[{"data":1,"prerenderedAt":260},["ShallowReactive",2],{"article-abnehmen-glp-1-revolution":3,"magazin-current-issue":20,"related-abnehmen-glp-1-revolution":171,"comments-glp-1-revolution":206},{"id":4,"slug":5,"title":6,"content":7,"excerpt":8,"date":9,"modified":10,"categories":11,"tags":13,"featured_media":15,"featured_image_url":16,"featured_image_alt":17,"primary_category_slug":18,"seo_description":19,"sources":19},253160,"glp-1-revolution","Die GLP-1 Revolution: Durchbruch bei der Gewichtsabnahme","\u003Cp>Mir scheint es, als ob vielen nicht ganz klar ist, dass wir uns mitten in einer \u003Cstrong>Abnehmen-Revolution\u003C\u002Fstrong> befinden.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>Die Welt der Fettabnahme wird in wenigen Jahren nichts mehr mit dem vorherigen Zustand zu tun haben.\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Man ist ja meist schon gewöhnt, bei Sensationsnachrichten in diesem Feld gezielt wegzuhören. Doch dieses Mal tut sich wirklich etwas!\u003C\u002Fp> \u003Cfigure class=\"my-6\">\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fhelmholzzentrum.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"291\" \u002F>\u003Cfigcaption class=\"text-sm text-gray-500 mt-2 text-center\">Das Helmholzzentrum München über den &#8222;Durchbruch des Jahres&#8220; (\u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.helmholtz-munich.de\u002Fnewsroom\u002Fnews\u002Fartikel\u002Fscience-kuert-glp-1-medikamente-zum-durchbruch-des-jahres\">Quelle\u003C\u002Fa>). Ich würde eher &#8222;Durchbruch des Jahrzehnts\u003C\u002Ffigcaption>\u003C\u002Ffigure> \u003Cp>Die Rede ist von den neuen GLP-1-Medikamenten. Nach langer Forschungsarbeit sind sie seit Kurzem auf dem Markt erhältlich und die Erfahrungsberichte erreichen das Sichtfeld der Öffentlichkeit.\u003C\u002Fp> \u003Cp>GLP-1-Medikamente sind aktuell bekannt unter den Namen &#8222;\u003Cem>Ozempic\u003C\u002Fem>&#8222;, &#8222;\u003Cem>Wegovy\u003C\u002Fem>&#8220; oder &#8222;\u003Cem>Mounjaro\u003C\u002Fem>&#8222;. Es kursiert auch der Begriff &#8222;\u003Cstrong>Fett-Weg-Spritze\u003C\u002Fstrong>&#8222;. Novo Nordisk &#8211; ein GLP-1 Hersteller &#8211; ist seit Kurzem das wertvollste Unternehmen in Europa! \u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"1\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_253160\">1\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_253160-1\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"1\">https:\u002F\u002Ffinance.yahoo.com\u002Fnews\u002Fhow-novo-nordisk-became-europes-most-valuable-company-164110036.html\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cfigure class=\"my-6\">\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fnovo_nordisk.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"302\" \u002F>\u003Cfigcaption class=\"text-sm text-gray-500 mt-2 text-center\">Aktienkursentwicklung von Novo Nordisk &#8211; Das wertvollste europäische Unternehmen (26.07.24, \u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fwww.finanzen.net\u002Faktien\u002Fnovo_nordisk-aktie\">Quelle\u003C\u002Fa>).\u003C\u002Ffigcaption>\u003C\u002Ffigure> \u003Cp>Allerdings gibt es GLP-1 inzwischen\u003Cstrong> auch als Tablette\u003C\u002Fstrong> zum Einnehmen. Zum Beispiel als &#8222;Rybelsus&#8220;. Diese oberflächlichen Namen sind aber relativ egal. Der Wirkstoff bzw. Wirkmechanismus ist meist ziemlich exakt der gleiche und wir konzentrieren uns in diesem Artikel auf diesen.\u003C\u002Fp> \u003Ch2>Warum ist GLP-1 so sensationell?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Schon mal versucht, Fett abzunehmen? Eine Diät durchzuhalten, ist oft nicht einfach. Das verlorene Gewicht dauerhaft zu halten, ist eine weitere Herausforderung.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Die Herausforderung Nr. 1 beim Abnehmen ist, dass man es nicht schafft, über längere Zeit ein \u003Cstrong>Kaloriendefizit\u003C\u002Fstrong> zu schaffen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>In der Fitnesswelt gibt es viele, denen das recht gut gelingt. Doch es gibt auch eine große Zahl von Menschen, die immer wieder scheitern, obwohl sie Vieles richtig machen. Hier sind vor allem diejenigen angesprochen, die eine \u003Cem>genetische Prädisposition\u003C\u002Fem> zu Übergewicht oder gar Fettleibigkeit haben.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Hier kommt GLP-1 ins Spiel. Denn wenn GLP-1 richtig wirkt, nimmt es die \u003Cstrong>Anstrengung aus dem Abnehmen\u003C\u002Fstrong>. Das gab es noch nie.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Eine Hauptreaktion des Körpers auf ein Kaloriendefizit ist \u003Cstrong>gesteigerter Hunger\u003C\u002Fstrong>. Über kurz oder lang gelingt es den vielen nicht, dem Drang nach schmackhaftem Essen standzuhalten.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>GLP-1 unterdrückt das Hungergefühl\u003C\u002Fstrong> oder senkt es auf ein \u003Cstrong>geringes Niveau\u003C\u002Fstrong>. Selbst während einer Diät gerät der Fokus aufs Essen in den Hintergrund.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Viele stark übergewichtige Menschen berichten davon, dass sie sich vermutlich \u003Cstrong>zum ersten Mal so fühlen wie schlanke Menschen\u003C\u002Fstrong> (die sich für ein gutes Sättigungsgefühl nicht anstrengen müssen). Interessant: Der Hunger ist nicht einfach komplett weg, sondern tritt mild in den Hintergrund.\u003C\u002Fp> \u003Cblockquote>Ich wache auf und fühle mich bis 16 Uhr nicht einmal ansatzweise hungrig. Normalerweise müsste ich bis 10 Uhr etwas essen, sonst werde ich zittrig, wütend und ängstlich. Dasselbe wieder um 16 Uhr. Und selbst um 16 Uhr verspürte ich nicht den Hunger wie zuvor. Es ist ein Gefühl von &#8222;\u003Cem>Ich könnte essen, aber ich muss nicht\u003C\u002Fem>.&#8220; \u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"2\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_253160\">2\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_253160-2\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"2\">Ein GLP-1 Anwender über seine Erfahrung. Authentizität von der Redaktion geprüft.