[{"data":1,"prerenderedAt":251},["ShallowReactive",2],{"magazin-current-issue":3,"article-ernaehrung-fleisch-klima":156,"related-ernaehrung-fleisch-klima":172,"comments-fleisch-klima":203},{"issueNumber":4,"ym":5,"issueDate":6,"coverTitle":7,"coverSub":8,"coverDesc":9,"coverImage":10,"previewCoverImage":11,"manifestUrl":12,"previewPdf":13,"previewPages":14,"pageCount":43,"sections":44},1,"2026-04","April 2026","Training, Ernährung und Gesundheit für die zweite Lebenshälfte"," Abnehmen ab 50, Kollagen, Koffein, Schlaf","","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fcover.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fcover-leseprobe.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fmanifest.json","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fsf-magazin-2026-04-leseprobe.pdf",[15,16,17,18,19,20,21,22,23,24,25,26,27,28,29,30,31,32,33,34,35,36,37,38,39,40,41,42],"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-01.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-02.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-03.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-04.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-05.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-06.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-07.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-08.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-09.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-10.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-11.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-12.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-13.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-14.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-15.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-16.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-17.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-18.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-19.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-20.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-21.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-22.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-23.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-24.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-25.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-26.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-27.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-28.jpg",28,[45,65,83,111,134],{"issueNumber":4,"order":46,"slug":47,"type":48,"label":49,"title":50,"subtitle":9,"articleImage":51,"teaserText":53,"teaserParagraphs":54,"wordCount":62,"gating":63,"firstPage":64},2,"abnehmen-ab-50-was-sich-veraendert-hat","eingeordnet","Deep Dive","Abnehmen ab 50: Was sich verändert hat — und was jetzt funktioniert",{"src":52,"alt":50},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F02-abnehmen-ab-50-was-sich-veraendert-hat-hero.jpg","Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.\n\nDie naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.\n\nWarum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht\n\nEine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.\n\nDas Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:\n\nNur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. Das heißt: Diese Frauen bräuchten nach der Diät noch weniger Kalorien als vorher, um ihr neues, niedrigeres Gewicht zu halten.\n\nDiät + Ausdauer: Der Gesamtgewichtsverlust war nur marginal größer als bei Nur-Diät. Entscheidend: Der Muskelverlust bewegte sich auf demselben Niveau wie in der Nur-Diät-Gruppe — etwa 2 kg. Laufen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen Kalorien, aber sie liefern keinen ausreichenden Stimulus für Muskelerhalt. Der Reiz, den Muskeln brauchen, um nicht abgebaut zu…",[55,56,57,58,59,60,61],"Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.","Die naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.","Warum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht","Eine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.","Das Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:","Nur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. Das heißt: Diese Frauen bräuchten nach der Diät noch weniger Kalorien als vorher, um ihr neues, niedrigeres Gewicht zu halten.","Diät + Ausdauer: Der Gesamtgewichtsverlust war nur marginal größer als bei Nur-Diät. Entscheidend: Der Muskelverlust bewegte sich auf demselben Niveau wie in der Nur-Diät-Gruppe — etwa 2 kg. Laufen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen Kalorien, aber sie liefern keinen ausreichenden Stimulus für Muskelerhalt. 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Hinzu kommt der spürbare Puls-Kick nach einer grossen Dosis — das fühlt sich nach Belastung an, und von dort ist es gedanklich nur ein kurzer Weg zu \"schadet dem Herzen\".\n\nAuch die Fachlogik klingt zunächst plausibel. Koffein blockiert den Adenosin-Rezeptor und regt das zentrale Nervensystem an. Gleichzeitig hat es eine ausgesprochen variable Halbwertszeit von 1,5 bis 9,5 Stunden (Antonio et al., 2024). Wer langsam metabolisiert, spürt die Wirkung stundenlang — und deutet jedes Herzklopfen als Warnsignal. Nachvollziehbar, aber eben nicht gleichbedeutend mit Schaden.