;57(17):3640‐3649. doi:10.1080\u002F10408398.2016.1138447\u003C\u002Fspan> Damit sind nicht alle komplexen Auswirkungen dieser Ernährungsformen untersucht. \u003C\u002Fp> \u003Cp dir=\"ltr\" data-placeholder=\"Übersetzung\">Es ist außerdem nicht bewiesen, dass die positiven Effekte von Vegetarismus durch den Verzicht auf Fleisch zustande kommt.\u003C\u002Fp> \u003Cp dir=\"ltr\" data-placeholder=\"Übersetzung\">Plausibler wäre hier sogar, den \u003Cstrong>Mehrkonsum von Pflanzen\u003C\u002Fstrong> oder generell eine Verbesserung der \u003Cstrong>Ernährungsqualität\u003C\u002Fstrong> zu vermuten. \u003C\u002Fp> \u003Ch3>Fazit und konkrete Empfehlungen\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Die Aussage, Fleisch sei generell ungesund, ist plump und undifferenziert. Oft getrieben von Wunschvorstellungen und weniger von einer überzeugenden Beweisführung.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Wir sagen:\u003C\u002Fp> \u003Cp style=\"text-align: center\">\u003Cstrong>\u003Cem>Verarbeitetes\u003C\u002Fem> rotes Fleisch hat negative gesundheitliche Auswirkungen. Für &#8222;\u003Cem>echtes\u003C\u002Fem>&#8220; rotes Fleisch sind die Effekte viel geringer. Bei weißem Fleisch wie Geflügel gibt es keine gesundheitlichen Bedenken.\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Wie verhältst du dich nun angesichts dieser Situation am besten? Hier sind unsere Tipps, die wir unter der Berücksichtigung der aktuellen Datenlage für empfehlenswert halten:\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>\u003Cstrong>Kaum oder gar kein \u003Cem>verarbeitetes\u003C\u002Fem> Fleisch wie Schinken, Salami, Speck, sonstige Wurst und Co. &#8211;\u003C\u002Fstrong> Die Weltgesundheitsorganisation sieht überzeugende Evidenz für deren krebserregende Eigenschaften\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"10\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_235846\">10\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_235846-10\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"10\">https:\u002F\u002Fwww.who.int\u002Ffeatures\u002Fqa\u002Fcancer-red-meat\u002Fen\u002F\u003C\u002Fspan> Für “echtes” rotes Fleisch gilt das nicht.\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Cstrong>Echtes \u003Cspan style=\"color: #ff0000\">rotes Fleisch \u003C\u002Fspan>in Maßen:\u003C\u002Fstrong> Ein Filet oder Steak ist wohl recht sicher nicht der Teufel auf Erden, sollte aber auch nicht morgens, mittags und abends auf dem Speiseplan stehen. Willst du auf Nummer sicher gehen, orientiere dich an \u003Cstrong>3 Portionen oder weniger pro Woche\u003C\u002Fstrong>. Das ist die Empfehlung des World Cancer Research Fund.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"11\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_235846\">11\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_235846-11\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"11\">https:\u002F\u002Fwww.wcrf.org\u002Fdietandcancer\u002Frecommendations\u002Flimit-red-processed-meat\u003C\u002Fspan> Damit bist du auf der sicheren Seite &#8211; und sollte diese Einschränkung tatsächlich nicht notwendig sein, ist es auch kein Beinbruch.\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Cstrong>Rindfleisch zur CO2-Reduktion\u003C\u002Fstrong> stark zurückfahren. Für den CO2-Ausstoß ist Rindfleisch mit großem Abstand der größte Übeltäter. Ersetze dieses mit Geflügel, Fisch oder noch besser mit pflanzlichen Eiweißquellen, um weniger Treibhausgase zu produzieren.\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Cstrong>Rotes Fleisch ist eine exzellente Quelle\u003C\u002Fstrong> für qualitatives Eiweiß, Eisen, Zink, Vitamin B12, einige B-Vitamine, Phosphor und Selen. Das sollte bei aller Aufregung nicht vergessen werden.