\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fblockquote> \u003Ch2>Bisherige Pharmakotherapie unbedeutend\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Nun kann man einwenden, dass es doch schon lange verschiedenste Medikamente gegen Übergewicht gab. Das ist korrekt.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Allerdings hatten diese entweder einen relativ \u003Cstrong>geringen Effekt\u003C\u002Fstrong> oder, (meist wenn sie besser wirken) \u003Cstrong>unerträgliche Nebenwirkungen\u003C\u002Fstrong>.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"3\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_253160\">3\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_253160-3\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"3\">Chakhtoura M, Haber R, Ghezzawi M, Rhayem C, Tcheroyan R, Mantzoros CS. Pharmacotherapy of obesity: an update on the available medications and drugs under investigation. EClinicalMedicine. 2023 Mar 20;58:101882. doi: 10.1016\u002Fj.eclinm.2023.101882. PMID: 36992862; PMCID: PMC10041469.\u003C\u002Fspan> Aus diesem Grund konnte ich bisher auch nie eine wirkliche Begeisterung für die Pharmakotherapie entwickeln.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Zum Beispiel gab es \u003Cstrong>amphetaminartige Substanzen\u003C\u002Fstrong>. Die Artverwandten von Koks, Speed usw. führen auch zu Hungerunterdrückung. Aber zu welchem Preis? Durch molekulare Änderungen konnte man zwar die Suchtproblematik in den Griff bekommen, aber Unruhe, Schwitzen, Ängste oder erhöhter Herzschlag, Schlafprobleme sind \u003Cstrong>kein guter Deal für ein paar kg weniger\u003C\u002Fstrong>.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Andere Medikamente hemmen die Fettaufnahme nach dem Essen. Bezahlen kann man diesen Effekt mit dauerhaften Darmproblemen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Was uns das aber wirklich sagt, ist, dass wir \u003Cstrong>nie an der richtigen Stelle angesetzt\u003C\u002Fstrong> haben.\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>Ein zu geringer Energieverbrauch? Ist nicht das Kernproblem bei Übergewicht!\u003C\u002Fli> \u003Cli>Eine zu effiziente Nährstoffabsorption? Ist nicht das Kernproblem bei Übergewicht!\u003C\u002Fli> \u003Cli>Ein schlechtes Sättigungssignal? Hier liegen wir am Kern der Problematik!\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful> \u003Ch2>GLP-1 rückt der Ursache auf die Pelle\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Die Hauptursache dafür, dass Übergewicht zum grassierendsten Gesundheitsproblem seit ca. 50 Jahren wurde, liegt daran, dass unser \u003Cstrong>Gehirn in der modernen Welt die Energiezufuhr nicht mehr richtig regulieren kann\u003C\u002Fstrong>.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Tatsächlich müssten wir besser wie \u003Cstrong>Jäger und Sammler\u003C\u002Fstrong> leben, damit das funktionieren würde. Wenn ich in meine Glaskugel schaue, sieht es politisch die nächsten \u003Cstrong>50 Jahre\u003C\u002Fstrong> nicht aus.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Übrigens wäre es mir viel lieber, wir würden unsere Umwelt entsprechend anpassen, anstatt mit Pharmakologie ein selbstgeschaffenes Problem zu bekämpfen. Doch selbst kleinste Schritte in diese Richtung werden von mächtigen Interessen sofort torpediert (Lebensmittelindustrie? Einzelhandel?). Zudem wollen wir natürlich \u003Cstrong>FREI\u003C\u002Fstrong> sein, hochverarbeitete Lebensmittel rund um die Uhr einverleiben zu können.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Wollen wir die Übergewichts-Epidemie in den Griff bekommen, werden wir übrigens langfristig um Umweltänderungen nicht herumkommen. Denn selbst GLP-1-Medikamente sind keine magische Pille. Sie eröffnen meiner Meinung nach lediglich ein &#8222;Window of Opportunity&#8220;, die eigenen Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zu ändern, weil die mächtigen hormonellen Gegenreaktionen des Körpers reduziert werden.\u003C\u002Fp> \u003Ch2>Wie gut funktioniert GLP-1 zum Abnehmen?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>Sehr gut!\u003C\u002Fp> \u003Cp>In einer großen randomisiert kontrollierten Studie mit knapp 2000 Teilnehmern kam es zu über \u003Cstrong>16 % Gewichtsabnahme\u003C\u002Fstrong>. \u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"4\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_253160\">4\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_253160-4\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"4\">Wilding JPH, Batterham RL, Calanna S, Davies M, Van Gaal LF, Lingvay I, McGowan BM, Rosenstock J, Tran MTD, Wadden TA, Wharton S, Yokote K, Zeuthen N, Kushner RF; STEP 1 Study Group. Once-Weekly Semaglutide in Adults with Overweight or Obesity. N Engl J Med. 2021 Mar 18;384(11):989-1002. doi: 10.1056\u002FNEJMoa2032183. Epub 2021 Feb 10. PMID: 33567185.\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Dabei bekamen die Probanden GLP-1 + relativ \u003Cem>lasche Anweisungen\u003C\u002Fem> zu 150 Min Bewegung \u002F Woche (à la &#8222;mehr Spazierengehen&#8220;) und Ernährung (&#8222;ziele auf ein 500 kcal Defizit&#8220;). Die Placebo-Gruppe bekam dieselben Anweisungen, ohne GLP-1\u003C\u002Fp> \u003Cfigure class=\"my-6\">\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fsematuglid_effekt.jpg\" alt=\"\" width=\"769\" height=\"300\" \u002F>\u003Cfigcaption class=\"text-sm text-gray-500 mt-2 text-center\">Über 16 % Gewichtsabnahme durch Semaglutide + Ernährungs-\u002Fund Bewegung im Vergleich zu Placebo + Ernährung-\u002F und Bewegung. Groß angelegter RCT mit knapp 2000 Teilnehmern (= statistische Power!).