\n\nDehydriert Koffein? Nein — nicht in moderaten Mengen\n\nDer narrative Review von Antonio et al. (2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.\n\nDie zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). Kaffee zählt also zur Flüssigkeitsbilanz, er zieht sie nicht…",[75,76,77,78,79,80,81],"Zwei Vorwürfe in einem Satz: Die Tasse Kaffee entwässere dich und setze deinem Herzen zu. Klingt nach einem Doppelschlag, der Koffein endgültig ins Reich der Sünden verbannt. 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(2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.","Die zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). 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Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).\n\nSkelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.\n\n22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind\n\nNulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.\n\nKollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.\n\nPlacebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.\n\nDie Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein\n\nWas bei allen gleich war:\n\nMaximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht\n\nKein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.\n\nWas bei der Kollagengruppe besser war:\n\nQuerschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)\n\nDie Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.\n\nDer Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen\n\nHier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",[92,93,94,95,96,97,98,99,100,101,102,103,104,105,106,107,108],"Kollagen ist eines der meistverkauften Supplements im Fitnessbereich. Die Versprechen reichen von besserer Haut über gesunde Gelenke bis zu stärkeren Sehnen. Aber was sagt die Forschung wirklich? Eine aktuelle Studie liefert interessante Ergebnisse — und macht gleichzeitig die Grenzen der bisherigen Evidenz deutlich.","Sehnen bestehen fast komplett aus Kollagen","Zum Verständnis: Sehnen sind zu 60–85 % aus Kollagen aufgebaut (Kjaer, 2004). Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).","Skelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.","22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind","Nulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.","Kollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.","Placebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.","Die Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein","Was bei allen gleich war:","Maximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht","Kein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.","Was bei der Kollagengruppe besser war:","Querschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)","Die Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.","Der Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen","Hier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",298,19,{"issueNumber":4,"order":112,"slug":113,"type":85,"label":86,"title":114,"subtitle":9,"articleImage":115,"teaserText":117,"teaserParagraphs":118,"wordCount":132,"gating":63,"firstPage":133},5,"whey-protein-vor-dem-laufen","Whey Protein vor dem Laufen – wie viel verträgt der Magen wirklich?",{"src":116,"alt":114},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F05-whey-protein-vor-dem-laufen-hero.jpg","Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.\n\nAber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.\n\nDas Setup\n\nShaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. Das ist submaximal, aber nah genug an der Realität, dass Verdauungsprobleme relevant werden.\n\n60 Minuten vor dem Lauf bekamen die Teilnehmer einen Shake. In einem Crossover-Design durchlief jeder Teilnehmer beide Bedingungen:\n\nNiedrig-Protein (LP): 0,15 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + Kohlenhydrate Moderat-Protein (MP): 0,4 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + dieselbe Kohlenhydratmenge\n\nDa die Kohlenhydrate identisch gehalten wurden, hatte der MP-Shake mehr Gesamtkalorien. Das ist ein bewusster Kompromiss: Man wollte den ergogenen Kohlenhydrat-Effekt konstant halten, kann aber nicht ausschließen, dass die zusätzliche Energie an sich einen Einfluss hat.\n\nGI-Symptome wurden per Fragebogen erfasst (vor Shake, 60 Minuten nach Shake, nach Lauf), Völlegefühl per visueller Analogskala, Blutzucker per Kapillarblutprobe.\n\nDie Ergebnisse\n\nVier zentrale Befunde:\n\n1. GI-Symptome nahmen beim Laufen zu — unabhängig vom Protein. In beiden Bedingungen stiegen die Symptome zwischen Nüchternzustand und Lauf. Aber der Proteingehalt hatte keinen Einfluss auf die Gesamtsymptomatik (p = 0,85).\n\n2. Der einzige Unterschied: Blähungen. Die MP-Bedingung führte zu stärkerem Blähgefühl während des Laufs (1,23 vs. 0,54 auf der Skala; p = 0,03). Alle anderen Symptome — Übelkeit, Krämpfe, Durchfall, Sodbrennen — unterschieden sich nicht.