\u003C\u002Fli> \u003C\u002Ful> \u003Cp>\u003Cstrong>Tipp:\u003C\u002Fstrong> \u003Cstrong>Öfters mal Fisch, Geflügel, Bohnen und Nüsse\u003C\u002Fstrong> als Eiweißquellen nutzen. Hier findest du eine \u003Ca href=\"\u002Flisten\u002Feiweisshaltige-lebensmittel-liste\">Auswahl an eiweißreichen Lebensmitteln\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Insgesamt sollte man sich wegen des Verzehrs von rotem Fleisch im Hinblick auf die Gesundheit \u003Cstrong>nicht den Kopf zerbrechen\u003C\u002Fstrong>. Man lebt nicht völlig gesund, wenn man darauf verzichtet, und es macht wohl auch nicht viel aus, wenn man öfters mal Steak und Schnitzel verspeist.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Rotes Fleisch ist \u003Cstrong>nur eine Komponente\u003C\u002Fstrong> unserer gesamten Ernährung und es ist unwahrscheinlich, dass ein einziges Lebensmittel unsere Gesundheit in großem Maße positiv oder negativ beeinflusst.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Viel mehr kommt es auf die \u003Cstrong>komplette Ernährung, Bewegung und andere Lebensstilfaktoren\u003C\u002Fstrong> über lange Zeiträume hinweg an.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>\u003Cb>Weitere empfehlenswerte Lektüre zum Thema:\u003C\u002Fb>\u003C\u002Fh3> \u003Cul> \u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.hsph.harvard.edu\u002Fnutritionsource\u002F2019\u002F09\u002F30\u002Fflawed-guidelines-red-processed-meat\u002F\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">New “guidelines” say continue red meat consumption habits, but recommendations contradict evidence\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fmedium.com\u002F@gidmk\u002Fis-red-meat-good-for-you-3292ed6cd200\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Is Red Meat Good For You?\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.linkedin.com\u002Fpulse\u002Fmeat-eating-your-health-really-news-david\">Meat Eating and Your Health: Is There, Really, News?\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fli> \u003C\u002Ful>","Oft ist zu hören, man solle aus gesundheitlichen Gründen weniger rotes Fleisch essen. Der Zeitgeist ist sich sicher: Fleisch ist [&hellip;]","2019-10-04T12:18:04","2025-12-07T22:07:55",[164,64],116,[166],309,0,"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Frotes_fleisch_faktencheck.jpg","ernaehrung",null,[172,182,192],{"id":173,"slug":174,"title":175,"excerpt":176,"date":177,"modified":178,"categories":179,"tags":180,"featured_media":167,"featured_image_url":181,"featured_image_alt":9,"primary_category_slug":169,"seo_description":170,"sources":170},246508,"fleisch-klima","Ist Fleisch wirklich schlecht fürs Klima?","&#8222;Weniger Fleisch für&#8217;s Klima&#8220;. Diese Forderung ist inzwischen überall zu hören. Sie impliziert, dass Fleischkonsum schlecht fürs Klima sei. 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Es ist nicht gut, ausschließlich sein eigenes Wohl im Blick zu haben. \n\nDie Betonung möglicher Gefahren einer fleischfreien Ernährung und die Einordnung als \"Experiment\" halte ich für unangemessen.",[],{"id":211,"author":212,"date":213,"content":214,"replies":215},412312312727,"Danke","2022-09-05T08:29:21+00:00","Nunja, der Mensch wird nicht ohne Grund mit einem Allesfresser-Gebiss geboren. Würde die Natur wollen, dass wir uns vegetarisch oder gar vegan ernähren, dann würden wir das auch anhand unseres Beißwerkzeuges wissen (mal abgesehen von den o.g. Vorteilen einer Fleisch beinhaltenden Ernährung).",[],1776279947149]