\u003C\u002Ffigcaption>\u003C\u002Ffigure> \u003Cp>Revolutionär sind diese Ergebnisse zum einen wegen der Effektivität: 16 % Gewichtsabnahme sind enorm viel. Bisherige Medikamente dümpelten dagegen eher bei 5-10 % herum, verloren mit der Zeit an Wirksamkeit oder hatten sehr unangenehme dauerhafte Nebenwirkungen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Die 16 % sind übrigens ein Durchschnittswert. Es gab sowohl Probanden, die damit \u003Cstrong>25 % Gewicht\u003C\u002Fstrong> verloren, als auch manche nur \u003Cstrong>5 %\u003C\u002Fstrong>. Neben dem genetisch beeinflussten Ansprechen auf die Medikation hat das sicher auch damit zu tun, wie gut man die Ernährung und das Training verbessert.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Wie gesagt, man kann nicht nur GLP-1 anwenden und bei Ernährung und Training nichts verändern. Bzw. man kann schon. Aber dann wird sich nicht viel verändern.\u003C\u002Fp> \u003Ch2>Wie wirkt GLP-1 genau?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>\u003Cstrong>GLP-1 ist ein natürliches Darmhormon\u003C\u002Fstrong> und ist die Abkürzung für Glucagon-Like Peptid-1.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Es wird nach jeder Mahlzeit aus den Darmzellen freigesetzt.\u003Csup class=\"modern-footnotes-footnote modern-footnotes-footnote--expands-on-desktop\" data-mfn=\"5\" data-mfn-post-scope=\"00000000000006170000000000000000_253160\">5\u003C\u002Fsup>\u003Cspan id=\"mfn-content-00000000000006170000000000000000_253160-5\" role=\"tooltip\" class=\"modern-footnotes-footnote__note\" tabindex=\"0\" data-mfn=\"5\">Muskiet MHA, Tonneijck L, Smits MM, van Baar MJB, Kramer MHH, Hoorn EJ, Joles JA, van Raalte DH. \u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fpubmed.ncbi.nlm.nih.gov\u002F28869249\u002F\">GLP-1 and the kidney: from physiology to pharmacology and outcomes in diabetes\u003C\u002Fa>. Nat Rev Nephrol. 2017 Oct;13(10):605-628. doi: 10.1038\u002Fnrneph.2017.123. Epub 2017 Sep 4. PMID: 28869249.\u003C\u002Fspan>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Nach dem Essen steigt GLP-1 innerhalb von ca. 20 Minuten im Blut von ~5–10 pmol\u002Fl auf ~15–50 pmol\u002Fl an.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Die Wirkung entfaltet GLP-1, wenn es an die dafür vorgesehenen \u003Cstrong>Rezeptoren\u003C\u002Fstrong> andockt. Sobald es andockt, werden an Ort und Stelle bestimmte Prozesse angestoßen.\u003C\u002Fp> \u003Cp>GLP-1-Rezeptoren gibt es \u003Cstrong>überall im Körper\u003C\u002Fstrong>. Schau dir das folgende Bild dazu an:\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cimg loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"mx-auto block\" src=\"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fglp1_wirkungen.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" height=\"370\" \u002F>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Die wichtigsten Wirkungen für die Fettabnahme sind folgende:\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>1. GLP-1 im Gehirn\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Der wichtigste GLP-1-Effekt für das Abnehmen ist im Gehirn zu finden. Im \u003Cstrong>Hypothalamus\u003C\u002Fstrong> werden die Energiezufuhr und der Energieverbrauch im Körper sehr sensibel geregelt. Hier verursacht GLP-1 ein starkes \u003Cstrong>Sättigungssignal\u003C\u002Fstrong> und eine \u003Cstrong>Reduktion des Appetits\u003C\u002Fstrong>.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Erfahrungsberichte von GLP-1-RA-Anwendern berichten von &#8222;\u003Cem>Sättigung nach wenigen Bissen\u003C\u002Fem>&#8220; oder &#8222;\u003Cem>komplettes Verschwinden von &#8218;Cravings&#8216; nach Süßem oder Fettigem\u003C\u002Fem>&#8222;.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>2. GLP-1 im Magen\u003C\u002Fstrong>\u003C\u002Fp> \u003Cp>Weiterhin ist eine \u003Cstrong>verlangsamte Magenentleerung\u003C\u002Fstrong> und eine \u003Cstrong>geringere \u003Ca href=\"https:\u002F\u002Fviamedici.thieme.de\u002Flernmodul\u002F542276\u002F530963\u002Fmotilit%C3%A4t+des+magen-darm-trakts\">Darmmotilität\u003C\u002Fa>\u003C\u002Fstrong> zu beobachten. Das zugeführte Essen verweilt länger in deinem Magen-\u002FDarmtrakt. Dadurch kommt es zu einer schnelleren und langanhaltenden Sättigungs- und Völlegefühl.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Dieser Effekt kann so ausgeprägt sein, dass wenn man unter GLP-1-Medikation zu große Mahlzeiten isst, es zu Übelkeit oder sogar Erbrechen kommen kann.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>3. Interessant:\u003C\u002Fstrong> GLP-1-RA verstärken die oft unterentwickelte Insulinausschüttung nach Kohlenhydrat- oder Proteinzufuhr, während sie die Ausschüttung von Glukagon (dem &#8222;Gegenspieler von Insulin&#8220;) verringern. Dies ist ein typisches Problem bei Typ-2-Diabetes \u002F Insulinresistenz oder Prädiabetes. Daher wurden die GLP-1-Medikamente zuerst auch für diese Anwendung zugelassen. Da Übergewicht und Bewegungsmangel Insulinresistenz stark begünstigen, ist das alles im Prinzip ein und dasselbe Thema.\u003C\u002Fp> \u003Cp>So viel zum Thema, man müsse Insulin auf ganz niedrige Level bringen, um abzunehmen. Interessanterweise nehmen die Leute mit GLP-1 und einer gesteigerten Insulinausschüttung wunderbar ab.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Lesen =&gt; \u003Ca href=\"\u002Fabnehmen\u002Finsulin\">Ist Insulin tatsächlich das Problem beim Abnehmen? Die ganze Wahrheit\u003C\u002Fa>.\u003C\u002Fp> \u003Ch2>Wie funktionieren GLP-1-Medikamente?\u003C\u002Fh2> \u003Cp>GLP-1-Medikamente sind sogenannte GLP-1-Rezeptor-Agonisten (RA). Sie docken an dieselben Rezeptoren an, die für natürliches GLP-1 vorgesehen sind.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Dein Körper befindet sich damit dauerhaft in einem Zustand, wie normalerweise nur nach einer großen Mahlzeit. Klingt verrückt, ist aber so.\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Welche etablierten GLP-1-Medikamente gibt es?