\n\n3. Kein Unterschied im Blutzucker. Beide Shakes führten 30 Minuten nach dem Trinken zu einem Blutzuckeranstieg, aber es gab keinen Unterschied zwischen den Dosen (p = 0,20). Die Hypothese, dass Protein die Blutzuckerregulation verbessern könnte (Gunnerud et al., 2013), bestätigt sich hier nicht.",[119,120,121,122,123,124,125,126,127,128,129,130,131],"Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.","Aber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.","Das Setup","Shaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. Das ist submaximal, aber nah genug an der Realität, dass Verdauungsprobleme relevant werden.","60 Minuten vor dem Lauf bekamen die Teilnehmer einen Shake. In einem Crossover-Design durchlief jeder Teilnehmer beide Bedingungen:","Niedrig-Protein (LP): 0,15 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + Kohlenhydrate Moderat-Protein (MP): 0,4 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + dieselbe Kohlenhydratmenge","Da die Kohlenhydrate identisch gehalten wurden, hatte der MP-Shake mehr Gesamtkalorien. Das ist ein bewusster Kompromiss: Man wollte den ergogenen Kohlenhydrat-Effekt konstant halten, kann aber nicht ausschließen, dass die zusätzliche Energie an sich einen Einfluss hat.","GI-Symptome wurden per Fragebogen erfasst (vor Shake, 60 Minuten nach Shake, nach Lauf), Völlegefühl per visueller Analogskala, Blutzucker per Kapillarblutprobe.","Die Ergebnisse","Vier zentrale Befunde:","1. GI-Symptome nahmen beim Laufen zu — unabhängig vom Protein. 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Schlaf.\n\nWas Schlaf eigentlich macht\n\nNedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.\n\nUnterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.\n\nIdentisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf\n\nZwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:\n\n8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse\n\nBei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.\n\nHerz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. Umgekehrt verlor die Dauer ihre Bedeutung, sobald man für Regelmässigkeit adjustierte.\n\nHeisst: Wer jede Nacht sechs Stunden schläft, aber immer zur gleichen Zeit, fährt besser als wer mal sieben und mal fünf bekommt.\n\nUnd dann der Kopf. Sabia hat 7.959 britische Staatsbedienstete über 25Jahre begleitet (Sabia et al., 2021). Wer mit 50 sechs Stunden oder weniger schlief, hatte ein um 22% erhöhtes Demenzrisiko; mit 60 waren es 37%; wer dauerhaft kurz schlief, landete…",[144,145,146,147,148,149,150,151,152,153,154],"Es gibt ein Werkzeug für Gewicht, Herz und Kopf, das nichts kostet, keine Nebenwirkungen hat und in fast jeder Studie besser abschneidet als das, was man dafür kaufen kann. Schlaf.","Was Schlaf eigentlich macht","Nedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.","Unterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.","Identisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf","Zwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:","8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse","Bei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.","Herz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. Umgekehrt verlor die Dauer ihre Bedeutung, sobald man für Regelmässigkeit adjustierte.","Heisst: Wer jede Nacht sechs Stunden schläft, aber immer zur gleichen Zeit, fährt besser als wer mal sieben und mal fünf bekommt.","Und dann der Kopf. Sabia hat 7.959 britische Staatsbedienstete über 25Jahre begleitet (Sabia et al., 2021). Wer mit 50 sechs Stunden oder weniger schlief, hatte ein um 22% erhöhtes Demenzrisiko; mit 60 waren es 37%; wer dauerhaft kurz schlief, landete…",25,{"id":157,"slug":158,"title":159,"content":160,"excerpt":161,"date":162,"modified":163,"categories":164,"tags":166,"featured_media":168,"featured_image_url":169,"featured_image_alt":9,"primary_category_slug":170,"seo_description":171,"sources":171},246508,"fleisch-klima","Ist Fleisch wirklich schlecht fürs Klima?","\u003Cp>&#8222;Weniger Fleisch für&#8217;s Klima&#8220;. Diese Forderung ist inzwischen überall zu hören. Sie impliziert, dass Fleischkonsum schlecht fürs Klima sei.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Doch stimmt diese Annahme überhaupt?\u003C\u002Fp> \u003Cp>Oder ist sie ähnlich gelagert, wie die falsche Pauschalaussage &#8222;\u003Cem>\u003Ca href=\"\u002Fernaehrung\u002Frotes-fleisch\">Fleisch ist schlecht für die Gesundheit\u003C\u002Fa>&#8222;\u003C\u002Fem>.\u003C\u002Fp> \u003Cp>In diesem Artikel schauen wir uns konkrete Daten und Fakten an. Außerdem erhältst du eine Einordnung und konkrete Empfehlungen, wie du deinen CO₂-Ausstoß senken kannst.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Wie viel CO₂ verursacht die Ernährung?\u003C\u002Fh3> \u003Cp>\u003Cstrong>12 Tonnen CO\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>₂\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>*\u003C\u002Fstrong> pro Jahr erzeugt ein Deutscher im Schnitt.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_246508\">1\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_246508-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fuba.co2-rechner.de\u002Fde_DE\u002F\">CO2-Rechner Umweltbundesamt\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Davon sind aber lediglich \u003Cstrong>1,7 Tonnen CO\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>₂\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>*\u003C\u002Fstrong> auf die Ernährung zurückzuführen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Die Ernährung verursacht damit \u003Cstrong>~15 % unseres persönlichen CO\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>₂\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>-Ausstoßes\u003C\u002Fstrong>. 85 % kommen aus anderen Quellen (siehe Abb 1.).\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_246508\">2\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_246508-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.destatis.de\u002FDE\u002FThemen\u002FGesellschaft-Umwelt\u002FUmwelt\u002FUGR\u002Fenergiefluesse-emissionen\u002F_inhalt.html\">Direkte und indirekte CO₂-Emissionen in Deutschland\u003C\u002Fa> (Statistisches Bundesamt) \u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cfigure class=\"my-6\">\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fimage6.jpg\" alt=\"\" width=\"673\" height=\"480\" \u002F>\u003Cfigcaption class=\"text-sm text-gray-500 mt-2 text-center\">Abb. 1: \u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.destatis.de\u002FDE\u002FThemen\u002FGesellschaft-Umwelt\u002FUmwelt\u002FUGR\u002Fenergiefluesse-emissionen\u002F_inhalt.html\">Direkte und indirekte CO₂-Emissionen in Deutschland\u003C\u002Fa> (Statistisches Bundesamt)\u003C\u002Ffigcaption>\u003C\u002Ffigure> \u003Cp>Wer seinen CO₂-Ausstoß reduzieren will, muss aber natürlich an allen Emissionsquellen ansetzen. Damit auch an der Ernährung.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Wie viel CO₂ durch Fleisch?\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Unterschiedliche Fleischsorten haben ganz unterschiedliche CO₂-Bilanzen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>\u003Cem>Rindfleisch\u003C\u002Fem>\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong> ist der große Übeltäter \u003C\u002Fstrong>(+ andere Wiederkäuer wie bspw. Lamm, Ziegen usw.).\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>Rindfleisch \u003C\u002Fstrong>erzeugt im Vergleich zu\u003Cstrong> Puten- und Schweinefleisch \u003Cspan style=\"color: #ff0000\">5x bis 10x mehr\u003C\u002Fspan> Treibhausgase.\u003C\u002Fstrong>\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_246508\">3\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_246508-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">Eshel G, Shepon A, Makov T, Milo R. Land, irrigation water, greenhouse gas, and reactive nitrogen burdens of meat, eggs, and dairy production in the United States. Proc Natl Acad Sci U S A. 2014 Aug 19;111(33):11996-2001. doi: 10.1073\u002Fpnas.1402183111. Epub 2014 Jul 21. PMID: 25049416; PMCID: PMC4143028.\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cp>In konkreten Zahlen bedeutet das:\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>\u003Cstrong>1000 kcal Rindfleisch\u003C\u002Fstrong> produzieren \u003Cstrong>~10 kg CO\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>₂\u003C\u002Fstrong>,\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Cstrong>1000 kcal Pute oder Schwein\u003C\u002Fstrong> nur \u003Cstrong>~2 kg CO\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>₂\u003C\u002Fstrong>. Übrigens genau so viel wie Milchprodukte oder Eier.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful> \u003Cp>Auf dem folgenden Bild siehst du, wie viel mehr CO₂ durch Rindfleisch verursacht wird. Auch bei Land, Wasser und reaktivem Stickstoff sieht es für Rindfleisch schlecht aus.\u003C\u002Fp> \u003Cfigure class=\"my-6\">\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fimage1.jpg\" alt=\"\" width=\"1280\" height=\"457\" \u002F>\u003Cfigcaption class=\"text-sm text-gray-500 mt-2 text-center\">Ressourcenverbrauch von Milchprodukten, Rind, Geflügel, Schwein und Eier pro 1000 kcal.\u003C\u002Ffigcaption>\u003C\u002Ffigure> \u003Cp>Wiederkäuer wie Rinder erzeugen durch ihre spezielle Verdauung große Mengen an \u003Cstrong>Methan\u003C\u002Fstrong>, welches besonders klimaschädlich ist.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Wichtig mitzunehmen: Neben der \u003Cstrong>Menge\u003C\u002Fstrong> kommt es also sehr stark darauf an, \u003Cstrong>welche Art von Fleisch\u003C\u002Fstrong> du genau isst.\u003C\u002Fp> \u003Cp>O. K., aber was kannst du trotzdem mit deiner Ernährung gegen den Klimawandel tun?\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Ist Fleisch also gar kein Problem für den CO₂-Ausstoß?\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Nein, das kann man so auch nicht sagen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>Pflanzliche Lebensmittel \u003C\u002Fstrong>produzieren \u003Cem>im Schnitt weniger Treibhausgase\u003C\u002Fem> als \u003Cstrong>tierische Lebensmittel\u003C\u002Fstrong>.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Aber auch hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen:\u003C\u002Fp> \u003Cfigure class=\"my-6\">\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fimage2.png\" alt=\"\" width=\"1284\" height=\"910\" \u002F>\u003Cfigcaption class=\"text-sm text-gray-500 mt-2 text-center\">Abb. 2 &#8211; CO2 Ausstoß pro Kiologramm unterschiedliche Lebensmittel.\u003C\u002Ffigcaption>\u003C\u002Ffigure> \u003Cp>Wir sehen: 1 kg \u003Cstrong>Rind \u003C\u002Fstrong>und\u003Cstrong> Lamm\u003C\u002Fstrong> ganz rechts bei ca. 25 kg CO₂. Das ist zu erwarten.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Dann ein gewaltiger 70 % Sprung nach unten auf 8 kg CO₂ bei \u003Cstrong>Butter und Käse\u003C\u002Fstrong>. Kein Wunder, das sind Produkte, die Kuhhaltung erfordern.