\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Die aktuellen GLP-1-RA-Medikamente auf dem Markt:\u003C\u002Fp> \u003Cdiv class=\"overflow-x-auto rounded-lg border border-gray-200 bg-white not-prose my-6\">\n\u003Ctable class=\"w-full text-sm\">\n\u003Cthead>\n\u003Ctr class=\"border-b border-gray-200 bg-gray-50\">\n\u003Cth class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-left font-semibold text-gray-900\">Wirkstoff\u003C\u002Fth>\n\u003Cth class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-left font-semibold text-gray-900\">Handelsname\u003C\u002Fth>\n\u003Cth class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-left font-semibold text-gray-900\">Rezeptor\u003C\u002Fth>\n\u003Cth class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-left font-semibold text-gray-900\">Anwendung\u003C\u002Fth>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Fthead>\n\u003Ctbody class=\"divide-y divide-gray-100\">\n\u003Ctr class=\"hover:bg-gray-50\">\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 font-medium text-gray-900\" rowspan=\"2\">Semaglutid\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-gray-700\">Ozempic, Wegovy\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-gray-600\">GLP-1\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-gray-600\">1x wöchentlich gespritzt\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr class=\"hover:bg-gray-50\">\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-gray-700\">Rybelsus\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-gray-600\">GLP-1\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-gray-600\">tägliche orale Einnahme\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003Ctr class=\"hover:bg-gray-50\">\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 font-medium text-gray-900\">Tirzepatid\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-gray-700\">Mounjaro\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-blue-600 font-medium\">GLP-1 + GIP\u003C\u002Ftd>\n\u003Ctd class=\"px-2 py-2 sm:px-4 sm:py-3 text-gray-600\">1x wöchentlich gespritzt\u003C\u002Ftd>\n\u003C\u002Ftr>\n\u003C\u002Ftbody>\n\u003C\u002Ftable>\n\u003C\u002Fdiv> \u003Cp>Man kann es entweder 1x wöchentlich spritzen (wie Insulin bei Diabetikern) oder täglich als Tablette einnehmen (nur bei Rybelsus).\u003C\u002Fp> \u003Ch3>Nebenwirkungen?\u003C\u002Fh3> \u003Cp>Das Nebenwirkungsprofil von GLP-1-RA ist fast zu schön, um wahr zu sein. Sie betreffen hauptsächlich den \u003Cstrong>Magen-\u002FDarmtrakt\u003C\u002Fstrong>, sind \u003Cstrong>mild bis moderat\u003C\u002Fstrong> und \u003Cstrong>verschwinden mit der Zeit\u003C\u002Fstrong>.\u003C\u002Fp> \u003Cp>\u003Cstrong>Übelkeit\u003C\u002Fstrong> ist die häufigste Nebenwirkung von GLP-1R-Agonisten mit einer Häufigkeit von 25–60 % und \u003Cstrong>Erbrechen\u003C\u002Fstrong> bei 5–15 %. In der Regel verschwinden die Nebenwirkungen nach wenigen Tagen oder Wochen. Viele Patienten kommen überhaupt nicht mit Nebenwirkungen in Kontakt.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Die genauen Ursachen dieser Magen-Darm-Beschwerden sind unklar. Es macht jedoch Sinn, dass eine \u003Cstrong>verlangsamte Magenentleerung\u003C\u002Fstrong> erst einmal ungewohnt für den Körper ist und diese Probleme auslöst.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Empfehlenswerte Gegenmaßnahmen sind:\u003C\u002Fp> \u003Cul> \u003Cli>Keine höhere Dosis als notwendig.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Die Dosis schrittweise erhöhen.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Kleine Portionen essen.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Nicht essen, falls kein Hunger besteht.\u003C\u002Fli> \u003Cli>Schon vor dem Eintritt der Sättigung aufhören zu essen.\u003C\u002Fli>\n\u003C\u002Ful> \u003Cp>Viele Ängste bezüglich \u003Cstrong>Pankreatitis, Schilddrüsenkrebs oder Muskelschwund\u003C\u002Fstrong> stellen sich bei einem Blick in gute Studien dazu als unbegründet oder nicht existent heraus.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Natürlich wissen wir bei einem so neuen Medikament nicht, was in 10, 20 oder 30 Jahren passiert. Gut möglich, dass hier noch \u003Cstrong>größere Nebenwirkungen\u003C\u002Fstrong> auftauchen werden. Aber selbst wenn das so wäre, sollte man sich eines klar machen: Alles hat seinen Preis. Gezahlt wird in jedem Fall.\u003C\u002Fp> \u003Cp>Am Ende läuft es auf eine einfache \u003Cstrong>Kosten-\u002FNutzen-Rechnung\u003C\u002Fstrong> hinaus. Übergewicht und Fettleibigkeit sind an sich verdammt tödlich und kosten viele Jahre Lebensqualität. Das gilt es gegenüber möglichen (auch gravierenden) Nebenwirkungen abzuwägen. Das Leben ist ein gefährliches Business.\u003C\u002Fp>\n","Mir scheint es, als ob vielen nicht ganz klar ist, dass wir uns mitten in einer Abnehmen-Revolution befinden. Die Welt [&hellip;]","2024-07-26T08:57:17","2025-12-07T21:24:55",[12],3,[14],309,0,"https:\u002F\u002Fwzjqouafgfqbutjwmjir.supabase.co\u002Fstorage\u002Fv1\u002Fobject\u002Fpublic\u002Fsf-uploads\u002Fglp-1-revolution.jpg","","abnehmen",null,{"issueNumber":21,"ym":22,"issueDate":23,"coverTitle":24,"coverSub":25,"coverDesc":17,"coverImage":26,"previewCoverImage":27,"manifestUrl":28,"previewPdf":29,"previewPages":30,"pageCount":59,"sections":60},1,"2026-04","April 2026","Training, Ernährung und Gesundheit für die zweite Lebenshälfte"," Abnehmen ab 50, Kollagen, Koffein, Schlaf","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fcover.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fcover-leseprobe.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fmanifest.json","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fsf-magazin-2026-04-leseprobe.pdf",[31,32,33,34,35,36,37,38,39,40,41,42,43,44,45,46,47,48,49,50,51,52,53,54,55,56,57,58],"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-01.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-02.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-03.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-04.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-05.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-06.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-07.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-08.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-09.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-10.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-11.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-12.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-13.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-14.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-15.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-16.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-17.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-18.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-19.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-20.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-21.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-22.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-23.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-24.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-25.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-26.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-27.jpg","\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002Fpreview\u002Fpage-28.jpg",28,[61,81,98,126,149],{"issueNumber":21,"order":62,"slug":63,"type":64,"label":65,"title":66,"subtitle":17,"articleImage":67,"teaserText":69,"teaserParagraphs":70,"wordCount":78,"gating":79,"firstPage":80},2,"abnehmen-ab-50-was-sich-veraendert-hat","eingeordnet","Deep Dive","Abnehmen ab 50: Was sich verändert hat — und was jetzt funktioniert",{"src":68,"alt":66},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F02-abnehmen-ab-50-was-sich-veraendert-hat-hero.jpg","Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.\n\nDie naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.\n\nWarum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht\n\nEine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.\n\nDas Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:\n\nNur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. Das heißt: Diese Frauen bräuchten nach der Diät noch weniger Kalorien als vorher, um ihr neues, niedrigeres Gewicht zu halten.\n\nDiät + Ausdauer: Der Gesamtgewichtsverlust war nur marginal größer als bei Nur-Diät. Entscheidend: Der Muskelverlust bewegte sich auf demselben Niveau wie in der Nur-Diät-Gruppe — etwa 2 kg. Laufen, Radfahren oder Schwimmen verbrennen Kalorien, aber sie liefern keinen ausreichenden Stimulus für Muskelerhalt. Der Reiz, den Muskeln brauchen, um nicht abgebaut zu…",[71,72,73,74,75,76,77],"Ab der Lebensmitte zeigt sich ein Muster, das viele so erleben: Das Gewicht steigt und steigt. Abnehmen wird immer schwerer. Was früher noch funktioniert hat, bringt jetzt nichts mehr. Fett wandert von Hüften und Oberschenkeln in die Körpermitte. Selbst wenn die Waage stabil bleibt, verschiebt sich langsam das Muskel:Fett-Verhältnis.","Die naheliegende Diagnose ist oft: Stoffwechsel eingebrochen und \"kann man eh nichts dagegen machen\". Doch die Daten sagen etwas anderes. Also einfach noch weniger essen? Nein, das ist zu einfach. In Wirklichkeit hat sich deine Biologie geändert. Die Spielregeln sind nicht mehr dieselben wie vor 30 Jahren. Dein Körper reagiert ab jetzt sensibler, weniger fehlerverzeihend und benötigt ganz präzise die richtigen Inputs. Schauen wir uns an, was genau sich verändert und wie du darauf reagieren solltest.","Warum Kaloriendefizit allein ab 50 nach hinten losgeht","Eine vielzitierte Studie der Universität Illinois hat 180 Frauen zwischen 50 und 70 Jahren über ein Jahr begleitet (Beavers et al., 2017). Alle Teilnehmerinnen waren in einem moderaten Kaloriendefizit (500 kcal täglich) und wurden in drei Gruppen aufgeteilt: nur Diät, Diät plus Ausdauertraining, Diät plus Krafttraining.","Das Ergebnis, aufgeschlüsselt per DXA-Körperzusammensetzungsmessung:","Nur Diät: 6,6 kg Gewichtsverlust im Schnitt — klingt gut. Aber davon waren rund 2,2 kg Muskelmasse (ein Drittel) und nur 4,4 kg Fettgewebe. Ein Drittel des „Erfolgs\" war in Wirklichkeit der Abbau von genau dem Gewebe, das den Grundumsatz erhält. Entsprechend sank dieser messbar. 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Hinzu kommt der spürbare Puls-Kick nach einer grossen Dosis — das fühlt sich nach Belastung an, und von dort ist es gedanklich nur ein kurzer Weg zu \"schadet dem Herzen\".\n\nAuch die Fachlogik klingt zunächst plausibel. Koffein blockiert den Adenosin-Rezeptor und regt das zentrale Nervensystem an. Gleichzeitig hat es eine ausgesprochen variable Halbwertszeit von 1,5 bis 9,5 Stunden (Antonio et al., 2024). Wer langsam metabolisiert, spürt die Wirkung stundenlang — und deutet jedes Herzklopfen als Warnsignal. Nachvollziehbar, aber eben nicht gleichbedeutend mit Schaden.\n\nDehydriert Koffein? Nein — nicht in moderaten Mengen\n\nDer narrative Review von Antonio et al. (2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.\n\nDie zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). Kaffee zählt also zur Flüssigkeitsbilanz, er zieht sie nicht…",[90,91,92,93,94,95,96],"Zwei Vorwürfe in einem Satz: Die Tasse Kaffee entwässere dich und setze deinem Herzen zu. Klingt nach einem Doppelschlag, der Koffein endgültig ins Reich der Sünden verbannt. 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(2024) im Journal of the International Society of Sports Nutrition räumt mit dem Dehydrations-Mythos ziemlich klar auf (Antonio et al., 2024). Moderate Tagesdosen von etwa 250–300 mg (rund 3 mg\u002Fkg, drei Tassen Kaffee) erhöhen bei Gewohnheitstrinkern das Urinvolumen nicht. Eine akute diuretische Wirkung setzt erst ab 500 mg oder mehr ein, entsprechend ≥6 mg\u002Fkg — das ist also erst bei 6 Tassen und mehr der Fall.","Die zentrale Arbeit dazu ist eine Meta-Analyse von Zhang et al. (2015) über 16 Studien bei regelmässig trainierenden Erwachsenen: Bei einer medianen Aufnahme von 300 mg Koffein fand sich kein Dehydrationseffekt (Zhang et al., 2015). Killer et al. gingen noch einen Schritt weiter — sie verglichen 3–6 Tassen Kaffee pro Tag direkt mit reinem Wasser und fanden eine praktisch identische Hydrationswirkung (Killer et al., 2014). 