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Dann geht es auf 3–5 kg CO₂ nach unten für jeweils 1 kg \u003Cstrong>Hühnchen, Schwein, Fisch, Eier, und nanu(!) Reis\u003C\u002Fstrong>.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Auch \u003Cstrong>Obst &amp; Gemüse\u003C\u002Fstrong> aus beheizten Gewächshäusern liegen in diesem CO₂-Bereich.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_246508\">4\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_246508-4\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Clune, Stephen &amp; Verghese, Karli &amp; Crossin, Enda. (2016). Systematic review of greenhouse gas emissions for different fresh food categories. Journal of Cleaner Production. in press. 10.1016\u002Fj.jclepro.2016.04.082. \u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Es scheint auf einmal gar nicht mehr so eindeutig, ob Fleisch oder andere Lebensmittel weniger klimaschädlich sind.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Zudem gilt es, noch etwas Wichtiges zu beachten. Die CO₂ kg Angaben in Abb. 2 oben beziehen sich immer auf \u003Cstrong>1 kg Lebensmittel\u003C\u002Fstrong>. Butter, Sahne und Käse rangieren zwar höher als Hülsenfrüchte, Gemüse und Obst. Aber oft haben diese Milchprodukte 10-20x so viele Kalorien. Daher isst du davon mengenmäßig auch wesentlich weniger.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Beispiel: 10 g Butter sind schon ein Brotaufstrich. 500 g Erdbeeren oder Brokkoli sind hingegen schnell konsumiert.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Wie viel du von den jeweiligen Lebensmitteln tatsächlich isst, spielt also auch keine geringe Rolle.\u003C\u002Fp> \u003Ch2>Welche Ernährungsmuster für weniger CO₂-Emissionen?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Anstatt auf einzelne Lebensmittel zu schauen, ist ein Blick auf \u003Cstrong>dein gesamtes Ernährungsmuster\u003C\u002Fstrong> konkret hilfreicher.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Auf folgendem Bild siehst du das \u003Cstrong>%-uale Einsparungspotential\u003C\u002Fstrong> an CO₂ für verschiedene Ernährungsformen:\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_246508\">5\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_246508-5\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\">Aleksandrowicz L, Green R, Joy EJ, Smith P, Haines A. The Impacts of Dietary Change on Greenhouse Gas Emissions, Land Use, Water Use, and Health: A Systematic Review. PLoS One. 2016 Nov 3;11(11):e0165797. doi: 10.1371\u002Fjournal.pone.0165797. PMID: 27812156; PMCID: PMC5094759.\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"mx-auto block\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fimage5.jpg\" alt=\"\" width=\"550\" height=\"271\" \u002F> \u003Cp>Was sehen wir auf dem Bild?\u003C\u002Fp> \u003Cp>Generell führen pflanzliche Ernährungsmuster im Vergleiche zu einer Ernährung mit vielen tierischen Produkten zu einem geringeren CO₂-Ausstoß.\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>\u003Cstrong>Vegan: 45 % weniger CO\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>₂\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>:\u003C\u002Fstrong> Nichts schlägt eine vegane Ernährung. Mit einer veganen Ernährung reduziert man die Treibhausgasemissionen um ca. 45 %.\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Cstrong>Vegetarisch: 30 % weniger CO\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>₂\u003C\u002Fstrong> gelingt mit einer vegetarischen Ernährung. Als Pesco-Vegetarier (vegetarischen Ernährung + Fisch) rangiert man immerhin auch noch bei 25 % weniger Emissionen.\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Cstrong>Sustainable Diet: 30–35 % weniger CO\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>₂\u003C\u002Fstrong>\u003Cstrong>: \u003C\u002Fstrong>Eine beachtliche 20 %-Reduktion bekommst du bereits, wenn du Rindfleisch durch Geflügel, Schwein und Fisch austauschst. Ersetzt du zusätzlich noch Fleisch und Milchprodukte zum Teil durch pflanzliche Lebensmittel, bist du insgesamt bei 30–35 % weniger CO₂.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful> \u003Ch2>Um wie viel reduzieren sich deine gesamten CO₂-Emissionen?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>20 bis 45 % CO₂-Einsparungen bei der Ernährung entsprechen jährlich ca. 0,3 bis 0,8 t weniger CO₂.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Deine jährlichen Gesamtemissionen verringerst du damit aber nur um 2,5 bis knapp 7 %.