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Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).\n\nSkelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.\n\n22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind\n\nNulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.\n\nKollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.\n\nPlacebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.\n\nDie Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein\n\nWas bei allen gleich war:\n\nMaximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht\n\nKein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.\n\nWas bei der Kollagengruppe besser war:\n\nQuerschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)\n\nDie Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.\n\nDer Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen\n\nHier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",[107,108,109,110,111,112,113,114,115,116,117,118,119,120,121,122,123],"Kollagen ist eines der meistverkauften Supplements im Fitnessbereich. Die Versprechen reichen von besserer Haut über gesunde Gelenke bis zu stärkeren Sehnen. Aber was sagt die Forschung wirklich? Eine aktuelle Studie liefert interessante Ergebnisse — und macht gleichzeitig die Grenzen der bisherigen Evidenz deutlich.","Sehnen bestehen fast komplett aus Kollagen","Zum Verständnis: Sehnen sind zu 60–85 % aus Kollagen aufgebaut (Kjaer, 2004). Sie speichern und geben Energie bei Dehnungs-Verkürzungs-Zyklen ab und übertragen die Muskelkraft auf den Knochen. Krafttraining steigert die Kollagensynthese in menschlichen Sehnen (Miller et al., 2005) — nicht nur lokal, sondern systemisch, bis hin zur Haut (Nishikori et al., 2023).","Skelettmuskulatur besteht dagegen nur zu etwa 5 % aus Kollagen (Gillies et al., 2011). Das ist ein entscheidender Punkt für die Interpretation der Ergebnisse.","22 Athletinnen, 8 Wochen, Triple-Blind","Nulty und Erskine (Nulty et al., 2025) untersuchten 22 prämenopausale Feldhockey-Athletinnen (Durchschnittsalter 37 Jahre) über 8 Wochen. Alle absolvierten 3x\u002FWoche exzentrisches Krafttraining.","Kollagengruppe: 30 g hydrolysiertes Kollagen + 500 mg Vitamin C vor dem Training.","Placebo: Kalorisch abgestimmtes Maltodextrin + Vitamin C.","Die Ergebnisse: Sehnen ja, Muskeln nein","Was bei allen gleich war:","Maximalkraft stieg um 14 % (892 auf 1.011 N) Muskeldicke des Vastus lateralis stieg um 5 % Sprungleistung veränderte sich nicht","Kein Unterschied zwischen den Gruppen bei Kraft und Muskelgröße. Das ist erwartbar — wenn Muskeln nur 5 % Kollagen enthalten, wäre es überraschend, wenn Kollagen-Supplementierung den Muskelaufbau beeinflusst.","Was bei der Kollagengruppe besser war:","Querschnittsfläche der Patellasehne: +4,3 % vs. +1,8 % Placebo (p = .014) Maximale Kraftentwicklungsrate (pRFD): +28 % vs. +17 % Placebo (p = .039)","Die Sehnen der Kollagengruppe wuchsen also stärker und die Kraftentwicklungsgeschwindigkeit nahm deutlicher zu.","Der Elefant im Raum: Protein vs. Kollagen","Hier liegt das größte Problem der aktuellen Kollagenforschung — und diese Studie ist da keine Ausnahme.",298,19,{"issueNumber":21,"order":127,"slug":128,"type":100,"label":101,"title":129,"subtitle":17,"articleImage":130,"teaserText":132,"teaserParagraphs":133,"wordCount":147,"gating":79,"firstPage":148},5,"whey-protein-vor-dem-laufen","Whey Protein vor dem Laufen – wie viel verträgt der Magen wirklich?",{"src":131,"alt":129},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F05-whey-protein-vor-dem-laufen-hero.jpg","Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.\n\nAber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.\n\nDas Setup\n\nShaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. Das ist submaximal, aber nah genug an der Realität, dass Verdauungsprobleme relevant werden.\n\n60 Minuten vor dem Lauf bekamen die Teilnehmer einen Shake. In einem Crossover-Design durchlief jeder Teilnehmer beide Bedingungen:\n\nNiedrig-Protein (LP): 0,15 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + Kohlenhydrate Moderat-Protein (MP): 0,4 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + dieselbe Kohlenhydratmenge\n\nDa die Kohlenhydrate identisch gehalten wurden, hatte der MP-Shake mehr Gesamtkalorien. Das ist ein bewusster Kompromiss: Man wollte den ergogenen Kohlenhydrat-Effekt konstant halten, kann aber nicht ausschließen, dass die zusätzliche Energie an sich einen Einfluss hat.\n\nGI-Symptome wurden per Fragebogen erfasst (vor Shake, 60 Minuten nach Shake, nach Lauf), Völlegefühl per visueller Analogskala, Blutzucker per Kapillarblutprobe.\n\nDie Ergebnisse\n\nVier zentrale Befunde:\n\n1. GI-Symptome nahmen beim Laufen zu — unabhängig vom Protein. In beiden Bedingungen stiegen die Symptome zwischen Nüchternzustand und Lauf. Aber der Proteingehalt hatte keinen Einfluss auf die Gesamtsymptomatik (p = 0,85).\n\n2. Der einzige Unterschied: Blähungen. Die MP-Bedingung führte zu stärkerem Blähgefühl während des Laufs (1,23 vs. 0,54 auf der Skala; p = 0,03). Alle anderen Symptome — Übelkeit, Krämpfe, Durchfall, Sodbrennen — unterschieden sich nicht.