\u003C\u002Fp> \u003Cdiv class=\"overflow-x-auto rounded-lg border border-gray-200 bg-white not-prose my-6\">\n\u003Ctable class=\"w-full text-sm\">\n\u003Cthead>\n\u003Ctr class=\"border-b border-gray-200 bg-gray-50\">\n\u003Cth class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-left font-semibold text-gray-900\">CO₂-Einsparung Ernährung\u003C\u002Fth>\n\u003Cth class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right font-semibold text-gray-900\">Entspricht\u003C\u002Fth>\n\u003Cth class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right font-semibold text-gray-900\">Gesamtreduktion\u003C\u002Fth>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Fthead>\n\u003Ctbody class=\"divide-y divide-gray-100\">\n\u003Ctr class=\"hover:bg-gray-50\">\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 font-medium text-gray-900\">20 %\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right text-gray-600 tabular-nums\">0,3 t\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right text-emerald-600 font-medium tabular-nums\">−2,5 %\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr class=\"hover:bg-gray-50\">\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 font-medium text-gray-900\">25 %\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right text-gray-600 tabular-nums\">0,4 t\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right text-emerald-600 font-medium tabular-nums\">−3,3 %\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr class=\"hover:bg-gray-50\">\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 font-medium text-gray-900\">30 %\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right text-gray-600 tabular-nums\">0,5 t\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right text-emerald-600 font-medium tabular-nums\">−4,2 %\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr class=\"hover:bg-gray-50\">\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 font-medium text-gray-900\">35 %\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right text-gray-600 tabular-nums\">0,6 t\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right text-emerald-600 font-medium tabular-nums\">−5,0 %\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr class=\"hover:bg-gray-50\">\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 font-medium text-gray-900\">40 %\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right text-gray-600 tabular-nums\">0,7 t\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right text-emerald-600 font-medium tabular-nums\">−5,8 %\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr class=\"hover:bg-gray-50\">\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 font-medium text-gray-900\">45 %\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right text-gray-600 tabular-nums\">0,8 t\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-right text-emerald-600 font-medium tabular-nums\">−6,6 %\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Ftbody>\n\u003C\u002Ftable>\n\u003C\u002Fdiv> \u003Cp>Eine Reduktion von ~5 % ist natürlich besser als nichts!\u003C\u002Fp> \u003Cp>Aber sind wir ehrlich: Der große Durchbruch ist das nicht.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Diese Erkenntnis hat zwei wichtige Implikationen für die Diskussion über den Klimawandel:\u003C\u002Fp> \u003Col> \u003Cli>Die persönliche Ernährung kann einen kleinen Beitrag auf dem Weg zu weniger Emissionen leisten.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Diskussionen über die Ernährung können von Klima-Gegnern leicht als Ablenkungsmanöver benutzt werden, um von den wirklich großen CO₂-Schleudern \u003Cem>(\u003C\u002Fem>wie Wohnen oder Verkehr\u003Cem>) a\u003C\u002Fem>bzulenken.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Fol> \u003Ch2>Fazit\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Ist &#8222;Fleisch&#8220; nun schlecht fürs Klima?\u003C\u002Fp> \u003Cp>Wichtig ist zu unterscheiden, ob wir von \u003Cstrong>Rind, Lamm, Schwein oder Geflügel\u003C\u002Fstrong> sprechen.\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>\u003Cstrong>Rindfleisch\u003C\u002Fstrong> und andere Wiederkäuer sehen bezüglich CO₂-Bilanz wirklich miserabel aus (25 kg CO₂).\u003C\u002Fli> \u003Cli>\u003Cstrong>Geflügel und Schweinefleisch\u003C\u002Fstrong> haben aber viel bessere Klimabilanzen (3-5 kg CO₂). Auch \u003Cstrong>Fisch\u003C\u002Fstrong> steht mit 3–4 kg CO₂ nicht so schlecht da.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Eine \u003Cstrong>20 % Co2-Reduktion\u003C\u002Fstrong> erreichst du bereits, indem du kein Rind und Lamm (nicht Fleisch generell!) mehr isst.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Ersetzt du zusätzlich Milchprodukte, Schwein, Geflügel und andere tierische Produkte öfter durch pflanzliche Produkte, kannst du \u003Cstrong>weitere 10–15 %\u003C\u002Fstrong> einsparen.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Den maximalen Effekt einer ca. \u003Cstrong>45 % Reduktion\u003C\u002Fstrong> gibt es nur mit einer \u003Cstrong>veganen Ernährung\u003C\u002Fstrong> und dem kompletten Verzicht auf tierische Lebensmittel.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful>\n","&#8222;Weniger Fleisch für&#8217;s Klima&#8220;. Diese Forderung ist inzwischen überall zu hören. Sie impliziert, dass Fleischkonsum schlecht fürs Klima sei. Doch [&hellip;]","2022-08-10T08:53:50","2025-12-09T15:59:58",[165],116,[167],309,0,"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Ffleisch_klima2.jpg","ernaehrung",null,[173,183,193],{"id":174,"slug":175,"title":176,"excerpt":177,"date":178,"modified":179,"categories":180,"tags":181,"featured_media":168,"featured_image_url":182,"featured_image_alt":9,"primary_category_slug":170,"seo_description":171,"sources":171},244067,"fett","Fett &#8211; Bedeutung, Funktion, Zufuhr","In Zeiten der low fat Kalorien werden Fette verteufelt, wegen ihres hohen Kaloriengehalts (9 kcal\u002Fg), in den letzten Jahren werden [&hellip;]","2020-12-10T12:06:31","2021-12-10T12:13:25",[165],[167],"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Ffett-e1430646287297.jpg",{"id":184,"slug":185,"title":186,"excerpt":187,"date":188,"modified":189,"categories":190,"tags":191,"featured_media":168,"featured_image_url":192,"featured_image_alt":9,"primary_category_slug":170,"seo_description":171,"sources":171},238764,"mediterrane-ernaehrung","Mediterrane Ernährung","Die mediterrane Ernährung ist eine der besten Ernährungsformen für positive Gesundheitseffekte. 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Der Zeitgeist ist sich sicher: Fleisch ist [&hellip;]","2019-10-04T12:18:04","2025-12-07T22:07:55",[165,64],[167],"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Frotes_fleisch_faktencheck.jpg",{"count":204,"comments":205},8,[206,233,245],{"id":207,"author":208,"date":209,"content":210,"replies":211},412312312608,"Anna","2022-08-12T12:02:02+00:00","Müsste dann nicht die Conclusion lauten: \"Ja, tierische Produkte sind im Vergleich zur veganen Ernährung deutlich schlechter fürs Klima.\" Und nicht: \"Geflügel und Schwein sind aber viel weniger schlecht.\" Der Artikel riecht  nach Cherrypicking für mich...",[212],{"id":213,"author":214,"date":215,"content":216,"replies":217},412312312616,"Johannes Steinhart, Biomedizin (M.Sc.) &amp; Trainer des Deutschen Fitnesslehrer Vereinigung e.V.","2022-08-13T12:31:26+00:00","Hi Anna, ist meiner Meinung nach Wortspielerei, egal welcher Konklusion man zuneigt. Mein Ziel war es, relativ objektive Zahlen auf den Tisch zu legen. Damit sollte dann eine bessere Entscheidung möglich sein, wie man sich verhalten möchte.\r\n\r\n\"Cherrypicking\" wäre ja, wenn ich mir Zahlen heraussuchen würde, die eine bestimmte gewünschte Position unterstützen. Oder bestimmte Zahlen bewusst ignorieren würde. Ich denke nicht, dass ich das tue.",[218],{"id":219,"author":208,"date":220,"content":221,"replies":222},412312312624,"2022-08-15T10:45:44+00:00","Ich sehe das nicht als Wortspielerei, es impliziert eine andere Aussage als die Zahlen darlegen, nämlich, dass der Konsumvon Huhn und Schwein irgendwie doch ok ist fürs Klima.  Es gibt KEINEN wissenschaftlichen Grund FÜR den Konsum von tierischen Produkten. Alle Gegenargumente sind Meinung und Glaubensätze. Der Name \"scienceFitness\" impliziert Wissenschaftlichkeit.\r\nMeiner Meinung wird der Schluss des Artikels nicht anhand der Zahlen gezogen. Wäre ja auch ok zu sagen: Vegan ist besser fürs Klima, MÖCHTE\u002FKANN\u002FWILL nicht drauf verzichten. Die Argumentation von Kilogramm auf Kalorien ist halt totaler Unsinn. Ein Burgerpatty benötigt 25kg Getreide in der Herrstellung.\r\nHinzu kommt natürlich noch: die \"guten\u002Fniedrigen\" CO2 Werte von tierischen Produkten sind natürlich nur unter extremster Massentierhaltung möglich, da bei besseren Haltungsformen auch ein höherer Platz\u002FFutter\u002FWasserbedarf hinzu kommt = Je schneller man die Tiere Mässtest und je mehr man die ausbeutet, desto besser die Klimabilanz. Muss man halt wollen.",[223],{"id":224,"author":214,"date":225,"content":226,"replies":227},412312312625,"2022-08-16T05:54:04+00:00","Es kann sein, dass man es hier oder da anders ausdrücken könnte. Ich hoffe aber, dass du auch wahrnimmst, dass der letzte Satz des Fazits lautet: \r\n\r\n\"\u003Cem>Den maximalen Effekt einer ca.&nbsp;\u003C\u002Fem>\u003Cstrong>\u003Cem>45 % Reduktion\u003C\u002Fem>\u003C\u002Fstrong>\u003Cem>&nbsp;gibt es nur mit einer&nbsp;\u003C\u002Fem>\u003Cstrong>\u003Cem>veganen Ernährung\u003C\u002Fem>\u003C\u002Fstrong>\u003Cem>&nbsp;und dem kompletten Verzicht auf tierische Lebensmittel.\u003C\u002Fem>\"\r\n\r\nUnd noch ein Satz zur Wissenschaftlichkeit. Die Wissenschaft sagt nie, was zu tun ist. Diese Interpretation ist immer subjektiv durch den Menschen gesetzt.\r\n\r\nDu implizierst bspw. das Ziel, dass man bei der Ernährung maximal CO₂ einsparen sollte. Ob die 0,25 Tonnen Mehreinsparung von einer \"Sustainable Diet\" zu einer veganen Ernährung den Aufwand wert sind, lasse ich den Leser entscheiden ... indem ich beide Konsequenzen darstelle.\r\n\r\nUnd wenn du auf die wissenschaftlichen Zahlen pochst, solltest du dich genau so vehement für den Verzicht auf Reis oder Gemüse aus Gewächshäusern einsetzen. Warum die Linie genau bei Huhn und Schwein ziehen?\r\n\r\nÜbrigens liegen bei den CO₂-Werten der Lebensmittelkategorien sogenannten Lifecycle-Analysen zugrunde. Da müsste dann auch das Futtermittel für der Burger-Patty drin sein.",[228],{"id":229,"author":208,"date":230,"content":231,"replies":232},412312312626,"2022-08-16T09:49:30+00:00","Der Aufwand sich vegan zu ernährenn besteht darin morgen einfach ein nicht tierisches Produkt in den Einkaufswagen zu legen (worum es ja auch hier geht auf der Seite geht: Ernährung und Gewohnheitsänderung).Wohnen und Transport sind deutlich schwierigere Veränderungen für den Otto-Normalverbraucher. Und 0,25 Tonnen sind bei einem Ziel von 1-2Tonnen \u002FKopf in D doch recht viel. Sonst geht die Welt halt unter🤷‍♀️🤞 \r\nWissenschaft sagt uns nicht was wir tun sollen, sondern richtig schlaue Köpfe, die die Zahlen zu Ratschlägen verwursten: \"The special report on climate change and land by the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) describes plant-based diets as a major opportunity for mitigating and adapting to climate change ― and includes a policy recommendation to reduce meat consumption.