\n\n3. Kein Unterschied im Blutzucker. Beide Shakes führten 30 Minuten nach dem Trinken zu einem Blutzuckeranstieg, aber es gab keinen Unterschied zwischen den Dosen (p = 0,20). Die Hypothese, dass Protein die Blutzuckerregulation verbessern könnte (Gunnerud et al., 2013), bestätigt sich hier nicht.",[134,135,136,137,138,139,140,141,142,143,144,145,146],"Viele Läufer meiden Protein vor dem Training. Die Logik: Protein liegt schwer im Magen, und beim Laufen rächen sich Verdauungsprobleme besonders schnell. Magen-Darm-Beschwerden betreffen 30–90 % aller Läufer (de et al., 2014) — das ist kein Randproblem.","Aber ist die Angst vor Pre-Run-Protein berechtigt? Eine aktuelle klinische Studie hat genau das getestet.","Das Setup","Shaw und Kollegen (Shaw et al., 2026) ließen 13 Freizeitläufer (acht Frauen, fünf Männer) einen 10-km-Lauf auf dem Laufband absolvieren — bei 85 % ihres Wettkampftempos. Das ist submaximal, aber nah genug an der Realität, dass Verdauungsprobleme relevant werden.","60 Minuten vor dem Lauf bekamen die Teilnehmer einen Shake. In einem Crossover-Design durchlief jeder Teilnehmer beide Bedingungen:","Niedrig-Protein (LP): 0,15 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + Kohlenhydrate Moderat-Protein (MP): 0,4 g Whey\u002Fkg Körpergewicht + dieselbe Kohlenhydratmenge","Da die Kohlenhydrate identisch gehalten wurden, hatte der MP-Shake mehr Gesamtkalorien. Das ist ein bewusster Kompromiss: Man wollte den ergogenen Kohlenhydrat-Effekt konstant halten, kann aber nicht ausschließen, dass die zusätzliche Energie an sich einen Einfluss hat.","GI-Symptome wurden per Fragebogen erfasst (vor Shake, 60 Minuten nach Shake, nach Lauf), Völlegefühl per visueller Analogskala, Blutzucker per Kapillarblutprobe.","Die Ergebnisse","Vier zentrale Befunde:","1. GI-Symptome nahmen beim Laufen zu — unabhängig vom Protein. In beiden Bedingungen stiegen die Symptome zwischen Nüchternzustand und Lauf. Aber der Proteingehalt hatte keinen Einfluss auf die Gesamtsymptomatik (p = 0,85).","2. Der einzige Unterschied: Blähungen. Die MP-Bedingung führte zu stärkerem Blähgefühl während des Laufs (1,23 vs. 0,54 auf der Skala; p = 0,03). Alle anderen Symptome — Übelkeit, Krämpfe, Durchfall, Sodbrennen — unterschieden sich nicht.","3. Kein Unterschied im Blutzucker. Beide Shakes führten 30 Minuten nach dem Trinken zu einem Blutzuckeranstieg, aber es gab keinen Unterschied zwischen den Dosen (p = 0,20). Die Hypothese, dass Protein die Blutzuckerregulation verbessern könnte (Gunnerud et al., 2013), bestätigt sich hier nicht.",299,22,{"issueNumber":21,"order":150,"slug":151,"type":152,"label":153,"title":154,"subtitle":17,"articleImage":155,"teaserText":157,"teaserParagraphs":158,"wordCount":78,"gating":79,"firstPage":170},6,"schlaf-das-staerkste-werkzeug-das-du-nicht-kaufen-kannst","archiv","Habit des Monats","Schlaf — das stärkste Werkzeug, das du nicht kaufen kannst",{"src":156,"alt":154},"\u002Fimages\u002Fmagazin\u002F2026-04\u002F06-schlaf-das-staerkste-werkzeug-das-du-nicht-kaufen-kannst-hero.jpg","Es gibt ein Werkzeug für Gewicht, Herz und Kopf, das nichts kostet, keine Nebenwirkungen hat und in fast jeder Studie besser abschneidet als das, was man dafür kaufen kann. Schlaf.\n\nWas Schlaf eigentlich macht\n\nNedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.\n\nUnterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.\n\nIdentisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf\n\nZwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:\n\n8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse\n\nBei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.\n\nHerz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. Umgekehrt verlor die Dauer ihre Bedeutung, sobald man für Regelmässigkeit adjustierte.\n\nHeisst: Wer jede Nacht sechs Stunden schläft, aber immer zur gleichen Zeit, fährt besser als wer mal sieben und mal fünf bekommt.\n\nUnd dann der Kopf. Sabia hat 7.959 britische Staatsbedienstete über 25Jahre begleitet (Sabia et al., 2021). Wer mit 50 sechs Stunden oder weniger schlief, hatte ein um 22% erhöhtes Demenzrisiko; mit 60 waren es 37%; wer dauerhaft kurz schlief, landete…",[159,160,161,162,163,164,165,166,167,168,169],"Es gibt ein Werkzeug für Gewicht, Herz und Kopf, das nichts kostet, keine Nebenwirkungen hat und in fast jeder Studie besser abschneidet als das, was man dafür kaufen kann. Schlaf.","Was Schlaf eigentlich macht","Nedeltcheva hat zehn übergewichtige Erwachsene zweimal in ein Kaloriendefizit gesetzt — einmal bei 8,5 Stunden, einmal bei 5,5 Stunden Schlaf, bei identischer Ernährung (Nedeltcheva et al., 2010). Nach zwei Wochen hatten beide Gruppen rund 3kg abgenommen. So weit alles gleich.","Unterschiedlich war, woraus die 3kg bestanden. Bei gutem Schlaf gingen 1,4kg Fett und 1,5kg fettfreie Masse weg. Bei Kurzschlaf: 0,6kg Fett und 2,4kg fettfreie Masse. Der Körper opfert Muskel statt Fett, wenn Schlaf knapp wird.","Identisches Defizit, unterschiedlicher Schlaf","Zwei Gruppen, 14 Tage, gleiches Essen, gleiches Defizit:","8,5h Schlaf: 1,4kg Fett verloren, 1,5kg fettfreie Masse 5,5h Schlaf: 0,6kg Fett, aber 2,4kg fettfreie Masse","Bei Kurzschlaf kommen rund 80% des Gewichtsverlusts aus der Muskulatur.","Herz und Mortalität. Hier wird es interessant, weil die Studie mit dem klassischen Narrativ bricht, man müsse nur möglichst lange schlafen. Windred und Kollegen haben 88.975 UK-Biobank-Teilnehmer eine Woche lang mit Akzelerometer am Handgelenk gemessen und dann sieben Jahre nachverfolgt (Windred et al., 2024). Ergebnis: Nicht wie lang jemand schläft, sondern wie regelmässig, war der stärkere Prädiktor. Die unregelmässigsten 5% hatten ein um 53% erhöhtes Gesamtmortalitätsrisiko und ein um 88% erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko. Auch nach Adjustierung für Schlafdauer blieb der Effekt. Umgekehrt verlor die Dauer ihre Bedeutung, sobald man für Regelmässigkeit adjustierte.","Heisst: Wer jede Nacht sechs Stunden schläft, aber immer zur gleichen Zeit, fährt besser als wer mal sieben und mal fünf bekommt.","Und dann der Kopf. Sabia hat 7.959 britische Staatsbedienstete über 25Jahre begleitet (Sabia et al., 2021). Wer mit 50 sechs Stunden oder weniger schlief, hatte ein um 22% erhöhtes Demenzrisiko; mit 60 waren es 37%; wer dauerhaft kurz schlief, landete…",25,[172,183,195],{"id":173,"slug":174,"title":175,"excerpt":176,"date":177,"modified":178,"categories":179,"tags":181,"featured_media":15,"featured_image_url":182,"featured_image_alt":17,"primary_category_slug":18,"seo_description":19,"sources":19},255880,"die-extremste-aber-machbarste-diaet-und-gesund","&#8222;Die extremste, aber machbarste Diät&#8220; &#8230; und gesund?","im Januar sind schnelle Lösungen für gewichtige Probleme wieder hoch im Kurs. 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Aber kann man das wirklich mit vergleichbarer Effektivität anwenden? Mir ist keine Studie bekannt, die das zeigt. Bin aber immer offen, mir alles anzusehen, wenn es dazu etwas gibt.",[],{"id":222,"author":223,"date":224,"content":225,"replies":226},412312357225,"Fred Georg Iken","2024-07-26T20:41:43+00:00","Ich gebe zu bedenken: Diese Medikamente machen abhängig, müssen teuer bezahlt werden, es kommt zum Jo-Jo-Effekt, und kaum oder milde Nebenwirkungen halte ich für eine Lüge. Die einzigen, die wie immer davon profitieren, sind die Pharmakonzerne und deren Handlanger. Ich bin enttäuscht, dass Johannes Steinhart, den ich seit Jahren als kompetenten Experten sehr schätze, diese unsinnige Aktion unterstützt.",[227],{"id":228,"author":217,"date":229,"content":230,"replies":231},412312357227,"2024-07-28T09:38:19+00:00","Sry, aber das ist mir zu undifferenziert. \n\n\"Pharmakonzerne und deren Handlanger\" ... hört sich nach Schwarz\u002FWeißdenken an. Sicherlich gibt es eine dunkle Seite der Pharmaindustrie. Wenn man das aber alles ablehnt, dann muss man konsequenterweise auch auf Antibiotika,\nIbuprofen und Impfungen verzichten. Achja, auch Vollnarkosen sind dann tabu. Blutverdünner natürlich auch. Und Typ 1 Diabeter kann man dann sterben lassen. Habe nichts dagegen, wenn man sich als Individuum für diesen Weg entscheidet. Aber dann bitte konsequent und nicht die Rosinen herauspicken.\n\nDass GLP-1 Medikamente abhängig machen ist schlichtweg falsch. Dass die Nebenwirkungen mild bis moderat sind und in der Regel verschwinden ist ein durch großangelegte Studien belegter Fakt.",[],{"id":233,"author":234,"date":235,"content":236,"replies":237},412312357226,"Mareike","2024-07-27T06:36:04+00:00","ich sehe darin eher eine Gefahr, dass dann die Menschen nichts an ihrer eigenen Ernährungsweise verändern sondern weiter alles essen was sie wollen da sie ja dennoch an Gewicht verlieren. Halt krank schlank werden. Ich finde es auch nicht besonders gut wenn dann jeder sich diese Pillen einfach aus Bequemlichkeit holt obwohl er eigentlich keine Probleme an sich beim Abnehmen hätte. Mal abgesehen das es auch zb bei Menschen mit Essstörungen zu einem Missbrauch der Pillen kommen kann. Ich denke jeder kann prinzipiell abnehmen solange keine ernste Erkrankung dahinter steckt. Bei dem einem geht ws vielleicht schneller und leichter, aber es funktioniert. Nur wenn der Lerneffekt ausbleibt und es nur darum geht Schlank auszusehen find ich es verkehrt. Ich finde solche Hilfe eher angebracht bei Patienten mit starken und fast Lebensgefährlichen Übergewicht. So dass sie schneller von den Kilos runterkommen. Aber manchmal kann auch der ganze Weg zum Ziel Gewicht schön und Lehrhaft sein. Besser als immer alles schnell haben zu wollen.",[238],{"id":239,"author":217,"date":240,"content":241,"replies":242},412312357234,"2024-07-29T18:07:23+00:00","Ist sicher auch ein Teil, der zu der GLP-1 Geschichte gehört. Bei allen Studien zu GLP-1 wird übrigens immer das Medikament + Lifestyle Change gemacht. Also nie einfach nur auf das Medikament gesetzt.\nEs ist halt auch grundsätzlich ein Problem von effektiven Werkzeugen. Die können immer für etwas Gutes oder etwas Schlechtem eingesetzt werden (Messer, Hammer etc.).\n\nAllerdings lehne ich es auch ab, nur weil eine kleine Personengruppe etwas Missbrauchen kann, die postiven Effekte für ein wesentlich größere Gruppe hinter dem Berg zu halten. Ist diesselbe Argumentantion, wenn Leute meinen, die High Speed Diät sei schlecht und führe in die Essstörung. Die Wahrheit ist, die Essstörung hat andere kausale Auslöser. Und für sehr viele ist die HSD ein Gamechanger. Allein schon gesundheitlich kann man damit die Krankheitssymptome von Typ 2 Diabetes komplett beenden.",[],{"id":244,"author":245,"date":246,"content":247,"replies":248},412312357229,"Katja","2024-07-28T16:37:53+00:00","Wer dieses Mittel nimmt, nimmt es sein Leben lang oder das Gewicht kommt zurück.\r\nDas ist auch nachgewiesen, ich bin ebenso irritiert das es hier von Johannes befürwortet wird. Es gibt keine Abkürzung die nicht doch früher oder später bezahlt werden muss.\r\nEntweder mit Geld oder der eigenen Gesundheit, unser Körper lässt sich nicht verar....",[],{"id":250,"author":251,"date":252,"content":253,"replies":254},412312357230,"Marion","2024-07-28T21:12:37+00:00","Vielen Dank für diese gute und informative Zusammenfassung! Ich bin seit 7 Wochen auf mounjaro und es ist in der Tat ein echter gamechanger. Und ich lach mich schlapp über die Kommentare hier, die natürlich den \"echten und besseren Weg\" von sich mehr bemühen ( aka weniger essen\u002F mehr sport langsam machen ect bevorzugen: Leute, niemand \" holt sich das einfach mal so! Der Arzt verschreibt es bei hohem BMI und es ist richtig teuer, zum selber bezahlen.  Und glaubt ihr wirklich, die Betroffenen hätten nicht alles versucht, in meinem Fall auch schon oft ausgesprochen erfolgreich? Vielleicht einfach noch besser informieren, bevor man einfach von sich auf andere schließt,  denn: nein, nicht jeder Körper funktioniert gleich!",[255],{"id":256,"author":217,"date":257,"content":258,"replies":259},412312357233,"2024-07-29T17:53:29+00:00","Danke für deinen Kommentar, Marion. Wir haben noch viel zu tun was das \"Obesity Stigma\" betrifft. Vor allem auch im Fitnessbereich. Umso wichtiger, dass Betroffene ihre Erfahrung öffentlich teilen.\nFalls du die Zeit findest, bitte gerne deine Geschichte ausführlich aufschreiben. Gerne hier oder sonst auch mir auf anderen Kanälen zukommen lassen. Ich möchte da etwas dagegenhalten :)",[],1777079466271]