\" doi: https:\u002F\u002Fdoi.org\u002F10.1038\u002Fd41586-019-02409-7\r\nhttps:\u002F\u002Fwww.nature.com\u002Farticles\u002Fd41586-019-02409-7\r\nDer Artikel ist aus DER nature  von 2019, der IPPC bericht aus 2022 stellt katastrophalere Auswirkungen in Aussicht + weniger Zeit. Ich empfehle \"Time ist up\" ein Vortrag von Benecke. \r\nUnd ja Reis und Gemüse aus Gewächshäusern ist auch nicht gut (Whataboutism...), besser ist regional und saisonales Gemüse und Getreide :-)",[],{"id":234,"author":235,"date":236,"content":237,"replies":238},412312312609,"Caro","2022-08-12T14:08:25+00:00","Und ich glaube immer noch nicht, dass 10000e ha Monokultur, größtenteils bewässerungs- und düngeintensiv, die den Boden extrem auslaugen und nach der Ernte gnadenlos der Erosion und Austrocknung überlassen sind, besser sind als eine gut gepflegte Wiese, deren Grasnarbe den Boden vor Erosion und Austrocknung schützt, die nicht bewässert werden muss und durch Viehhaltung natürlich nachgedüngt wird. \r\nDiese größtenteils naturbelassene Wiese erzeugt ein Lebensmittel, das hochenergiedicht und bedeutend vitalstoffreicher und besser verwertbar als das meiste Grünzeug ist, das wir aber verlernt haben, möglichst in all seinen Facetten zu nutzen (man biete mal jemandem Leber oder Herz an... Aufschreie garantiert!). Noch dazu gibt es diese Lebensmittel meist beim Bauern nebenan! Eine grüne Wiese bindet mit Sicherheit auch eine Menge CO2! Ganzjährig! Kann das ein brach liegender Acker??\r\nUnd was tut der ach so umweltbewusste Großkonzern oder Kleinbauer, wenn seine Sojafelder von Insekten und\u002Foder größerem hungrigen Wildgetier belagert werden??? Ist das vegan???\r\n\r\nUnd ohne diese Massen an Hektar Monokulturen werden wir eine Weltbevölkerung nicht vegan satt bekommen! Von Transportwegen und allem, was da noch dranhängt, mal ganz abgesehen!\r\n\r\nMit Viehhaltung lassen sich übrigens durch Rodung und viel zu intensive landwirtschaftliche Nutzung als Anbaufläche wüst gefallene, ausgelaugte, erodierte Böden renaturieren, womit sie wieder CO2 binden können! \r\nWird das alles mit einberechnet??? Und wer finanziert eigentlich solche Studien? \r\n\r\nFazit: Ich esse (Rind-)fleisch!!! Weil mir die Umwelt wichtig ist! Ich hol mir die Stücke, die kaum einer will, vom Bauern aus meinem Ort. Da weiß ich wie die Tiere gehalten werden, wo sie geschlachtet werden und wie lang sie transportiert wurden. Die meisten Kleinbauern achten da mittlerweile wieder sehr penibel drauf! Sicher ist Massentierhaltung absolut verachtenswert, aber die Kuh ist kein Klimakiller!!",[239],{"id":240,"author":241,"date":242,"content":243,"replies":244},412312312610,"Tobias","2022-08-12T18:14:56+00:00","Wenn wir über die heute real existierende Fleischproduktion reden, hat die mit dem beschriebenen Kleinbauern-Idyll mehrheitlich wenig zu tun. Das sollte man bei solchen Diskussionen im Hinterkopf haben. Aber gut, es gibt durchaus Konsumenten wie dich, die ihr Fleisch direkt an der Quelle besorgen, sich Gedanken machen, wo ihr Essen her kommt, und Massentierhaltung ablehnen. Finde ich lobenswert und du hast damit vermutlich einen kleineren ökologischen Fußabdruck als der typische deutsche Fleischesser.\r\n\r\nDie ökologischen Probleme mit der Kuhhaltung schafft man so aber nur zum Teil aus der Welt. Die artgerecht gehaltene Kuh auf der Weide produziert genauso Methan wie ihre Artgenossin in der Massentierhaltung und eine Wiese bindet unter dem Strich nicht allzu viel CO2 im Vergleich zu dem Wald, den wir dort in Mitteleuropa sonst meist hätten.\r\n\r\nDas empfinde ich auch als ein Grundproblem an deinem Vergleich: Du stellst zumindest rhetorisch einen Hektar Weide und einen Hektar intensiv bewirtschafteten Acker gegenüber. Und ja, da wirkt das Weideland deutlich grüner und idyllischer und ist sicher auch tatsächlich ein besseres Ökosystem. Nur: Man braucht sehr viel mehr Weide um dieselbe Menge Nahrung zu produzieren. Da gibt es ja auch direkt im Artikel die Grafik \"Ressourcenverbrauch von Milchprodukten, Rind, Geflügel, Schwein und Eier pro 1000 kcal\". Und da ist beim Landverbrauch der rot-weiß gestreifte Balken für Rindfleisch aus Weidehaltung rechts abgeschnitten, weil er bis 147 geht und die Grafik dann 10x so breit sein müsste...\r\n\r\nWir reden also über den Vergleich: 147 Hektar Weidefläche? Oder 2 Hektar Acker und 145 Hektar naturnaher Wald? Mit dem Bild im Kopf fällt es mir nicht mehr so schwer, zu glauben, dass die Wissenschaftler keineswegs vergessen haben, etwas einzuberechnen, sondern die zweite Lösung eben doch noch mal ressourcenschonender ist als selbst eine verantwortungsbewusste Tierhaltung.",[],{"id":246,"author":247,"date":248,"content":249,"replies":250},412312313540,"Elke","2022-10-07T18:44:32+00:00","Ich möchte mich Anna in allen Punkten anschließen und bin ehrlich gesagt ziemlich entsetzt von diesem Artikel. Es ist meines Erachtens nach unethisch und auch unverantwortlich, Argumente für Fleischkonsum zu stricken, wenn man sich die Klimalage und die CO2-Einsparungen bei einer rein veganen Ernährung anschaut. Umso mehr, wenn man mal über die Tiere selbst nachdenkt, wir MÜSSEN sie nicht konsumieren, die Entscheidung sollte eigentlich klar sein.",[],1776432097630]